WhatsApp-Betrug: Kriminelle übernehmen Konten per QR-Code-Trick
Veröffentlicht am: 05.08.2026 um 11:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Kriminelle übernehmen derzeit massenhaft WhatsApp-Konten per QR-Code-Trick. Die Masche läuft über gefälschte Abstimmungsseiten – und hat schon hohe finanzielle Schäden verursacht.
So funktioniert der Betrug
Die Angreifer kontaktieren ihre Opfer mit der Bitte, bei einer Online-Abstimmung zu helfen. Unter dem Motto „Stimme für meinen Freund ab“ locken sie die Nutzer auf gefälschte Webseiten, die teils offizielle Domains imitieren. Dort sollen die Anwender einen QR-Code scannen oder einen sechsstelligen Code eingeben, um ihre Stimme zu verifizieren.
Doch what wie eine Abstimmung aussieht, ist in Wahrheit der Prozess zur Verknüpfung neuer Geräte mit einem bestehenden WhatsApp-Konto. Wer den Code eingibt oder den QR-Code scannt, autorisiert unwissentlich ein Gerät der Angreifer. Die Täter erhalten vollen Zugriff auf Chatverlauf und Identität – während das Opfer häufig selbst ausgesperrt wird.
3.150 Euro Schaden im Landkreis Rostock
Ein Fall aus dem Landkreis Rostock zeigt die Dimension der Masche: Ein 65-Jähriger verlor die Kontrolle über seinen Account. Die Betrüger schrieben unter seinem Namen Bekannte an und baten um Geld für eine angebliche Zahnbehandlung. Vier Kontakte überwiesen insgesamt 3.150 Euro.
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Die aktuelle Welle ist Teil eines größeren Trends: Sicherheitsanalysten beobachten eine deutliche Professionalisierung von Phishing-Kampagnen. Bei der sogenannten CaptiveCrunch-Kampagne wurden innerhalb von vier Wochen rund sieben Millionen Angriffe registriert – etwa 86 Prozent davon KI-gestützt. Seit Anfang des Vorjahres stieg das Volumen KI-gestützten Phishings um rund 380 Prozent.
Meta kämpft mit eigenen Sicherheitsproblemen
Parallel zu den Angriffen macht dem Mutterkonzern Meta die eigene KI-basierte Sicherheitssoftware zu schaffen. Weltweit wurden tausende Nutzerkonten grundlos für bis zu 24 Stunden gesperrt. Meta bestätigte die Fehlfunktionen und kündigte Entschädigungen für betroffene kleine Unternehmen an.
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So schützen Sie Ihr Konto
Sicherheitsexperten und Polizei raten dringend zur Aktivierung der Zwei-Faktor-Authentifizierung. Diese zusätzliche Sicherheitsstufe erschwert die Kontoübernahme selbst dann, wenn ein Pairing-Code kompromittiert wurde.
Zudem sollten Nutzer regelmäßig prüfen, welche Geräte mit ihrem WhatsApp-Konto verknüpft sind, und unbekannte Verbindungen sofort trennen. Links von unbekannten Nummern und QR-Codes auf externen Webseiten, die eine Kontoverknüpfung anfordern, sind tabu. Und wer Geldforderungen von Kontakten erhält, sollte vor jeder Überweisung telefonisch nachfragen – nicht per Chat.
