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Windows 10: Privatkunden erhalten Sicherheitsupdates bis zum 12. Oktober 2027

Veröffentlicht am: 06.10.2026 um 11:15 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Gewerbliche Kunden zahlen im zweiten ESU-Jahr 122 US-Dollar je PC, während Privatnutzer bis Oktober 2027 Sicherheitsupdates erhalten.

Windows 10: ESU-Kosten für Unternehmen steigen ab Oktober 2026
Ein minimalistisch gestalteter, leerer Büroarbeitsbereich mit großen Fensterfronten und Blick auf eine städtische Skyline. Illustration mit AI erstellt.

Das Übergangsprogramm für Windows 10 erreicht am 13. Oktober 2026 eine entscheidende Wegmarke. Genau ein Jahr nach dem offiziellen Ende des regulären Supports am 14. Oktober 2025 läuft die erste Phase der kostenpflichtigen Sicherheitsaktualisierungen für kommerzielle Kunden aus.

Während Unternehmen für die weitere Unterstützung ihrer Altsysteme künftig deutlich höhere Gebühren zahlen müssen, profitieren Privatkunden von einer verlängerten Schonfrist bis zum 12. Oktober 2027.

Kosten verdoppeln sich für Geschäftskunden

Unternehmen, die ihre Rechner noch nicht auf das neuere Betriebssystem umgestellt haben, müssen im zweiten Jahr des Programms für erweiterte Sicherheitsupdates (Extended Security Updates, ESU) tiefer in die Tasche greifen. Nach 61 US-Dollar pro Gerät im ersten Jahr steigt der Preis ab dem 14. Oktober 2026 auf 122 US-Dollar je PC.

Für ein optionales drittes Jahr, das bis zum 10. Oktober 2028 läuft, verdoppelt sich der Betrag erneut auf 244 US-Dollar. Da das ESU-Modell kumulativ aufgebaut ist, belaufen sich die Gesamtkosten über die dreijährige Maximaldauer auf 427 US-Dollar pro Arbeitsplatz.

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Für Bildungseinrichtungen gelten mit gestaffelten Beiträgen von einem, zwei und vier US-Dollar pro Gerät abweichende Tarife. Virtuelle Maschinen unter Windows 10, die über Windows 365, Azure Virtual Desktop oder Azure betrieben werden, erhalten die Sicherheitspatches weiterhin kostenfrei. Die Bereitstellung erfolgt über die Volumenlizenzierung und setzt zwingend die Windows-10-Version 22H2 voraus.

Neue Systemfunktionen oder weiterführender technischer Support sind in dem Paket nicht enthalten. IT-Dienstleister wie Lansweeper stellten fest, dass Unternehmen im ersten ESU-Jahr bereits in großem Umfang migriert seien, die verbliebenen Systeme sich nun jedoch als deutlich beharrlicher erwiesen.

Kulanz für Verbraucher bis Oktober 2027

Für Privatanwender gestaltet sich die Lage entspannter: Microsoft verlängerte das ESU-Angebot für Privatnutzer bis zum 12. Oktober 2027. Bereits registrierte Anwender werden automatisch weiter mit Patches versorgt. Innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums stellt Microsoft die Sicherheitsaktualisierungen für Privatpersonen ohne zusätzliche Bedingungen bereit.

Außerhalb des Wirtschaftsraums verlangt der Konzern für die Verlängerung wahlweise die Synchronisierung mit einem Microsoft-Konto über das System-Backup, den Einsatz von 1.000 Microsoft-Rewards-Punkten oder eine Einmalzahlung von 30 US-Dollar, wobei eine Lizenz bis zu zehn Rechner abdeckt. Die Aktualisierungen beschränken sich rein auf kritische und wichtige Sicherheitslücken.

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Hohe Verbreitung und parallele Stichtage

Trotz der laufenden Umstellung bleibt Windows 10 weit verbreitet. Nach Schätzungen des Analysedienstes Statcounter greifen weiterhin rund 27,8 Prozent der mit dem Internet verbundenen Windows-Rechner auf die ältere Plattform zu, während Windows 11 auf etwa 71,5 Prozent kommt.

Als wesentliche Ursache für das verhaltene Migrationstempo gelten die 2021 eingeführten Hardwareanforderungen von Windows 11, darunter Sicherheitschips nach TPM-2.0-Standard, Secure Boot und neuere Prozessoren.

Am 13. Oktober 2026 laufen bei Microsoft zudem zwei weitere Support-Fristen ab: Neben dem ersten Windows-10-Übergangsjahr endet die Unterstützung für Office LTSC 2021, und für Windows Server 2012 sowie Windows Server 2012 R2 läuft das dritte und letzte ESU-Jahr unwiderruflich aus.

IT-Sicherheitsexperten warnen davor, dass Betrüger solche Termine gezielt für Täuschungsversuche nutzen, indem sie gefälschte Upgrade-Mails versenden oder unberechtigte Support-Anrufe tätigen. Nutzer sollten Status und Update-Optionen ausschließlich direkt in den Systemeinstellungen ihres Betriebssystems prüfen.

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