WhatsApp, Passkeys

WhatsApp: Passkeys für Millionen Nutzer auf Android und iOS

Veröffentlicht am: 25.08.2026 um 21:41 Uhr | Redaktion boerse-global.de

WhatsApp erweitert Kontosicherheit mit Multi-Passkeys, alphanumerischen 2FA-Passwörtern und verbesserter Anruferkennung gegen Betrugsversuche.

WhatsApp Sicherheitsupdate: Passkeys, 2FA und Anruferkennung im Fokus
Ein modernes Smartphone liegt auf einem minimalistischen Schreibtisch in einem hellen Büro. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Messenger-Dienst WhatsApp hat umfassende Aktualisierungen für seine Sicherheitsarchitektur angekündigt. Die zur Meta-Gruppe gehörende Plattform reagiert damit auf die steigenden Anforderungen an den Identitätsschutz und die Betrugsprävention.

Im Mittelpunkt der Neuerungen stehen die Erweiterung der Passkey-Unterstützung, eine flexiblere Zwei-Schritt-Verifizierung sowie verbesserte Identifikationsmerkmale für eingehende Anrufe auf Android-Geräten.

Ausbau der Passkey-Infrastruktur für mehrere Geräte

Ein zentraler Aspekt der Sicherheitsaktualisierung betrifft die sogenannten Passkeys. Diese Technologie, die biometrische Merkmale wie Fingerabdrücke oder Gesichtsscan sowie Geräte-PINs zur Authentifizierung nutzt, erfreut sich innerhalb der Nutzerschaft wachsender Beliebtheit.

Laut Angaben des Unternehmens setzen bereits über 1 Mrd. Nutzer auf diese Form der Absicherung, die als deutlich resistenter gegen Phishing-Angriffe gilt als klassische Passwörter.

Bisher war die Nutzung von Passkeys bei WhatsApp teilweise eingeschränkt. Mit dem neuen Update ermöglicht der Dienst nun die Hinterlegung mehrerer Passkeys pro Konto. Diese Funktion wird sowohl für das Betriebssystem Android als auch für Apples iOS bereitgestellt.

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Nutzer können somit verschiedene Endgeräte separat absichern, was die Flexibilität erhöht, ohne die Sicherheit des Gesamtkontos zu gefährden. Durch die Abkehr von SMS-basierten Verifizierungscodes hin zu kryptografischen Schlüsseln auf den Geräten wird das Risiko minimiert, dass Konten durch das Abfangen von Nachrichten übernommen werden.

Alphanumerische Passwörter für die Zwei-Schritt-Verifizierung

Neben den Passkeys überarbeitet WhatsApp auch die bestehenden Mechanismen der Zwei-Schritt-Verifizierung (2FA). Bisher war dieser zusätzliche Schutzwall auf die Eingabe einer sechsstelligen PIN beschränkt. Diese numerische Begrenzung wird nun aufgehoben: Künftig haben Anwender die Option, ein alphanumerisches Passwort für die Absicherung ihres Kontos zu wählen.

Diese Umstellung erlaubt die Verwendung einer Kombination aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. In der IT-Sicherheit gilt die Erweiterung des Zeichensatzes als wesentlicher Faktor zur Erhöhung der Passwortstärke.

Während eine sechsstellige PIN eine begrenzte Anzahl an Kombinationen bietet, erschwert ein komplexes alphanumerisches Passwort automatisierte Brute-Force-Angriffe erheblich. Das Unternehmen bietet diese Option an, um Nutzern, die keine Passkeys verwenden möchten oder können, dennoch ein höheres Sicherheitsniveau zur Verfügung zu stellen.

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Verbesserte Anruferkennung gegen Spam und Betrug

Ein dritter Pfeiler der Sicherheitsinitiative betrifft die Kommunikation mit unbekannten Kontakten. Speziell für die Android-Version der App wurde die Anruferkennung modifiziert. Wenn Nutzer einen Anruf von einer Nummer erhalten, die nicht in ihrem Telefonbuch gespeichert ist, blendet WhatsApp künftig zusätzliche Hintergrundinformationen ein.

Dazu gehört zum einen die explizite Kennzeichnung des Herkunftslandes, die aus der ausländischen Vorwahl abgeleitet wird. Zum anderen zeigt das System an, ob es gemeinsame Gruppen gibt, in denen sowohl der Angerufene als auch der Anrufer Mitglied sind.

Diese Kontextinformationen sollen den Anwendern dabei helfen, die Seriosität eines Anrufes besser einzuschätzen. Insbesondere bei Betrugsversuchen, die häufig über internationale Nummern initiiert werden, bietet die Anzeige des Herkunftslandes eine wichtige Orientierungshilfe, um potenzielle Gefahren bereits vor der Annahme des Gesprächs zu erkennen.

Mit diesen Maßnahmen adressiert WhatsApp wesentliche Schwachstellen in der mobilen Kommunikation und stärkt die Kontrolle der Nutzer über ihre digitalen Identitäten. Die schrittweise Einführung dieser Funktionen unterstreicht das Bestreben des Dienstes, moderne Authentifizierungsstandards massenfähig zu machen.

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