Whirlpool, Minuten

Whirlpool: Schon 10 Minuten bei 40°C erhöht Herzfrequenz deutlich

Veröffentlicht am: 28.08.2026 um 07:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Warmes Whirlpoolwasser steigert die Herzfrequenz und senkt teils den Blutdruck; Temperatur und Dauer beeinflussen die Kreislaufreaktion.

Whirlpool-Bäder erhöhen Herzfrequenz und Kreislaufbelastung
Ein leerer Whirlpool mit aufsteigendem Dampf bei Dämmerung in einer modernen Wellness-Umgebung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Nutzung von Whirlpools ist ein fester Bestandteil der Wellness- und Regenerationskultur. Aktuelle Analysen physiologischer Daten verdeutlichen nun, wie intensiv das Eintauchen in warmes Wasser auf das menschliche Herz-Kreislauf-System einwirkt. Besonders die Parameter Herzfrequenz, Blutdruck und Hautdurchblutung stehen dabei im Fokus der Forschung.

Physiologische Reaktionen bei gesunden Probanden

Untersuchungen an gesunden Männern zeigen, dass bereits ein zehnminütiges Bad in 40 Grad Celsius warmem Wasser signifikante körperliche Reaktionen auslöst. Den Ergebnissen zufolge steigen sowohl die Herzfrequenz als auch die Durchblutung der Haut während dieser Zeitspanne deutlich an. Diese Reaktion ist Teil des Thermoregulationsprozesses, bei dem der Körper versucht, die überschüssige Wärme über die Hautoberfläche abzugeben.

Dabei kann beobachtet werden, dass die Herzfrequenz ansteigt, während gleichzeitig ein Abfall des Blutdrucks möglich ist. Dieser Umstand resultiert aus der Weitung der Gefäße in der Peripherie, was das Herz dazu zwingt, die Pumpleistung zu erhöhen, um den Gesamtdruck im System stabil zu halten.

Auswirkungen der Wassertemperatur auf die Herz-Kreislauf-Belastung

Die Intensität der körperlichen Reaktion hängt maßgeblich von der exakten Wassertemperatur und der Verweildauer ab. In Vergleichen wurde festgestellt, dass eine Erhöhung der Temperatur um nur 1,5 Grad Celsius die Belastung für das Herz spürbar steigert.

Bei einer Wassertemperatur von 41,5 Grad Celsius und einer Badedauer von 21 Minuten wurde eine maximale Herzfrequenz von 123±7 Schlägen pro Minute (bpm) gemessen. Im Vergleich dazu lag der Wert bei einer Temperatur von 40 Grad Celsius unter ansonsten gleichen Bedingungen bei 108±5 bpm.

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Aufgrund dieser messbaren Belastungssteigerungen gibt es klare Richtlinien für die sichere Nutzung solcher Anlagen. Die US-Gesundheitsbehörde CDC empfiehlt in ihren Richtlinien eine maximale Wassertemperatur von 40 Grad Celsius, um gesundheitliche Risiken durch Überhitzung oder übermäßige Kreislaufbelastung zu minimieren.

Besonderheiten bei Vorerkrankungen wie Hypertonie und koronarer Herzkrankheit

Besondere Relevanz haben diese Erkenntnisse für Personen mit bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Hier zeigen die Daten differenzierte Auswirkungen, die bei der Nutzung von Whirlpools berücksichtigt werden sollten.

Bei Patienten mit einer stabilen koronaren Herzkrankheit wurde nach einem 15-minütigen Aufenthalt in einem 40 Grad Celsius warmen Whirlpool eine Spitzenherzfrequenz von etwa 85 bpm verzeichnet. Gleichzeitig sank der Blutdruck der Betroffenen während des Bades.

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Auch bei Probanden mit Hypertonie (Bluthochdruck) lassen sich spezifische Effekte beobachten. Studien belegen, dass der systolische Blutdruck bei diesen Personen nach einer zehnminütigen Nutzungsdauer signifikante sinken kann. In entsprechenden Messreihen wurde eine Reduktion von ursprünglich 144 mmHg auf 122 mmHg festgestellt.

Diese Daten verdeutlichen, dass das warme Wasser eine gefäßerweiternde Wirkung besitzt, die zwar den Blutdruck senken kann, aber gleichzeitig eine kompensatorische Leistung des Herzmuskels erfordert. Fachleute weisen daher darauf hin, dass trotz der entspannenden Wirkung eine genaue Beobachtung der Verweildauer und der Temperatur für alle Nutzergruppen ratsam bleibt.

Besonders bei Vorerkrankungen ist die Kenntnis über diese physiologischen Mechanismen entscheidend, um die therapeutischen Vorteile der Wassernutzung sicher mit den individuellen gesundheitlichen Anforderungen in Einklang zu bringen.

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