WhatsApp-Konten, Kantabrien

WhatsApp-Konten in Kantabrien: Mehr als 20 Beschwerden zu iPhone-Übernahmen

Veröffentlicht am: 08.11.2026 um 06:15 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Guardia Civil prüft mehr als 20 Beschwerden; Betroffene sollen iOS aktualisieren und Geldforderungen über einen zweiten Kanal prüfen.
Eine nächtliche Aufnahme einer ruhigen Küstenstadt in Kantabrien mit traditioneller Architektur und menschenleeren Gassen. Illustration mit AI erstellt.

Am 5. November 2026 untersuchte die Guardia Civil in der spanischen Region Kantabrien mehr als 20 Beschwerden über unbefugt übernommene WhatsApp-Konten auf älteren iPhones. Nach Angaben der Behörde beziffert diese Angabe die eingegangenen Beschwerden und nicht die Gesamtzahl bestätigter Betroffener.

Laut Berichten erfolgten die Zugriffe ohne jegliche Interaktion der Anwender: Weder das Anklicken eines Links noch das Herunterladen einer Datei oder die Annahme eines Anrufs waren für die Kompromittierung erforderlich.

Vorgehensweise der Täter und betroffene Systeme

Nach der Übernahme setzten die Täter die Konten ein, um Geldforderungen an das persönliche Umfeld der Besitzer zu richten. Die Zahlungsaufforderungen erfolgten dabei per Banküberweisung oder über den Bezahldienst Bizum. Wie die Guardia Civil feststellte, waren überwiegend iPhones mit Softwareständen unterhalb von iOS 18 betroffen, die nicht auf iOS 26 aktualisiert worden waren.

Auf Geräten mit dem Betriebssystem Android wurde die Methode bislang nicht registriert. In einigen Fällen richteten die Angreifer nach der Kaperung zusätzlich die Zwei-Schritt-Verifizierung innerhalb von WhatsApp ein, sodass die eigentlichen Eigentümer den Zugriff auf ihr Benutzerkonto vollständig verloren.

Anzeige

Die Sicherheit Ihres Apple-Geräts beginnt beim Verständnis der Fachsprache und der richtigen Systemeinstellungen. Dieses Gratis-Lexikon erklärt die 53 wichtigsten iPhone-Begriffe in einfachen Worten – inklusive Aussprachehilfen. Apple-Fachchinesisch endlich verstehen

Beobachtungen zu vergleichbaren Mustern gab es bereits im Vorfeld durch weitere Institutionen. Die spanische Cybersicherheitsbehörde INCIBE hielt in einem Hinweis vom 14. Oktober 2026 fest, dass registrierte Beratungsfälle überwiegend iOS-Versionen vor iOS 18 und vereinzelt Versionen von iOS 26 vor iOS 26.7 betrafen. Diese Muster belegen laut der Behörde jedoch keine generelle Betroffenheit aller Nutzer dieser Systemversionen.

Apple führte in einer am 30. Oktober 2026 veröffentlichten Sicherheitsliste Aktualisierungen auf, deren Bereitstellung auf den 26. Oktober 2026 datiert ist. Diese umfasst iOS 27.2 und iOS 26.7.2 für das iPhone 11 und neuere Modelle sowie iOS 18.7.11 für die Geräte iPhone XS, iPhone XS Max und iPhone XR.

Empfehlungen zur Absicherung und Reaktion bei Betrug

Die Guardia Civil rät dazu, bei Geldforderungen über Messenger stets vorab eine Überprüfung über einen zweiten Kommunikationskanal vorzunehmen, beispielsweise durch einen direkten Anruf. Verifizierungscodes sollten unter keinen Umständen weitergegeben werden.

Zudem empfiehlt die Polizei, das Betriebssystem iOS auf den aktuellen Stand zu bringen und die Zwei-Schritt-Verifizierung in WhatsApp mit einer sechsstelligen PIN sowie einer eigenen Wiederherstellungs-E-Mail-Adresse zu aktivieren. Eine Neuinstallation der App allein reicht für den Schutz nicht aus.

Anzeige

Wer sein erstes Apple-Gerät nutzt oder von einem anderen System wechselt, steht oft vor technischen Hürden bei der Absicherung. Ein kostenloser PDF-Guide zeigt jeden Schritt zur sicheren Bedienung verständlich und ohne Fachjargon. iPhone Starterpaket kostenlos herunterladen

Besteht der Verdacht auf ein kompromittiertes Konto, rät die Behörde zu schnellem Handeln: Kontakte sollten unverzüglich gewarnt, Belege gesichert, das Betriebssystem aktualisiert, Chat-Sicherungen geprüft, die Anwendung neu installiert und die Übersicht der verknüpften Geräte kontrolliert werden.

Eine leere Anzeige bei den verknüpften Geräten schließt eine unbefugte Nutzung laut den Ermittlern nicht aus. Falls bereits Geldbeträge transferiert wurden, sollte umgehend die Bank über offizielle Wege informiert werden; eine Rückholung der Mittel kann jedoch nicht garantiert werden.

Disclaimer...
de | wissenschaft | 70476726 |