WhatsApp-Konten: MCMC fordert von Meta ErklÀrung zu 92 Beschwerden
Veröffentlicht am: 30.09.2026 um 19:51 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die malaysische Kommunikations- und Multimedienbehörde MCMC hat Meta am 25. September 2026 offiziell aufgefordert, sich umfassend zu gehackten, gesperrten, unzugĂ€nglichen oder unbefugt ĂŒbernommenen WhatsApp-Konten zu erklĂ€ren. Der Schritt folgt auf eine wachsende Zahl von Beschwerden betroffener Nutzer im Land.
GesprÀche mit Meta und aktueller Stand
Am 28. September 2026 fĂŒhrte die MCMC GesprĂ€che mit Meta ĂŒber die eingegangenen Beschwerden. Bislang verzeichnete die Behörde 92 Beschwerden von Nutzern, deren WhatsApp-Konten gesperrt, unzugĂ€nglich oder unbefugt ĂŒbernommen wurden.
Meta bat die MCMC um eine Frist bis zum 2. Oktober 2026, um eine RĂŒckmeldung zu geben. Die Behörde verlangt von dem Unternehmen sowohl eine umfassende ErklĂ€rung als auch eine sofortige Lösung fĂŒr die betroffenen Konten. Erst nach Eingang von Metas Antwort will die MCMC ĂŒber weitere Schritte entscheiden.
Unterschied zwischen Hack und Sperrung
Die MCMC unterscheidet in ihrer Darstellung zwischen zwei Problemkategorien: KontoĂŒbernahmen einerseits und automatische Sperrungen andererseits. Gehackte Konten können demnach fĂŒr Betrug oder Spam missbraucht werden und in der Folge von Meta selbst gesperrt werden, wodurch die eigentlichen Opfer zusĂ€tzlich den Zugang zu ihren Konten verlieren.
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Als konkrete Ursachen der gemeldeten Probleme wurden Phishing-Angriffe mit gefÀlschten Links genannt, bei denen Angreifer sechsstellige BestÀtigungscodes abgreifen, um sich Zugriff auf fremde Konten zu verschaffen. Daneben kommt es auch zu automatischen Sperrungen, die von den Plattformsystemen selbst ausgelöst werden, etwa wenn ungewöhnliche AktivitÀten oder Spam-Verhalten erkannt werden.
Politische Aufmerksamkeit
Auch auf politischer Ebene wird der Fall verfolgt. Kommunikationsminister Fahmi Fadzil hatte die MCMC zuvor um eine Stellungnahme zu dem Thema gebeten. Ihm lag zum aktuellen Zeitpunkt jedoch noch kein Update zu den laufenden GesprÀchen zwischen der Behörde und Meta vor.
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Einordnung
Der Vorfall verdeutlicht ein Problem, das WhatsApp-Nutzer in verschiedenen LĂ€ndern seit LĂ€ngerem betrifft: Die Kombination aus Phishing-Methoden zum Abgreifen von BestĂ€tigungscodes und automatisierten Sicherheitsmechanismen der Plattform kann dazu fĂŒhren, dass Betrugsopfer zusĂ€tzlich zum IdentitĂ€tsdiebstahl auch noch den Zugang zu ihrem eigenen Konto verlieren.
Die MCMC positioniert sich in diesem Fall als Vermittlerin zwischen betroffenen Nutzern und dem Unternehmen, ohne bislang selbst regulatorische MaĂnahmen angekĂŒndigt zu haben. Ob und welche weiteren Schritte die Behörde einleitet, hĂ€ngt nach ihren eigenen Angaben von der QualitĂ€t der Antwort ab, die Meta bis zum 2. Oktober 2026 liefern soll.
