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WhatsApp Business: Multi-Account auf Android ab sofort verfügbar

Veröffentlicht: 13.07.2026 um 05:52 Uhr, Redaktion boerse-global.de

WhatsApp Business führt Multi-Account-Support auf Android ein. Neue Benutzernamen ermöglichen Kontakt ohne Telefonnummer, stoßen aber in Indien auf Bedenken.

WhatsApp Business: Multi-Account-Funktion und Benutzernamen starten
Ein Smartphone-Bildschirm zeigt zwei gleichzeitig geöffnete WhatsApp-Business-Profile, verbunden durch leuchtende Linien. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Meta führt die lang erwartete Multi-Account-Funktion für WhatsApp Business ein. Ab sofort können Unternehmer zwei Profile parallel auf einem Android-Gerät nutzen.

Die Neuerung, die seit dem 12. Juli 2026 schrittweise ausgerollt wird, beendet den lästigen Wechsel zwischen Zweitgeräten oder Browser-Lösungen. Besonders für kleine und mittlere Unternehmen dürfte das eine deutliche Erleichterung im Kommunikationsalltag bedeuten. Statt ständig aus- und einzuloggen, reicht künftig ein einfaches Umschalten zwischen den Profilen.

Benutzernamen statt Telefonnummer

Parallel zur Kontoverwaltung führt WhatsApp ein Reservierungssystem für Benutzernamen ein. Geschäftskunden können sich seit dem 12. Juli 2026 individuelle Bezeichner sichern. Die Idee dahinter: Kunden sollen Kontakt aufnehmen können, ohne die Telefonnummer des Unternehmens zu kennen. Allerdings ist die Funktion vorerst nur in der mobilen App verfügbar – die Web-Version bleibt zunächst außen vor.

Doch der Vorstoß stößt nicht überall auf Gegenliebe. In Indien, einem der wichtigsten Märkte für WhatsApp, hat das Ministerium für Elektronik und Informationstechnologie Bedenken angemeldet. Die Behörde fürchtet, dass die neuen Benutzernamen Betrug und Identitätsdiebstahl erleichtern könnten. Meta reagierte am 9. Juli 2026 mit einer offiziellen Stellungnahme an die indische Regierung. Das Ergebnis: WhatsApp hat zugestimmt, die Einführung der Benutzernamen in Indien vorerst zu verschieben, während die Behörden die Antwort prüfen.

Schutz für Prominente und Politiker

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Die neue Multi-Account-Funktion macht den Profilwechsel überflüssig. Unser Leitfaden zeigt Ihnen in drei Schritten, wie Sie zwei Profile parallel nutzen und gleichzeitig Ihren Benutzernamen reservieren. Jetzt kostenlosen Praxisleitfaden anfordern

Um Missbrauch vorzubeugen, hat Meta bereits vorgesorgt. Seit dem 11. Juli 2026 sind die Benutzernamen zahlreicher öffentlicher Personen vorsorglich gesperrt. In Singapur betrifft das unter anderem die Profile von Premierminister Lawrence Wong sowie den Ministern Ong Ye Kung und Vivian Balakrishnan. Niemand soll sich unter falscher Identität als bekannte Persönlichkeit ausgeben können.

Flankierend führt die Plattform neue Kontoinformationen ein und schränkt bestimmte Kontaktmöglichkeiten ein. Nutzer erhalten künftig mehr Kontext darüber, mit wem sie eigentlich kommunizieren. Die Maßnahmen sind Teil einer umfassenden Sicherheitsstrategie, während WhatsApp schrittweise zu einem System übergeht, das die Handynummer der Nutzer verbirgt.

iPad als eigenständiges Gerät

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Mit den neuen Benutzernamen können Kunden Sie kontaktieren, ohne Ihre Telefonnummer zu kennen. Doch die Reservierung läuft nur kurz – sichern Sie sich Ihren Wunschnamen rechtzeitig. Unser Leitfaden enthält eine Checkliste und Sicherheitstipps. Benutzernamen-Reservierung jetzt sichern

Neben den Business-Features arbeitet Meta an weiteren technischen Neuerungen. Seit dem 12. Juli 2026 testet WhatsApp die Nutzung des iPads als primäres Gerät. Bislang war dafür eine ständige Verbindung zum Smartphone nötig. Künftig können Nutzer zwischen einem "verknüpften" und einem "primären" Modus wählen.

Die Entwicklung zeigt deutlich, wohin die Reise geht: WhatsApp wird flexibler, unabhängiger vom einzelnen Gerät und setzt stärker auf Privatsphäre. Ob die neue Benutzernamen-Funktion auch in Deutschland und der EU reibungslos starten kann, bleibt abzuwarten – die Datenschutzaufsicht hierzulande dürfte genau hinschauen.

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