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Windows 10: Microsoft stoppt neue Funktionen, bringt 421 Patches

Veröffentlicht am: 13.08.2026 um 14:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Microsoft stellt neue Funktionen für Microsoft 365 auf Windows 10 ein und liefert nur noch Sicherheitsupdates bis Oktober 2028. Der August-Patchday behebt 421 Schwachstellen, während ein Zero-Day-Exploit im Defender ungepatcht bleibt.

Microsoft beendet Windows-10-Feature-Updates: Sicherheitsphase beginnt
Ein moderner, minimalistischer Arbeitsplatz mit einem Laptop auf einem Holztisch bei natürlichem Licht. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Softwarekonzern Microsoft leitet eine neue Phase im Lebenszyklus von Windows 10 ein. Das Unternehmen friert die Ausspielung neuer Funktionen für Microsoft 365 auf dem Betriebssystem ein und konzentriert sich fortan auf die Bereitstellung sicherheitsrelevanter Korrekturen. Begleitet wird dieser Schritt von einem umfangreichen Sicherheitspaket, das unter anderem kritische Schwachstellen im Windows-Ökosystem adressiert.

Microsoft 365 erreicht funktionalen Endpunkt

Für Nutzer von Microsoft 365 auf Windows-10-Systemen markiert die Version 2608 den Abschluss der funktionalen Weiterentwicklung. Diese Version befindet sich derzeit im sogenannten Release Preview und stellt das letzte große Feature-Update für die Office-Anwendungen auf dieser Plattform dar. Nach der Veröffentlichung dieser Version wird Microsoft für die Microsoft 365 Apps unter Windows 10 ausschließlich Sicherheitsaktualisierungen bereitstellen. Dieser Wartungszeitraum ist bis zum 10. Oktober 2028 befristet.

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Parallel dazu reduziert das Unternehmen die Unterstützung für ältere Iterationen des Betriebssystems. Der Support für die OneDrive-Desktop-App auf Windows 10 in der Version 21H2 und älter endet bereits Mitte August. Aktualisierungen für den Cloud-Speicherdienst werden künftig nur noch für Windows 10 22H2 angeboten.

Kritische Korrekturen im August-Patchday

Im Rahmen des aktuellen Patch-Zyklus hat Microsoft das Update KB5120249 für die Windows-10-Versionen 22H2 und 21H2 veröffentlicht. Die Aktualisierung behebt ein Problem bei Dateiversionsverlauf-Backups (File History) über das SMB-Protokoll und verstärkt die Secure-Boot-Zertifikate. Mit diesem Schritt verdeutlicht der Konzern den Übergang in die Extended Security Updates (ESU)-Phase, in der keine neuen Leistungsmerkmale mehr implementiert werden.

Insgesamt umfasst der aktuelle Patchday die Behebung von 421 Schwachstellen, wovon 236 auf das Windows-Betriebssystem und 98 auf die Office-Sparte entfallen. Branchenbeobachter stufen mindestens 42 dieser Lücken als kritisch ein. Besonders im Fokus steht dabei die Kennung CVE-2026-68820 im Windows Ancillary Function Driver für WinSock. Diese Lücke wird laut Berichten bereits aktiv ausgenutzt und ermöglicht Angreifern den Zugriff auf System-Ebene.

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Sicherheitsrisiko durch ungepatchten Zero-Day

Trotz der Vielzahl an Korrekturen bleibt eine erhebliche Sicherheitslücke bestehen. Ein Sicherheitsforscher unter dem Pseudonym Nightmare Eclipse hat einen Zero-Day-Exploit namens „ShieldBreak“ veröffentlicht. Dabei handelt es sich um eine Schwachstelle zur Privilegieneskalation im Windows Defender, die es Angreifern erlaubt, System-Rechte zu erlangen.

Betroffen von dieser Lücke sind neben Windows 10 auch Windows 11 in der Version 25H2 sowie Windows Server 2025. Ein entsprechender Patch steht derzeit noch nicht zur Verfügung, da Microsoft den Vorfall noch untersucht. Die Veröffentlichung des Proof-of-Concept erfolgte laut Berichten nach einer rechtlichen Auseinandersetzung zwischen dem Forscher und dem Softwarehaus.

Bereinigungen und Versionspflege bei Windows 11

Während Windows 10 in die reine Wartungsphase übergeht, erhalten modernere Versionen weiterhin funktionale und korrektive Pflege. Für Windows 11 wurden die Updates KB5121003 für die Versionen 24H2 und 25H2 bereitgestellt. Zudem korrigierte Microsoft einen Fehler im Edge-Browser. Mit der Version 124.0.2478.67 wurde eine Copilot-App entfernt, die fälschlicherweise auf Windows-Server-Systemen installiert worden war. Auf Consumer-Editionen von Windows 10 und 11 bleibt die Anwendung hingegen vorerst Bestandteil des Systems.

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