Windows, Herbst-Update

Windows 11 26H2: Herbst-Update mit nur 174 KB für aktuelle Versionen

22.06.2026 - 23:54:48 | boerse-global.de

Microsoft kündigt Windows 11 Version 26H2 für Herbst 2026 an, während Zero-Day-Lücke in Defender und Entra-Fehler für Aufsehen sorgen.

Windows 11 26H2 Update: Neuerungen und kritische Sicherheitslücke
Windows - A glowing, abstract digital shield icon protecting a microchip with lines of code, symbolizing cybersecurity and data protection. 22.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der nächste große Sprung für Windows 11 steht fest: Version 26H2 kommt im Herbst 2026. Doch parallel kämpft Microsoft mit einer kritischen Sicherheitslücke.

Microsoft hat die Weichen für die Zukunft seines Betriebssystems gestellt. Das Unternehmen bestätigte, dass Windows 11 Version 26H2 das nächste große Feature-Update wird. Die Ankündigung fällt jedoch in eine Zeit, in der gleich mehrere Sicherheitsvorfälle für Schlagzeilen sorgen. Ein kritischer Zero-Day-Fehler in Microsoft Defender und eine Umgehung der Conditional-Access-Richtlinien von Entra setzen den Konzern unter Zugzwang.

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Kritische Sicherheitslücke in Defender entdeckt

Sicherheitsforscher haben eine schwerwiegende Schwachstelle in Microsoft Defender aufgespürt. Die als CVE-2026-50656 registrierte und auf den Namen RoguePlanet getaufte Lücke ermöglicht Angreifern vollen SYSTEM-Zugriff auf Windows 10 und Windows 11. Der Fehler, eine sogenannte Race Condition, wurde vom Forscher Nightmare Eclipse entdeckt. Ein Proof-of-Concept-Code ist bereits veröffentlicht. Microsoft arbeitet eigenen Angaben zufolge an einem Sicherheitsupdate.

Doch damit nicht genug: Das Sicherheitsunternehmen NetSPI deckte eine weitere Schwachstelle auf. Angreifer konnten mit einem gestohlenen Azure-Portal-Refresh-Token Microsoft-Graph-Tokens erlangen – und zwar ohne dass die Conditional-Access-Richtlinien von Microsoft Entra griffen. Ausgenutzt wurde dabei die Nested App Authentication (NAA). Microsoft hat nach eigenen Angaben einen Fix für diesen Authentifizierungsfehler ausgerollt.

Das Microsoft Detection and Response Team (DART) veröffentlichte zudem einen Bericht über einen komplexen Angriff, bei dem zwei voneinander unabhängige Bedrohungsakteure gleichzeitig in einer Umgebung aktiv waren. Eine Gruppe namens Storm-2603 war bereits seit Mitte 2025 im Zielnetzwerk unterwegs und nutzte unter anderem SharePoint-Server, Cloudflare-Tunneling und SSH zur Persistenz.

So gelingt der Umstieg auf Version 26H2

Das Update auf Version 26H2 folgt einem durchdachten Schema. Für Nutzer, die bereits Windows 11 24H2 oder 25H2 installiert haben, gestaltet sich der Wechsel überraschend einfach. Sie erhalten ein kleines Enablement-Paket von rund 174 Kilobyte. Dieses schaltet Funktionen frei, die bereits im bestehenden Code schlummern, aber deaktiviert sind. Ein einziger schneller Neustart genügt – der Download ist minimal.

Anders sieht es für Anwender aus, die noch auf Version 23H2 oder älter unterwegs sind. Sie müssen einen vollständigen Download von 6,5 Gigabyte in Kauf nehmen. Die Hardware-Anforderungen bleiben unverändert: 4 Gigabyte RAM, 64 Gigabyte Speicher und ein 1-GHz-Dual-Core-Prozessor mit 64 Bit sind weiterhin Pflicht. Die Build-Nummer nach dem Update lautet 26300.

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Support-Zeiträume und Empfehlungen für Administratoren

Microsoft-Manager Jason Leznek erläuterte die Update-Strategie. Mit Version 26H2 beginnt der Support-Zyklus für berechtigte Geräte von neuem. Home- und Pro-Editionen erhalten 24 Monate Unterstützung, Enterprise- und Education-Versionen sogar 36 Monate.

IT-Administratoren rät Microsoft, sich frühzeitig auf die Einführung vorzubereiten. Werkzeuge wie Microsoft Intune und WSUS stehen zur Verfügung. Empfohlen wird eine schrittweise Ausrollstrategie, um die Kompatibilität in Unternehmensumgebungen zu prüfen. Eine wichtige Einschränkung: Geräte mit Version 26H1, die auf einem anderen Windows-Kern basieren (etwa für bestimmte ARM-Prozessoren), erhalten das Enablement-Paket nicht. Sie folgen einem separaten Update-Pfad.

Neue Funktionen noch vor dem großen Update

Bevor das Herbst-Update kommt, rollt Microsoft im Juni 2026 ein optionales Update aus, das zahlreiche Alltagsprobleme behebt. Zu den Neuerungen zählen ein PC-Rollback-Tool, flexiblere Optionen zum Anhalten von Updates und ein Blaufilter. Auch die Bluetooth-Zuverlässigkeit soll verbessert werden, und die Widget-Benachrichtigungen werden seltener. Diese Verbesserungen sollen im nächsten Monat mit den regulären Sicherheitsupdates breit ausgerollt werden.

de | wissenschaft | 69606439 |