WhatsApp: Fünf neue Sicherheitsfunktionen gegen Cyberkriminalität
30.05.2026 - 14:39:43 | boerse-global.deDer Meta-Konzern reagiert damit auf immer raffiniertere Betrugsmethoden.
Stille Abwehr gegen unbekannte Anrufer
Seit dem 28. Mai 2026 rollt WhatsApp eine Reihe integrierter Sicherheitswerkzeuge aus. Herzstück ist die Funktion „Unbekannte Anrufer stummschalten“, die nun sowohl für Android als auch iOS verfügbar ist. Aktiviert wird sie in den Privatsphäre-Einstellungen. Anrufe von nicht eingespeicherten Nummern werden automatisch stummgeschaltet, landen aber weiterhin im Anrufprotokoll – für eine spätere Überprüfung.
Während WhatsApp seine internen Schutzwälle hochzieht, bleibt das Smartphone selbst oft ein Angriffsziel für Hacker und Viren. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen 5 einfache Schritte, mit denen Sie Ihr Android-Gerät zusätzlich absichern und WhatsApp sowie PayPal endlich sorgenfrei nutzen können. 5 Schutzmaßnahmen jetzt entdecken
Doch damit nicht genug: Kontextkarten helfen Nutzern, potenzielle Gefahren frühzeitig zu erkennen. Erhält jemand eine Nachricht von einem unbekannten Kontakt, zeigt die Karte entscheidende Informationen an: Herkunftsland, Alter des Accounts und gemeinsame Gruppen mit dem Absender.
Warnungen bei heiklen Aktionen
Die Sicherheitssuite warnt auch bei sensiblen Handlungen. Wer einen Videoanruf tätigt, erhält einen speziellen Hinweis, sobald der Gesprächspartner den Bildschirm teilt. Zusätzlich gibt es Gerätekopplungs-Warnungen: Sie schlagen Alarm, wenn jemand unbefugt versucht, das eigene Konto mit einem anderen Gerät zu verbinden.
Die Zwei-Faktor-Authentifizierung bleibt ein zentraler Baustein. Sie verlangt eine sechsstellige PIN und verhindert so die Übernahme von Konten durch Unbefugte.
Inkognito-Chats und neue Abmeldefunktion
Ein besonderes Feature betrifft KI-gestützte Unterhaltungen: Der Inkognito-Chat löscht Nachrichten automatisch, sobald der Chat geschlossen wird. Weder WhatsApp noch Meta speichern Daten aus diesen Gesprächen. Derzeit ist die Funktion über ein spezielles Icon in Meta-AI-Chats erreichbar, eine breitere Einführung steht bevor.
Gleichzeitig arbeitet WhatsApp an einer neuen Abmeldefunktion. Erste Tests in der Android-Beta-Version 2.26.21.9 zeigen: Nutzer sollen sich temporär aus ihrem Account ausloggen können, ohne die App zu löschen oder den Chatverlauf zu verlieren. Branchenbeobachter rechnen noch in diesem Jahr mit der öffentlichen Freigabe.
Kampf gegen Social Engineering
Der Vorstoß kommt nicht von ungefähr. Erst Ende Mai wurde ein schwerer Fall von Social Engineering aus Sikkim gemeldet: Ein Opfer verlor die Kontrolle über seinen Account, nachdem es einem angeblichen Kurierfahrer den Verifizierungscode gegeben hatte. Der gekaperte Account wurde genutzt, um Kontakte um Beträge zwischen 40.000 und 50.000 Rupien zu bitten.
Der Schutz vor Identitätsdiebstahl beginnt oft schon bei der Wahl der richtigen Technologie, um Passwörter und Konten unangreifbar zu machen. Erfahren Sie in diesem Gratis-Report, wie Sie die neue Passkey-Technologie bei WhatsApp und Amazon einrichten, um Hackern keine Chance mehr zu lassen. Kostenlosen Passkey-Report hier herunterladen
Meta zieht daher die Daumenschrauben an. Für die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 kündigte der Konzern am 29. Mai verschärfte Anti-Betrugsmaßnahmen an. Dazu gehören KI-gestützte Erkennung gefälschter Ticket-Webseiten sowie eine Zusammenarbeit mit Visa über den Global Signal Exchange, um betrügerische Plattformen zu identifizieren und zu blockieren. Auf Facebook erscheinen zudem Pop-up-Warnungen für Nutzer, die nach turnierbezogenen Angeboten suchen.
Bewährte Schutzfunktionen bleiben
Ergänzt werden die Neuerungen durch bestehende Sicherheitswerkzeuge: Der Chat Lock verlangt biometrische oder Passwort-Verifikation, Verschwindende Nachrichten lassen sich auf 24 Stunden, 7 oder 90 Tage einstellen. Experten raten, alle verfügbaren Funktionen zu kombinieren – nur so sei ein wirksamer Schutz gegen die wachsende Flut von Online-Betrug möglich.
So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!
Für. Immer. Kostenlos.
