WhatsApp Restricted Chat: Beta-Funktion sperrt Chats auf ein Smartphone
Veröffentlicht am: 06.10.2026 um 09:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Messenger-Dienst WhatsApp erweitert die Sicherheitskontrollen für vertrauliche Unterhaltungen und stellt ausgewählten Beta-Nutzern unter Android und iOS eine neue Funktion namens Restricted Chat bereit. Die Neuerung löst das bisherige Konzept Advanced Chat Privacy ab und zielt darauf ab, sensible Konversationen strikter an ein einzelnes Gerät zu binden.
Nach Angaben des Unternehmens soll die gezielte Gerätesperre insbesondere verhindern, dass inoffizielle Client-Anwendungen oder automatisierte KI-Agenten über verknüpfte Geräte auf Nachrichteninhalte zugreifen können.
Strikte Beschränkung auf das primäre Smartphone
Mit der Aktivierung der neuen Sicherheitsstufe wird die Übertragung der jeweiligen Unterhaltung auf das primäre Telefon des Nutzers begrenzt. Eine Synchronisierung mit WhatsApp Web, Desktop-Anwendungen, Tablets oder Zweittelefonen findet für diese Konversationen nicht mehr statt. Verknüpfte Geräte erhalten somit keine Zustellung entsprechender Nachrichten und können den geschützten Chat nicht öffnen.
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Darüber hinaus greifen weitere technische Schutzmaßnahmen: Das automatische Speichern von empfangenen Bildern und Videos in der Galerie des Betriebssystems wird unterbunden, und die Exportfunktion für den gesamten Chatverlauf ist gesperrt.
Ebenso sind Funktionen von Meta AI innerhalb dieser Chats deaktiviert. Unberührt von diesen Einstellungen bleibt das grundlegende Sicherheitsmodell des Dienstes: Sämtliche Nachrichten und Anrufe bleiben weiterhin Ende-zu-Ende-verschlüsselt.
Konfiguration und Anforderungen im Beta-Betrieb
Die Einschränkungen lassen sich pro Chat individuell über das Menü der Chat-Informationen aktivieren. Vorerst ist das Feature auf Einzelchats beschränkt. In diesen Unterhaltungen kann jeder der beiden Gesprächspartner die Option eigenständig ein- oder ausschalten.
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Sobald die Einstellung aktiviert ist, gelten die Restriktionen für beide Beteiligten, sofern beide eine kompatible Version des Messengers installiert haben.
Konversationen, die zuvor über die Vorgängerfunktion Advanced Chat Privacy geschützt waren, müssen manuell auf das neue System aktualisiert werden. Für spätere Gruppenchats wird die Zuständigkeit bei den jeweiligen Gruppenadministratoren gesehen.
Aktuell wird die Funktion schrittweise an Testpersonen verteilt. Bei Android ist die Neuerung für Beta-Nutzer mit der Version 2.26.39.11 verfügbar, wobei Branchenberichte auch die Version 2.26.36.4 nennen. Unter iOS wird die Funktion über die TestFlight-Betaversion 26.39.10.20 bereitgestellt. Ein Veröffentlichungstermin für die reguläre, stabile Version der Anwendung steht bislang nicht fest.
