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WhatsApp: Support für Android 5 endet am 8. September

Veröffentlicht am: 29.08.2026 um 19:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de

WhatsApp verlangt ab September Android 6.0 und betrifft damit rund drei Millionen Nutzer. Für iPhones folgt im November eine höhere iOS-Hürde.

WhatsApp beendet Support für alte Android-Versionen im September
Ein Stapel veralteter Smartphones liegt auf einem dunklen Holztisch in einem Büro. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Instant-Messaging-Dienst WhatsApp passt seine technischen Mindestanforderungen an und stellt zum 8. September 2026 den Support für ältere Betriebssysteme ein. Betroffen sind Geräte, auf denen noch die Android-Versionen 5.0 oder 5.1, bekannt unter dem Namen Lollipop, installiert sind.

Ab diesem Zeitpunkt setzt sowohl der WhatsApp Messenger als auch die Anwendung WhatsApp Business mindestens Android 6.0 (Marshmallow) voraus, um weiterhin funktionsfähig zu bleiben.

Rund drei Millionen Nutzer weltweit betroffen

Der Wegfall der Unterstützung betrifft Schätzungen von Branchenbeobachtern zufolge weltweit rund 3 Millionen Android-Nutzer. Dabei handelt es sich primär um Geräte, für die von den jeweiligen Herstellern keine neueren Software-Updates mehr bereitgestellt werden. Die Liste der betroffenen Modelle ist umfangreich und umfasst ehemals populäre Smartphones verschiedener Marken.

Zu den Geräten, die nach dem Stichtag im September nicht mehr unterstützt werden, gehören unter anderem das Samsung Galaxy S3, das S4 Mini, das Galaxy Ace 4 sowie das Galaxy Core II. Auch Besitzer eines Samsung Galaxy Note 2 müssen sich auf Einschränkungen einstellen.

Bei anderen Herstellern sind Modelle wie das LG Optimus G, das L5 II, L7 II, L70 und L90 sowie das Sony Xperia M, das Xperia Z und das Xperia Z2 betroffen. Ebenfalls auf der Liste stehen das Huawei Ascend Mate, das HTC Desire 500, das Nexus 4 sowie die Motorola-Modelle Moto G und Moto E. Auch das iPhone 6 wird in diesem Zusammenhang als betroffenes Modell genannt.

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Handlungsempfehlungen für Anwender

Das Unternehmen Meta empfiehlt betroffenen Anwendern, rechtzeitig vor dem Inkrafttreten der neuen Anforderungen aktiv zu werden. Nutzer können ihre aktuelle Android-Version in den Geräteeinstellungen unter den Menüpunkten „Telefoninfo“ oder „Über das Telefon“ einsehen. Sofern für das jeweilige Endgerät ein System-Update auf Android 6.0 oder höher verfügbar ist, sollte dieses umgehend durchgeführt werden.

Ist ein solches Update aufgrund der veralteten Hardware nicht mehr möglich, rät das Unternehmen zur Anschaffung eines neueren Geräts, um den Dienst weiterhin sicher nutzen zu können. In jedem Fall wird den Anwendern nahegelegt, vor Ablauf der Frist ein vollständiges Backup ihrer Chat-Verläufe zu erstellen, um einen Datenverlust beim Umstieg auf ein neues System zu vermeiden.

Anpassungen auch für iOS-Nutzer angekündigt

Neben den Änderungen für Android-Nutzer steht auch für Anwender von Apple-Geräten eine Aktualisierung der Systemvoraussetzungen bevor. Zum 30. November 2026 wird WhatsApp die Mindestanforderung für iOS-Geräte anheben. Statt der bisherigen Version 15.1 wird dann mindestens iOS 15.5 erforderlich sein, um die Anwendung weiterhin in vollem Umfang nutzen zu können.

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Fokus auf neue Sicherheitsfunktionen

Die Anhebung der Systemanforderungen steht im Kontext einer umfassenden Modernisierung der Sicherheitsarchitektur des Messengers. Ende August gab das Unternehmen bekannt, dass inzwischen über eine Milliarde Nutzer Passkeys für die Anmeldung verwenden.

Die technische Implementierung nutzt dabei moderne Standards wie die Credential Manager API sowie WebAuthn und FIDO2. Im Hintergrund setzt das System auf ein Backend in der Programmiersprache Erlang, ergänzt durch Rust-Bibliotheken.

Zudem wurde Ende August eine Umstellung der Zwei-Faktor-Authentifizierung angekündigt. Anstelle einer rein sechsstelligen PIN können Nutzer künftig ein alphanumerisches Passwort verwenden, das Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen kombiniert.

Parallel dazu werden schrittweise Funktionen ausgerollt, die den Kontext bei Anrufen von unbekannten Nummern verbessern. So soll Android-Nutzern künftig das Herkunftsland des Anrufers sowie Informationen über gemeinsame Gruppen angezeigt werden, um die Identifizierung von Kontakten zu erleichtern.

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