WhatsApp: Neue Benutzernamen-Funktion schützt vor Identitätsdiebstahl
Veröffentlicht am: 22.07.2026 um 00:40 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Messengerdienst WhatsApp hat damit begonnen, die neue Benutzernamen-Funktion für ausgewählte Nutzer auf Android und iOS freizuschalten. Die Einführung erfolgt mit speziellen Sicherheitsvorkehrungen, die Identitätsdiebstahl bei prominenten Persönlichkeiten verhindern sollen. Hintergrund sind intensive Gespräche mit Regulierungsbehörden über Missbrauchsrisiken.
Reservierungssystem für bekannte Persönlichkeiten
Um zu verhindern, dass Betrüger die Identitäten prominenter Personen übernehmen, hat Meta ein Reservierungssystem für Benutzernamen eingeführt. In Singapur wurden bereits Namen für mehrere hochrangige Politiker reserviert, darunter Lawrence Wong, Ong Ye Kung und Vivian Balakrishnan.
Sicherheitsexperten wie Santiago Pontiroli von Acronis und Anna Larkina von Kaspersky bewerten die Maßnahmen als wichtigen Schritt gegen Phishing-Angriffe. Der Clou: Nutzer können künftig über einen eindeutigen Benutzernamen kontaktiert werden, ohne ihre Telefonnummer preiszugeben. Gerade die Handynummer ist heute an viele sensible Dienste gekoppelt – vom Online-Banking bis zur Zwei-Faktor-Authentifizierung.
Indien drängte auf Sicherheitsgarantien
Besonders spannend: Die Einführung erfolgte erst nach intensiven Konsultationen mit dem indischen Ministerium für Elektronik und Informationstechnologie (MeitY). Am 29. Juni 2026 forderte die indische Regierung sogar eine Aussetzung der Funktion – aus Sorge vor Betrug und Identitätstäuschung. Kein Wunder: Indien ist mit rund 850 Millionen Nutzern der größte Markt des Dienstes.
Meta reagierte am 9. Juli 2026 mit einer förmlichen Stellungnahme und zog anschließend die schrittweise Einführung durch. Das Unternehmen betont, dass die Funktion mehrere Schutzmechanismen biete: Es gibt kein öffentliches Verzeichnis, und Nutzer können Kontaktversuche von Personen blockieren, die nicht bereits ihre Daten haben.
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So funktioniert der neue Datenschutz
Das neue System erlaubt es, mit anderen in Kontakt zu treten, ohne die eigene Mobilfunknummer preiszugeben. Zwar ist die Telefonnummer weiterhin für die Registrierung nötig, doch der Benutzername bietet eine optionale Anonymitätsebene für die tägliche Kommunikation.
Die wichtigsten Sicherheitsmerkmale im Überblick:
- PIN-Schutz für den Benutzernamen: Ein zusätzlicher Code verhindert unerwünschte Kontaktaufnahme
- Verifizierte Konten: Prominente Nutzer erhalten spezielle Kennzeichnungen und reservierte Namen
- Keine öffentliche Suche: Die Plattform betreibt kein durchsuchbares Verzeichnis – Kontakt ist nur möglich, wenn der Benutzername direkt geteilt wird
Ausblick: Kommt der Benutzername für alle?
Nach dem ersten begrenzten Testlauf am 20. Juli 2026 für eine kleine Gruppe von Testern wurde die schrittweise Einführung am 21. Juli fortgesetzt. Cybersicherheitsexperten wie Tsepo Moleko bezeichnen das Update als bedeutenden Fortschritt für die Sicherheit mobiler Kommunikation – besonders in Regionen, in denen Telefonnummern-Betrug weit verbreitet ist.
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Der derzeit ist die Funktion nur für eine begrenzte Zahl von Nutzern weltweit aktiv. Ein breiterer Rollout soll im Laufe des Jahres 2026 erfolgen. Wer seinen persönlichen Benutzernamen reservieren möchte, findet die Option künftig in den Profileinstellungen der App.
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