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WhatsApp: Neue Sicherheit gegen Ghost-Pairing-Betrug ab sofort

Veröffentlicht am: 26.08.2026 um 12:51 Uhr | Redaktion boerse-global.de

WhatsApp erweitert Sicherheitsfunktionen: Alphanumerische Passwörter, mehrere Passkeys und Android-Anruferkontext sollen Konten vor Übernahmen schützen.

WhatsApp Sicherheitsupdate: Neue Passwörter und Passkeys gegen Betrug
Ein dunkles Smartphone auf einem Holztisch in einem modernen Büro als Symbol für Cybersicherheit und Geräteschutz. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

WhatsApp hat am 25. August 2026 umfassende Sicherheitsaktualisierungen angekündigt, um die weltweit über zwei Milliarden aktiven Nutzer besser vor Betrug und Kontoübernahmen zu schützen.

Im Mittelpunkt der Maßnahmen stehen eine fundamentale Überarbeitung der Zwei-Schritt-Verifizierung sowie die Erweiterung der Passkey-Funktionalitäten. Diese Schritte erfolgen vor dem Hintergrund zunehmender Social-Engineering-Angriffe, die zuletzt erhebliche finanzielle Schäden verursacht haben.

Alphanumerische Passwörter und Passkey-Expansion

Die bisherige Methode der Zwei-Schritt-Verifizierung, die auf einer sechsstelligen PIN basierte, wird durch eine sicherere Option ergänzt. Nutzer können nun ein alphanumerisches Passwort festlegen, das mindestens acht Zeichen umfassen sowie eine Kombination aus Buchstaben und Zahlen enthalten muss. Diese Neuerung soll die Hürden für unbefugte Zugriffe deutlich erhöhen.

Parallel dazu baut der Messenger-Dienst die Unterstützung für Passkeys aus. Ab sofort ist es möglich, mehrere Passkeys pro Konto zu hinterlegen. Passkeys gelten in der IT-Sicherheit als besonders phishing-resistent, da sie ohne herkömmliche Passwörter funktionieren und Angriffe über Schwachstellen im Mobilfunknetz, wie SS7-Exploits oder SIM-Swapping, umgehen können.

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Das Unternehmen teilte mit, dass die seit 2024 angebotene Passkey-Unterstützung gut angenommen werde: Stand 25. August 2026 haben bereits über eine Milliarde Nutzer diese Technologie für ihr Konto eingerichtet.

Schutz gegen Ghost-Pairing-Betrug

Die Sicherheitsupdates sind eine Reaktion auf veränderte Bedrohungsszenarien wie das sogenannte „Ghost Pairing“. Bei dieser Masche nutzen Angreifer die legitime Funktion zur Verknüpfung von Geräten aus, um unbemerkt Zugriff auf fremde Konten zu erhalten.

Laut Berichten von Sicherheitsforschern und der Polizei wurden zuletzt Kampagnen dokumentiert, bei denen Opfer per Nachricht dazu verleitet wurden, an einer vermeintlichen Abstimmung für eine Person namens „Klara“ teilzunehmen.

Die Angreifer fordern dabei dazu auf, einen Kopplungscode einzugeben oder einen QR-Code zu scannen. Geschieht dies, erlangen die Betrüger vollen Zugriff auf die Nachrichten und Kontakte des Opfers. Die Relevanz solcher Schutzmaßnahmen wird durch Daten der US-Handelsbehörde FTC unterstrichen, nach denen im vergangenen Jahr Verluste in Höhe von 425 Millionen US-Dollar durch Betrugsfälle auf WhatsApp verzeichnet wurden.

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Zusätzliche Sicherheitsfunktionen für Android

Neben den Authentifizierungsmechanismen führt die Meta-Tochter einen verbesserten Anruferkontext für Android-Nutzer ein. Dieser soll bei Anrufen von unbekannten Nummern zusätzliche Informationen bereitstellen, etwa ob es sich um internationale Anrufe handelt oder ob gemeinsame Gruppen mit dem Anrufer bestehen. Dies dient der besseren Einordnung potenzieller Spam- oder Betrugsanrufe.

Das aktuelle Update ist Teil einer kontinuierlichen Sicherheitsstrategie. Bereits im Januar wurden strengere Kontoeinstellungen implementiert, gefolgt von automatischen Warnungen bei der Verknüpfung neuer Geräte im März.

Experten der Polizei raten Nutzern weiterhin zu erhöhter Wachsamkeit: Links in Nachrichten sollten nicht ungeprüft angeklickt und Sicherheitscodes niemals an Dritte weitergegeben werden. Zudem wird empfohlen, in den Einstellungen regelmäßig die Liste der verknüpften Geräte auf unbekannte Sitzungen zu kontrollieren.

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