WhatsApp-Betrug: Kriminelle kapern Accounts über QR-Code-Trick
30.05.2026 - 07:20:30 | boerse-global.deBranchenexperten und Sicherheitsbehörden berichten über eine Zunahme hochspezialisierter Betrugsmaschen. Diese setzen verstärkt Künstliche Intelligenz ein und umgehen etablierte Sicherheitsmechanismen wie die Mehrfaktor-Authentifizierung.
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E-Sport-Branche schmiedet Allianz gegen KI-Cheater
FACEIT und Google haben eine Kooperation gegen KI-gestütztes Cheaten angekündigt. Die neue Betrugsform nutzt externe Machine-Learning-Tools, um Gameplay-Daten in Echtzeit zu analysieren. Da diese Werkzeuge nicht direkt auf dem Spielerrechner eingreifen, werden sie von herkömmlichen Anti-Cheat-Systemen oft nicht erkannt.
Google bringt seine Expertise in den Bereichen Cloud-Infrastruktur und KI ein. FACEIT setzt verstärkt auf Verhaltensanalysen und Mustererkennung. Ziel ist es, unnatürliche Spielweisen durch Algorithmen zu identifizieren und die Integrität sportlicher Wettkämpfe zu wahren.
WhatsApp-Phishing: So übernehmen Kriminelle Accounts
Sicherheitsorganisationen wie BACS warnen vor einer perfiden Masche auf WhatsApp. Kriminelle versuchen, Konten zu übernehmen, indem sie Nutzer zur Teilnahme an vermeintlichen Schulwettbewerbs-Abstimmungen auffordern. Die Opfer werden dazu verleitet, einen Verifizierungscode weiterzugeben oder einen QR-Code zu scannen – der eigentlich zur Verknüpfung neuer Geräte dient.
Sobald der Zugriff erfolgt ist, erhalten die Täter volle Einsicht in Chats, Kontakte und Medien. Experten raten: Niemals Verifizierungscodes an Dritte übermitteln und die Zwei-Faktor-Authentifizierung per PIN direkt in der App aktivieren.
WM als Köder für manipulierte Kampagnen
Auch die bevorstehende Fußball-Weltmeisterschaft nutzen Cyberkriminelle massiv als Aufhänger. Laut Analysen der Bitdefender Labs wurden allein in den letzten Tagen mehr als 55 betrügerische Kampagnen mit Fußballbezug auf Meta-Plattformen identifiziert. Die Täter nutzen Markennamen bekannter Vereine wie Bayern München oder Borussia Dortmund als Köder.
Die Methoden reichen von gefälschten Gewinnspielen bis zu Fake-Shops mit KI-generierten Produktbildern. Besonders der Hype um Panini-Sticker wird ausgenutzt. In Brasilien beschlagnahmten Behörden kürzlich rund 200.000 mutmaßliche Fälschungen. Unternehmen sollten ihre Mitarbeiter für diese saisonalen Risiken sensibilisieren und aktives Marken-Monitoring betreiben.
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Technologische Aufrüstung der Angreifer
Die Professionalisierung der Angriffe zeigt sich in einer aktuellen FBI-Warnung vor dem Kali365-Phishing-Kit. Dieses Werkzeug wird seit April beobachtet und ist speziell darauf ausgelegt, die Mehrfaktor-Authentifizierung in Microsoft-Umgebungen zu umgehen. Es entwendet OAuth-Tokens. Branchenanalysten von Barracuda Networks verzeichneten im April einen Anstieg bösartiger Anmeldeversuche bei Microsoft-Diensten um 25 Prozent.
Große Technologiekonzerne investieren verstärkt in Abwehrmaßnahmen. IBM kündigte Ende Mai die Initiative Project Lightwell an – ein mit 5 Milliarden Euro dotiertes Programm zur KI-gestützten Cybersicherheit. Versicherer wie die Debeka betonen: KI-gestützte Betrugsformen sind kaum noch von der Realität zu unterscheiden, die Schäden steigen kontinuierlich.
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