WhatsApp-Führung, Fintech-Gründer

WhatsApp-Führung: Fintech-Gründer Kunal Shah übernimmt von Cathcart

24.06.2026 - 10:33:26 | boerse-global.de

Kunal Shah wird neuer WhatsApp-Leiter. Meta forciert Zahlungsgeschäft und rollt Sicherheitsupdates sowie Status-Features aus.

WhatsApp: Ex-CRED-Chef Kunal Shah übernimmt Führung und neue Funktionen
WhatsApp-Führung - A hand holding a smartphone showing a WhatsApp status with a contact mention. The background is a blurred office. 24.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Meta setzt auf Expansion im Finanzbereich: Der Gründer des indischen Fintech-Startups CRED, Kunal Shah, übernimmt die Führung von WhatsApp. Zeitgleich rollt der Messenger eine Reihe neuer Funktionen aus.

Der Wechsel an der Spitze kam überraschend: Will Cathcart gab nach sieben Jahren die Leitung von WhatsApp ab. Sein Nachfolger wird Kunal Shah, der bislang als Gründer des Fintech-Unternehmens CRED bekannt war. Meta investierte zuvor umgerechnet rund 825 Millionen Euro in das Startup, das aktuell mit etwa 4,1 Milliarden Euro bewertet wird.

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Branchenkenner sehen in der Personalentscheidung einen strategischen Schachzug: WhatsApp soll im Bereich Zahlungen und E-Commerce deutlich wachsen. Besonders in Indien, dem mit über 500 Millionen Nutzern größten Markt des Messengers, bietet sich enormes Potenzial. WhatsApp wurde 2009 gegründet und 2014 für rund 14,7 Milliarden Euro von Facebook übernommen. Weltweit nutzen mehr als drei Milliarden Menschen den Dienst.

Neue Funktion: Private Erwähnungen im Status

Seit heute rollt WhatsApp eine Funktion für Text-Statusmeldungen aus. In der Android-Betaversion 2.26.25.2 können Nutzer nun bestimmte Kontakte in ihrem Status erwähnen. Ein spezieller Button oberhalb des Sende-Symbols öffnet eine Kontaktauswahl.

Die Erwähnungen bleiben privat: Nur die markierte Person erhält eine Benachrichtigung. Zudem darf der Erwähnte den Status sehen – unabhängig von den allgemeinen Privatsphäre-Einstellungen. Aktuell testen nur ausgewählte Beta-Nutzer die Funktion, eine breite Einführung soll in den kommenden Wochen folgen.

Optische Auffrischung: Grüner Punkt und „Liquid Glass"

WhatsApp überarbeitet auch das Erscheinungsbild. Seit dem 22. Juni testet die Android-Beta einen grünen Punkt auf Profilbildern im Chat-Informationsbildschirm. Er ersetzt die bisherige „Online"-Textanzeige.

Wichtig: Der grüne Punkt respektiert die bestehenden Privatsphäre-Einstellungen. Wer seinen Online-Status versteckt hat, zeigt auch keinen Punkt an. Umgekehrt gilt: Wer selbst unsichtbar bleibt, sieht auch bei anderen keinen grünen Indikator.

Für iOS-Nutzer gibt es ein „Liquid-Glass"-Design der Chat-Oberfläche. Seit dem 23. Juni erscheint eine schwebende, durchscheinende Chat-Leiste mit einer transparenten Navigationsleiste. Dazu gesellen sich neue Nachrichten-Animationen: Die Sprechblasen gleiten mit einem dezenten Zoomeffekt ins Bild.

Mehr Sicherheit: Warnungen und Schutz vor Betrug

WhatsApp führt heute mehrere Sicherheitsfunktionen ein, die Nutzer vor Betrug und unerwünschten Kontakten schützen sollen:

  • Sicherheitswarnung bei Nachrichten von unbekannten Nummern: Der Absender zeigt das Herkunftsland und gemeinsame Gruppen an.
  • Schutz vor Gerätekopplungs-Betrug: Eine neue Funktion verhindert, dass Angreifer Nutzer zur Eingabe von Pairing-Codes auf fremden Geräten verleiten.
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Weitere Neuerungen im Überblick

  • „View Once" für Texte: Seit dem 23. Juni testet WhatsApp intern eine Funktion, die Textnachrichten nach einmaligem Lesen verschwinden lässt. Kopieren, Weiterleiten oder Screenshots wären dann blockiert.
  • Überarbeiteter „Info"-Bereich: Android-Nutzer erhalten seit dem 21. Juni vereinfachte Steuerungsmöglichkeiten für Privatsphäre und Profilinformationen.
  • Chat-Backups: Die aktuelle Android-Beta integriert die Verwaltung von Chat-Backups enger in Googles systemweite Backup-Funktionen.
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