Windows 11 26H2: Edge und Outlook starten laut Microsoft 40 Prozent schneller
Veröffentlicht am: 06.10.2026 um 04:31 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Microsoft hat am 29. September 2026 das Betriebssystemupdate Windows 11 26H2 (Build 26300) freigegeben. Die Aktualisierung wird als rund 174 Kilobyte großes Enablement-Paket für Systeme mit den Versionen 24H2 und 25H2 verteilt und erfordert für die Einrichtung lediglich einen einzelnen Neustart.
Neben Anpassungen der Speicherverwaltung bringt das Update vor allem spürbare Zuwächse bei der Ausführungsgeschwindigkeit: Microsoft-Anwendungen wie Edge und Outlook starten demnach rund 40 Prozent schneller, während das Startmenü sowie Kontextmenüs eine um bis zu 70 Prozent verkürzte Reaktionszeit aufweisen.
Optimierte CPU-Nutzung verkürzt Reaktionszeiten
Hinter den Performance-Gewinnen steht unter anderem die Ausweitung des sogenannten Low Latency Profile auf nahezu alle Anwendungen. Dieser Mechanismus taktet den Hauptprozessor bei Aufrufen des Startmenüs, der Suchfunktion, von Benachrichtigungen sowie beim Starten von Programmen für ein bis drei Sekunden auf die Maximalfrequenz hoch.
Das Verfahren folgt dem Ansatz, Rechenaufgaben schnellstmöglich abzuschließen, um die CPU rasch wieder in einen energiesparenden Ruhezustand zu versetzen.
Erste Vorbereitungen für diese App-Start-Optimierungen hatte Microsoft bereits im August 2026 mit dem Update KB5121003 ausgerollt. Laut der offiziellen Microsoft-Dokumentation zeigt sich zudem der Datei-Explorer schneller und reaktionsfähiger; Verbesserungen betreffen neben dem Startverhalten auch die Windows Search sowie die allgemeine Speichereffizienz.
Uneinheitliche Entlastung beim Arbeitsspeicher
Auf unterstützten Systemen sorgt das Update für einen um bis zu 2 Gigabyte reduzierten Basis-RAM-Verbrauch. In Nutzerberichten werden nach dem Umstieg auf Windows 11 26H2 Verringerungen um etwa 1 bis 3 Gigabyte genannt, wobei diese Werte je nach Rechnerkonfiguration variieren.
Ein Test von Windows Latest auf einem Laptop mit 16 Gigabyte Arbeitsspeicher ergab nach dem Neustart einen Rückgang des Verbrauchs von über 10 Gigabyte auf 7 Gigabyte, bei 4 Gigabyte gecachtem und 8,8 Gigabyte verfügbarem Speicher.
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Ein Reddit-Nutzer meldete auf einem System mit 48 Gigabyte RAM einen Rückgang beim Booten von 6,9 Gigabyte auf 4,8 Gigabyte. Auf der Plattform X berichtete der Nutzer @SoyITPro von einem 32-Gigabyte-System, dessen Auslastung von 9,1 Gigabyte unter 25H2 auf 7,5 Gigabyte unter 26H2 sank.
Auf Rechnern mit 8 Gigabyte RAM blieben diese Entlastungen hingegen aus. Messungen zeigten hier weiterhin eine Auslastung von rund 96 Prozent beziehungsweise bis zu 7,4 Gigabyte. Microsoft selbst führt im offiziellen Änderungsprotokoll keine Reduzierung des RAM-Verbrauchs auf und hat entsprechende Effekte bislang nicht offiziell bestätigt.
Speicherstrategie und bekannte Probleme
Bereits am 31. Juli 2026 hatte Microsoft die Speicheroptimierung für Konfigurationen ab 8 Gigabyte zu einer offiziellen Priorität für das Jahr 2026 erklärt.
Der Konzern arbeitet dabei an Anpassungen des Memory Managers, der Speicherkompression sowie der Frameworks WinUI 3 und WebView2. Marcus Ash, Corporate Vice President für Design und Forschung bei Microsoft, verwies auf einen szenario-basierten Ansatz zur Verbesserung der Speichereffizienz.
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Marktdaten von TrendForce zeigen, dass die Vertragspreise für DRAM-Speicher im Jahr 2026 weiter zulegten und im vierten Quartal um 10 bis 15 Prozent gegenüber dem Vorquartal stiegen. Am 7. Oktober 2026 könnten im Rahmen der Veranstaltung „Windows. Surface. NVIDIA RTX Spark“ weitere Einzelheiten zu Speicherverbesserungen folgen.
Der Servicing-Zeitplan für Version 26H2 startete am 29. September 2026. Für die Editionen Home und Pro gilt ein Supportzeitraum von 24 Monaten bis Oktober 2028, während Enterprise- und Education-Versionen 36 Monate Unterstützung erhalten.
Der Rollout erfolgt phasenweise unter Einsatz von Safeguard Holds. Microsoft dokumentiert zum Start vereinzelte Fehler: Geräte der Kategorie USB Audio Class 1.0 können ohne Ton oder gar nicht starten.
In Azure Virtual Desktop mit FSLogix kann es zu einem schwarzen Bildschirm kommen, was das manuelle Starten der explorer.exe oder einen Known Issue Rollback erfordert. Zudem setzt die Isolierung von Maschinenidentitäten einen Domänencontroller auf Basis von Windows Server 2025 oder höher voraus.
