WhatsApp-Sicherheit: Zero-Click-Angriffe gefährden Millionen Konten
Veröffentlicht am: 29.08.2026 um 15:41 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Staatspolizei warnt aktuell vor einer neuen Form der Cyberkriminalität, die gezielt Nutzer des Messengerdienstes WhatsApp ins Visier nimmt. Bei diesen sogenannten Zero-Click-Angriffen versuchen Angreifer, die Kontrolle über Nutzerkonten zu erlangen, ohne dass eine Interaktion des Opfers erforderlich ist. Das primäre Ziel dieser Attacken sei der finanzielle Betrug: Die Kriminellen gäben sich nach der Übernahme eines Kontos als Bekannte aus und forderten unter verschiedenen Vorwänden Geldzahlungen von den Kontakten des Opfers.
Empfohlene Schutzmaßnahmen gegen Kontoübernahmen
Um sich gegen diese und ähnliche Bedrohungen zu wappnen, hat die Staatspolizei eine Reihe von Sicherheitsempfehlungen veröffentlicht. Nutzer werden dazu aufgerufen, regelmäßig Software-Updates durchzuführen, um Sicherheitslücken zu schließen.
Zudem wird empfohlen, die Liste der mit dem Konto verbundenen Geräte regelmäßig in den Einstellungen zu prüfen und unbekannte Sitzungen sofort zu beenden. Als wesentliche Hürde gegen unbefugte Zugriffe gilt die Aktivierung der Zwei-Faktor-Authentifizierung.
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Parallel zu den technischen Angriffen beobachten Verbraucherschützer eine neue Welle von Phishing-Versuchen. Die Verbraucherzentrale berichtet von gefälschten E-Mails, die im Namen von WhatsApp versendet werden.
In diesen Nachrichten werde den Empfängern mit einer Sperrung ihres Kontos innerhalb von 24 Stunden gedroht, sofern sie keine Bestätigung vornehmen. Juristen der Verbraucherzentrale raten dringend dazu, solche Nachrichten zu ignorieren und diese direkt in den Spam-Ordner zu verschieben.
Phishing-Mails setzen Nutzer unter Zeitdruck
Auch das Verbraucherschutzforum warnt vor dieser Betrugsmasche, die bereits in den vergangenen Tagen verstärkt registriert wurde. In den Phishing-Mails würden die Empfänger über einen Link zur Bestätigung ihrer Daten aufgefordert.
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Experten des Forums weisen darauf hin, dass unseriöse Absenderadressen, eine unpersönliche Anrede sowie der künstlich aufgebaute Zeitdruck deutliche Warnsignale für einen Betrugsversuch seien. Ein Klick auf die enthaltenen Links sollte unter allen Umständen vermieden werden.
Die Relevanz dieser Warnungen wird durch die globale Verbreitung des Dienstes unterstrichen. WhatsApp wird derzeit von über 3 Milliarden Menschen in 180 Ländern genutzt, was die Plattform zu einem attraktiven Ziel für großflächige Betrugskampagnen macht.
Neue Sicherheitsfunktionen des Plattformbetreibers
Als Reaktion auf die steigenden Sicherheitsanforderungen hat WhatsApp mit der Einführung erweiterter Schutzfunktionen begonnen. Ein entsprechender Rollout ist seit dem 25. August 2026 im Gange. Zu den Neuerungen gehört eine Zwei-Schritt-Verifizierung, die nun ein Passwort mit mindestens acht Zeichen erfordert, welches sowohl Buchstaben als auch Zahlen enthalten muss.
Zusätzlich ermöglicht der Dienst nun die Verwendung mehrerer Passkeys pro Konto, um den Zugang abzusichern. Für Nutzer des Android-Betriebssystems wurden zudem Warnhinweise implementiert, die bei eingehenden Anrufen von bisher unbekannten Nummern erscheinen. Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, die Integrität der Nutzerkonten zu erhöhen und betrügerische Aktivitäten bereits im Ansatz zu erschweren.
