WhatsApp testet Diktierfunktion: Sprache wird lokal zu Text
Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 21:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Mutterkonzern Meta erprobt für seinen Messenger-Dienst WhatsApp eine neue Diktierfunktion, die gesprochene Sprache direkt in geschriebene Textnachrichten umwandelt. Entsprechende Hinweise sind in der Android-Beta-Version 2.26.37.8 im Google Play Store aufgetaucht. Die Neuerung soll die Effizienz bei der Texteingabe steigern und wird schrittweise von weiteren Anpassungen der Benutzeroberfläche begleitet.
Lokale Sprachverarbeitung ohne Server-Übertragung
Die technische Umsetzung der Diktierfunktion setzt auf eine vollständige On-Device-Verarbeitung. Um gesprochene Worte in Text zu übertragen, greift die Anwendung auf lokal heruntergeladene Sprachpakete zurück.
Audiodaten werden zu keinem Zeitpunkt an externe WhatsApp- oder Meta-Server übertragen und die Funktion bleibt mit der durchgehenden Ende-zu-Ende-Verschlüsselung des Messengers kompatibel. Liegt das jeweilige Sprachpaket einmal auf dem Smartphone vor, lässt sich das Diktat auch ohne aktive Internetverbindung offline verwenden.
Das System baut auf der bereits bestehenden On-Device-Transkription für Sprachnachrichten auf. Wie Berichte vom 19. und 20. September 2026 darlegen, baute WhatsApp die Sprachunterstützung hierfür zuletzt in der Beta-Version 2.26.37.5 aus: Neben Arabisch, Spanisch, Hindi, Portugiesisch und Russisch wurden weitere Varianten von Englisch sowie Deutsch, Französisch, Italienisch und Japanisch integriert, ohne dass dabei Daten an Dritte weitergegeben werden.
Bedienung im Chat und Kontrolle vor dem Absenden
In der aktuellen Testversion ist die Diktierfunktion über eine dedizierte Schaltfläche direkt in der Chat-Eingabeleiste erreichbar. Bei der erstmaligen Aktivierung führt die App über einen Einführungsbildschirm und eine Sprachauswahl, woraufhin eine visuelle Anzeige signalisiert, dass das System zuhört. Nutzer können den Aufnahmevorgang vor dem Absenden jederzeit abbrechen oder verwerfen.
Nach Abschluss des Diktats wird der generierte Text im Eingabefeld platziert. Anwender können den Inhalt vor dem Versenden wie gewohnt Korrektur lesen und manuell überarbeiten.
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Der Empfänger erhält ausschließlich die fertige Textnachricht und keine Audiodatei; zudem ist nach aktuellem Stand keine Kennzeichnung vorgesehen, die auf eine Erstellung per Diktat hinweist. Die Funktion ist sowohl für Einzelnachrichten als auch für Gruppenchats und Kanäle konzipiert.
Entwicklungsstand und begleitende Schnittstellen-Updates
Die Diktierfunktion befindet sich derzeit noch in der aktiven Entwicklung und wurde noch nicht allgemein für Teilnehmer des Beta-Programms freigeschaltet. Ein offizieller Veröffentlichungstermin existiert bislang nicht.
Details wie die genaue Positionierung des Eingabe-Buttons können sich vor einer breiten Einführung noch verändern, zudem dürfte die Neuerung zu Beginn möglicherweise nur in ausgewählten Sprachen bereitstehen. Bisherigen Erkenntnissen zufolge ist das Feature zunächst auf das Android-Betriebssystem beschränkt.
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Parallel dazu testet WhatsApp weitere Neuerungen zur Personalisierung und Navigation. In Android-Testversionen wurde ein überarbeitetes Chat-Theme-Erlebnis mit den fünf Kategorien Featured, Nature, Live, Minimal und Doodle gesichtet, ergänzt durch animierte Live-Hintergründe, Gradient-Designs und automatisch abgestimmte Nachrichtenblasen.
Für iOS-Nutzer wurden in Version 26.36.74 unter anderem ein neuer Such-Shortcut in Chats und Kanälen sowie Vorbereitungen für Gast-Anrufe ohne eigenes Benutzerkonto registriert. Zudem befindet sich eine automatische Synchronisation von Hintergründen für Einzel- und Gruppenchats in der Erprobung.
