WhatsApp-Malware: Kriminelle versenden Schadsoftware ĂŒber gehackte Konten
24.06.2026 - 19:18:23 | boerse-global.de
Sicherheitsforscher warnen vor einer Zunahme von Schadsoftware-Kampagnen ĂŒber WhatsApp und einer kritischen Hardware-LĂŒcke in Millionen Samsung-GerĂ€ten. Google reagiert mit Android 17.
Malware ĂŒber WhatsApp: So tricksen die BetrĂŒger
Kriminelle nutzen derzeit gehackte WhatsApp-Konten, um schĂ€dliche Dateien an die Kontakte der Opfer zu versenden. Das berichten Experten von Kaspersky. Die Dateien sind als Rechnungen, Mahnungen oder KontoauszĂŒge getarnt â in mehreren Sprachen, darunter Deutsch und Englisch.
Besonders gefĂ€hrlich wird es fĂŒr Windows-Nutzer: Ăffnen sie die AnhĂ€nge, installiert sich Schadsoftware oder Fernwartungsprogramme. Die Experten warnen vor Dateien mit Endungen wie .vbs, .js, .scr, .bat oder .exe.
WhatsApp reagiert mit neuen Sicherheitsfunktionen. Dazu gehört eine PrĂŒfung fĂŒr unbekannte Nummern, die Standort- und Kontaktinformationen anzeigt. Auch der Schutz gegen unbefugte GerĂ€tekopplungen wurde verstĂ€rkt.
Samsung-Krise: Millionen GerĂ€te mit Hardware-LĂŒcke
Eine tiefgreifende Schwachstelle in der Hardware-Architektur betrifft Millionen Samsung-Smartphones. Die als CVE-2026-20971 identifizierte LĂŒcke reicht von der Galaxy-S9- bis zur aktuellen S25-Serie sowie Modelle der A-Serie.
Entdeckt wurde sie von Lucid Bit Labs im Kernel des Sicherheitssystems Samsung Knox (Proca). Ein erfolgreicher Angriff erfordert zwar eine lokal installierte App, ermöglicht dann aber Zugriff auf geschĂŒtzte Systembereiche. Die Einstufung: kritisch.
Ein Patch wurde bereits Anfang des Jahres bereitgestellt. Doch viele GerĂ€te gelten weiterhin als gefĂ€hrdet â weil die Updates noch ausstehen. Die LĂŒcke soll teilweise seit 2017 in der Systemarchitektur existieren.
Kriminelle versenden ĂŒber gehackte WhatsApp-Konten Schadsoftware â getarnt als Rechnung oder Mahnung. Gleichzeitig klafft eine kritische Hardware-LĂŒcke in Millionen Samsung-GerĂ€ten. Unser kostenloser Report zeigt Ihnen in 3 Schritten, wie Sie Ihr Smartphone absichern. Jetzt kostenlosen Sicherheits-Check anfordern
Android 17: Google zieht die Sicherheitsschrauben an
Google reagiert auf die wachsende Bedrohungslage und rollt Android 17 fĂŒr seine Pixel-GerĂ€te aus. Die neue Version erschwert den Diebstahl von Daten durch mehrere Funktionen.
Eine KI-gestĂŒtzte Live-Erkennung soll verdĂ€chtige AktivitĂ€ten identifizieren. Bei GerĂ€teverlust sperrt sich das Smartphone automatisch per biometrischer Abfrage. Einmal-Passwörter (OTP) werden in Benachrichtigungen nur noch zeitlich begrenzt angezeigt â das verhindert das Abgreifen durch Dritte.
Auch die PrivatsphÀre profitiert: Nutzer können Kontakte selektiv freigeben und Standortberechtigungen zeitlich befristen.
Die Kosten der CyberkriminalitÀt: MilliardenschÀden
Die Dringlichkeit dieser MaĂnahmen zeigen aktuelle Schadensbilanzen. Allein im Vereinigten Königreich betrugen die Verluste durch Zahlungsbetrug im vergangenen Jahr rund 1,5 Milliarden Euro. In Australien stiegen die Betrugsverluste im selben Zeitraum auf etwa 2,1 Milliarden Euro.
Millionen Samsung-Smartphones sind von einer seit 2017 bestehenden Hardware-LĂŒcke betroffen â ein Patch wurde bereitgestellt, aber viele GerĂ€te sind noch nicht aktualisiert. PrĂŒfen Sie jetzt, ob Ihr Modell gefĂ€hrdet ist, und erfahren Sie, wie Android 17 Sie zusĂ€tzlich schĂŒtzt. Samsung-Patch-Status jetzt prĂŒfen
Die PrĂ€sidentin des Bundesamtes fĂŒr Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnte auf einer Fachkonferenz vor der steigenden QualitĂ€t von Angriffen durch kĂŒnstliche Intelligenz. In Deutschland wurden fĂŒr 2025 ĂŒber 1.000 registrierte Ransomware-FĂ€lle verzeichnet.
Ermittlungsbehörden konnten zudem ein chinesisches Phishing-Netzwerk identifizieren. Es soll durch Millionen Spam-Nachrichten einen geschÀtzten Gesamtschaden von 1,8 Milliarden Euro verursacht haben.
