Windows, China

Windows 10: China ordnet Deinstallation bis Februar 2027 an

Veröffentlicht am: 01.09.2026 um 00:41 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Peking treibt den Wechsel zu heimischen Betriebssystemen voran, während Unternehmen weltweit ihre Migration von Windows 10 auf Windows 11 planen.

China verbannt Windows 10 bis 2027 aus Behördencomputern
Moderne Serverräume in einem Rechenzentrum mit leeren Server-Racks in einer kühlen, technologischen Umgebung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Chinas Ministerium für Staatssicherheit hat Regierungsbehörden angewiesen, Windows 10 – einschließlich der speziellen CMIT Government Edition – bis Februar 2027 von sämtlichen Computern zu entfernen. Einige Behörden haben laut Angaben des Ministeriums bereits damit begonnen, das Betriebssystem zu deinstallieren.

Teil einer breiteren Strategie zur Softwaresouveränität

Die Anweisung ist nach Darstellung des Ministeriums Bestandteil einer umfassenderen Strategie, staatliche IT-Infrastruktur auf einheimische Betriebssysteme umzustellen. Dazu zählen Kylin, UOS sowie HarmonyOS, dessen HongMeng-Kernel im laufenden Jahr zertifiziert wurde. Die Maßnahme signalisiert, dass Peking den Rückzug von westlicher Systemsoftware in sicherheitsrelevanten Verwaltungsbereichen konsequent vorantreibt.

Microsoft beendet regulären Support bereits seit Herbst 2025

Der zeitliche Druck auf Windows-10-Nutzer weltweit resultiert auch aus Microsofts eigenem Lebenszyklus für das Betriebssystem: Der reguläre Support endete am 14. Oktober 2025. Unternehmen, die weiterhin Sicherheitsupdates erhalten wollen, müssen entweder auf Windows 11 umsteigen oder auf das Programm für erweiterte Sicherheitsupdates (Extended Security Updates, ESU) zurückgreifen, das laut Angaben bis zum 12. Oktober 2027 verfügbar ist.

Für chinesische Behörden, die eigene Ersatzsysteme forcieren, entfällt dieser Umweg jedoch weitgehend – der Fokus liegt dort klar auf einheimischen Alternativen statt auf einem Wechsel innerhalb des Microsoft-Ökosystems.

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Migrationsdienstleister positionieren sich international

Während China auf einen radikalen Systemwechsel setzt, stehen Unternehmen in anderen Märkten vor der klassischeren Frage, wie sie den Umstieg von Windows 10 auf Windows 11 organisatorisch bewältigen. Der IT-Dienstleister PRONETIX etwa bietet Migrationsservices an, die eine Analyse der bestehenden IT-Infrastruktur, Planung und die Lieferung passender Hardware umfassen.

Ergänzend offeriert das Unternehmen eine Hardwareberatung für kleine und mittlere Unternehmen im Raum Aachen, bei der Infrastruktur analysiert, Hardwareauswahl geplant sowie Kompatibilität und Zukunftsfähigkeit sichergestellt werden sollen. Interessenten können dazu einen kostenlosen "Hardwareplaner"-Leitfaden anfordern.

Für den technischen Umstieg auf Windows 11, das seit Oktober 2021 verfügbar ist, lässt sich die Gerätekompatibilität mit dem PC Health Check prüfen. Für Nutzer derselben Edition – etwa von Home zu Home oder Pro zu Pro – ist das Upgrade über Windows Update oder den Installation Assistant kostenlos möglich; alternativ existieren Offline-Installationswege über das Media Creation Tool oder Rufus mit einem USB-Stick von mindestens 8 GB. Ein Downgrade ist innerhalb von zehn Tagen nach dem Wechsel möglich.

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Bedeutung für internationale IT-Verantwortliche

Die chinesische Anordnung verdeutlicht, wie unterschiedlich Regierungen und Unternehmen weltweit auf das Support-Ende von Windows 10 reagieren: Während Peking den Ausstieg aus dem Microsoft-Ökosystem in sensiblen Verwaltungsbereichen forciert, stehen Unternehmen in vielen anderen Ländern vor der pragmatischeren Aufgabe, ihre bestehende Hardware- und Softwarelandschaft rechtzeitig auf Windows 11 vorzubereiten oder zumindest bis Oktober 2027 über ESU abzusichern.

Für IT-Verantwortliche bedeutet dies in jedem Fall, Migrationsfristen frühzeitig einzuplanen, um weder Sicherheitslücken noch Kompatibilitätsprobleme beim Übergang zu riskieren.

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