WhatsApp: Neue Username-Funktion schützt Handynummern ab Juli
Veröffentlicht: 17.07.2026 um 16:22 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Der Messenger-Dienst WhatsApp hat begonnen, eine neue Username-Funktion schrittweise auszurollen. Nutzer können künftig kommunizieren, ohne ihre Handynummer preiszugeben.
Seit dem 17. Juli 2026 testet eine begrenzte Gruppe von Android- und iPhone-Nutzern die neue Funktion. Die Telefonnummer bleibt zwar für die Registrierung und bestehende Chats weiterhin Pflicht. Doch für neue Kontakte reicht künftig der gewählte Benutzername.
So funktioniert das neue System
Die Einführung erfolgt in mehreren Phasen. Bereits am 29. Juni begann eine Reservierungsphase, in der Millionen Nutzer ihre Wunschnamen sichern konnten. Am 15. Juli folgte eine weitere Ausweitung. Der vollständige globale Rollout soll in den kommenden Monaten abgeschlossen sein.
Die Verwaltung erfolgt über die Profileinstellungen der App. Die Usernamen müssen zwischen drei und 35 Zeichen lang sein. Wichtig: WhatsApp führt kein öffentliches Verzeichnis. Wer einen neuen Kontakt anschreiben möchte, muss dessen genauen Benutzernamen kennen. Ändert ein Nutzer seinen Namen, werden bestehende Kontakte automatisch benachrichtigt.
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Sicherheitsbedenken und Schutzmaßnahmen
Meta hat mehrere Sicherheitsvorkehrungen eingeführt. Ein optionaler „Username-Key“ bietet eine zusätzliche Authentifizierungsebene. Damit können Nutzer noch genauer steuern, wer sie kontaktieren darf.
Dennoch warnen Sicherheitsexperten vor Risiken. Zwar reserviert die Plattform bestimmte Namen für Prominente und öffentliche Personen, um Identitätsdiebstahl zu verhindern. Doch Betrüger könnten mit ähnlich geschriebenen Usernamen täuschen. WhatsApp hat daher Funktionen implementiert, die Erstkontakte kennzeichnen. Die Plattform rät Nutzern, Identitäten unabhängig zu überprüfen – besonders nach einem bekannten Großbetrug mit fast fünf Millionen Euro Schaden.
Indien bremst den Rollout aus
In einem der wichtigsten WhatsApp-Märkte gibt es erheblichen Widerstand. Am 16. Juli 2026 forderte das indische Ministerium für Elektronik und Informationstechnologie Meta offiziell auf, die Einführung zu stoppen. Die Behörden befürchten eine Zunahme von Betrug und Identitätsdiebstahl.
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Meta hat zugestimmt, den Launch in Indien auszusetzen, während die Gespräche mit der Regierung laufen. Die indischen Behörden prüfen zudem ähnliche Funktionen auf anderen Plattformen wie Telegram. Digitale Rechteorganisationen beobachten die Entwicklung genau: Der Ausgang der Verhandlungen könnte weltweit Maßstäbe setzen. Meta betont, dass die bestehenden Schutzmechanismen – darunter Beschränkungen für unerwünschte Nachrichten und die Reservierung prominenter Namen – die Risiken minimieren sollen.
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