WhatsApp: Passkey-Authentifizierung ersetzt QR-Code-Scan
01.07.2026 - 22:27:25 | boerse-global.de
Der Messenger testet eine Passkey-basierte Authentifizierung, die den QR-Code-Scan ergänzen oder ersetzen soll.
Biometrische Authentifizierung statt QR-Code
Die neue Funktion befindet sich in der Entwicklungsphase. Erste Tests liefen bereits innerhalb der Android-Beta-Versionen. Nutzer sollen künftig ein neues Gerät – etwa einen Desktop-PC oder ein Tablet – per Passkey mit ihrem Haupt-Account verbinden können.
Die Autorisierung erfolgt direkt auf dem Smartphone. Möglich sind biometrische Merkmale wie Fingerabdruck oder Gesichtserkennung, alternativ die im Betriebssystem hinterlegte PIN.
Bisher war für diesen Vorgang zwingend das Scannen eines QR-Codes mit der Smartphone-Kamera erforderlich. Die Passkey-Lösung soll den Prozess beschleunigen und die Sicherheit erhöhen. Der klassische QR-Code bleibt als optionale Methode erhalten. Einen genauen Termin für die weltweite Einführung gibt es noch nicht.
BSI stuft Passkeys als Stand der Technik ein
Die Entwicklung deckt sich mit aktuellen regulatorischen Empfehlungen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) veröffentlichte am heutigen Mittwoch eine neue technische Richtlinie für Passkey-Server. Darin definiert die Behörde Passkeys als Stand der Technik für eine sichere Authentisierung.
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Die Technologie basiert auf dem WebAuthn-Standard. Sie gilt als besonders wirksames Mittel gegen Phishing-Angriffe. Die Zugangsdaten sind gerätegebunden und Ende-zu-Ende-verschlüsselt – sie lassen sich nicht so einfach wie herkömmliche Passwörter abfangen. Google, Apple und Microsoft unterstützen das Verfahren bereits seit längerem.
Benutzernamen verbessern den Datenschutz
Parallel zur technischen Umstellung führt WhatsApp eine lang erwartete Datenschutzfunktion ein. In den kommenden Wochen startet der Rollout von Benutzernamen. Damit lässt sich die eigene Mobilfunknummer in Chats und Gruppen verbergen.
Die wichtigsten Details zur Namensvergabe:
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- Die Benutzernamen müssen einzigartig sein und mindestens vier Zeichen umfassen
- Sonderzeichen sind nach aktuellem Stand nicht vorgesehen
- Die Mobilfunknummer bleibt für Kontakte im Telefonbuch sichtbar, wird aber gegenüber neuen Chatpartnern standardmäßig verborgen
Die Ankündigung erfolgte Ende Juni. Der schrittweise Rollout soll im Juli starten. Nutzer in Deutschland und den USA gehören zu den ersten Gruppen, für die die Reservierung der Wunschnamen freigeschaltet wird. Ein öffentliches Verzeichnis aller Benutzernamen ist nicht geplant. Die Kontaktaufnahme erfolgt über die Suche des exakten Namens oder einen optionalen Identifikationsschlüssel.
