WhatsApp-Betrug, GhostPairing-Technik

WhatsApp-Betrug: GhostPairing-Technik kappt Konten weltweit

Veröffentlicht am: 15.08.2026 um 15:07 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Cyberkriminelle nutzen gefÀlschte Abstimmungen, Behörden-IdentitÀten und Gewinnspiele, um an Kontodaten zu gelangen. Nutzer sollen wachsam bleiben.

WhatsApp-Betrugswelle: Neue Phishing-Maschen gefÀhrden Nutzer weltweit
Nahaufnahme einer Person, die in einem schwach beleuchteten Raum ein Smartphone hĂ€lt, Fokus auf Cybersicherheit. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

In Chippewa Valley, Wisconsin, wurde Mitte August eine neue Betrugsmasche identifiziert, die gezielt auf Nutzer des Messengerdienstes WhatsApp abzielt. Cyberkriminelle nutzen dabei gefĂ€lschte Links zu Abstimmungs-Wettbewerben, um Nutzerkonten zu kapern und Kontaktlisten zu stehlen. Experten riaten dazu, verdĂ€chtige Links umgehend zu verifizieren und die Liste der mit dem Konto verbundenen GerĂ€te regelmĂ€ĂŸig zu ĂŒberprĂŒfen.

Techniken zur KontoĂŒbernahme und Phishing-Methoden

Die Betrugsmasche beschrĂ€nkt sich nicht nur auf die USA. Wie Mitte August bekannt wurde, verbreiten Angreifer ĂŒber bereits kompromittierte WhatsApp-Kontakte Phishing-Links, die als harmlose Abstimmungen getarnt sind. Dabei kommt unter anderem eine Methode namens „GhostPairing“ zum Einsatz.

Diese Technik erlaubt es den TĂ€tern, fremde GerĂ€te mit dem eigenen Konto zu verbinden und so dauerhaften Zugriff auf die Kommunikation zu erhalten. Sicherheitsanalysten mahnen Nutzer zur Vorsicht und empfehlen, bei ungewöhnlichen Nachrichten die IdentitĂ€t des Absenders ĂŒber alternative KommunikationskanĂ€le zu bestĂ€tigen.

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Auch das aserbaidschanische Innenministerium veröffentlichte Mitte August eine Warnmeldung zu einer Ă€hnlichen Taktik. In diesen FĂ€llen klonen BetrĂŒger komplette WhatsApp-IdentitĂ€ten und fordern unter dem Vorwand einer Notlage dringende Geldtransfers von den Kontakten der Opfer. Das Ministerium betonte, dass keine Bankdaten ĂŒber den Messenger geteilt werden sollten und im Verdachtsfall eine telefonische Verifizierung unerlĂ€sslich sei.

Missbrauch staatlicher Institutionen und Behörden

In Indien warnten Behörden im Bundesstaat Telangana Mitte August vor einer besonders perfiden Form des Datenraubs. Dort kursieren gefĂ€lschte Nachrichten des Chief Electoral Officer, in denen behauptet wird, dass offizielle Antragsformulare zur WĂ€hlererfassung abgelehnt worden seien. Die EmpfĂ€nger werden aufgefordert, eine Telefonnummer anzurufen oder einen Link anzuklicken, um eine GebĂŒhr von 5 Rupien per Net Banking zu entrichten.

Das Telangana Cyber Security Bureau stellte klar, dass dieser Prozess in der RealitĂ€t kostenlos sei. Die BetrĂŒger zielen mit der vermeintlich geringen GebĂŒhr lediglich darauf ab, die Bankzugangsdaten der Opfer abzugreifen. Es wurde dringend dazu geraten, solche VorfĂ€lle der Cybercrime-Hotline oder der Polizei zu melden.

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Falsche Gewinnversprechen und Stellenangebote

ZusĂ€tzlich zu administrativen VorwĂ€nden nutzen Kriminelle auch saisonale Ereignisse und FirmenjubilĂ€en fĂŒr ihre Zwecke aus. In Taiwan warnte das TourismusbĂŒro der Landkreisverwaltung Kinmen Mitte August vor betrĂŒgerischen Stellenangeboten. Diese missbrauchen den Namen einer lokalen Traditionsveranstaltung zum Mondfest. Opfer werden hierbei oft dazu gedrĂ€ngt, unbekannten LINE-Konten beizutreten und persönliche Daten oder Geldtransaktionen preiszugeben.

Ebenfalls Mitte August sah sich das Unternehmen Kwik Trip gezwungen, vor gefĂ€lschten BeitrĂ€gen zu seinem 61. JubilĂ€um zu warnen. In sozialen Netzwerken wurden Geschenkkarten versprochen, um Nutzer auf manipulierte Webseiten zu locken. Das Unternehmen verwies darauf, ausschließlich offizielle KanĂ€le zur Information zu nutzen.

In Singapur registrierte die Polizei eine Phishing-Welle ĂŒber den Dienst Telegram, die auf öffentliche Verkehrsgutscheine (PTV) abzielt. WĂ€hrend die offiziellen Gutscheine fĂŒr einkommensschwache Haushalte einen Wert von 60 US-Dollar haben, versprechen die BetrĂŒger Gutscheine im Wert von 600 US-Dollar.

Ziel dieser Kampagne ist der Diebstahl von Verifizierungscodes. Sicherheitsbehörden raten dringend dazu, die Zwei-Faktor-Authentifizierung zu aktivieren und niemals Einmal-Passwörter (OTPs) an Dritte weiterzugeben.

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