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Windows 11: 513-GB-Logdatei frisst Speicherplatz – Patch am 14. Juli

Veröffentlicht: 09.07.2026 um 15:11 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Microsoft behebt Speicherfehler in Windows 11, der Logdateien auf über 500 GB anwachsen ließ. Ein Update begrenzt die Dateigröße und bereinigt den Speicher automatisch.

Windows 11 Bug: 500 GB Logdatei und Microsofts Lösung
Digitale Illustration von Daten, die in einen Server fließen, mit Binärcode und Leiterplattenelementen, die Systemwiederherstellung darstellen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Speicherfresser entdeckt: Logdatei wuchs auf 513 GB

Der Fehler betrifft die Windows-11-Versionen 24H2 und 25H2. Eine bestimmte Systemdatei namens CapabilityAccessManager.db-wal konnte unkontrolliert wachsen. In einigen Fällen erreichte sie gigantische 513 Gigabyte – und fraß damit den gesamten verfügbaren Speicherplatz auf.

Ursache ist ein Problem mit dem Berechtigungsprotokoll für App-Zugriffe. IT-Administratoren konnten das Wachstum der Datei mit dem robocopy-Befehl oder über die Speichereinstellungen überwachen. Eine manuelle Löschung der Datei ist jedoch riskant: Experten warnen vor möglichen Netzwerkproblemen.

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Microsoft hat den Fehler mit dem optionalen Vorschau-Update KB5095093 Ende Juni 2026 behoben. Der Patch begrenzt die Dateigröße und bereinigt den Speicher automatisch beim nächsten Systemneustart. Der breite Rollout ist für den 14. Juli 2026 im Rahmen des regulären Patch-Dienstags geplant.

Cloud Rebuild: Windows-Neuinstallation ohne USB-Stick

Parallel dazu testet Microsoft eine neue Funktion namens „Cloud Rebuild". Sie ist Teil der Windows-Resiliency-Initiative und in der aktuellen Insider Preview Build 26300.8772 enthalten. Das Tool erlaubt eine komplette Neuinstallation des Betriebssystems direkt über die Microsoft-Server – ohne lästigen USB-Stick oder Installationsmedium.

Der Clou: Selbst wenn der PC nicht mehr bootet, kann der Nutzer über die Windows-Wiederherstellungsumgebung (WinRE) eine frische Version herunterladen. Voraussetzung sind eine stabile Internetverbindung, ein Trusted Platform Module (TPM) und eine digitale Lizenz. Die Funktion lädt ein aktuelles System-Image sowie WHCP-kompatible Treiber von Windows Update.

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Ein Haken: Der Vorgang löscht alle lokalen Daten, Anwendungen und Einstellungen. Microsoft plant zudem eine Integration mit Intune, damit IT-Profis den Wiederherstellungsprozess aus der Ferne auslösen können. Die allgemeine Verfügbarkeit von Cloud Rebuild ist noch für 2026 angekündigt.

Sicherheitslücke in Microsoft Defender geschlossen

Bereits am 9. Juli 2026 veröffentlichte Microsoft ein kritisches Update für die Microsoft Malware Protection Engine. Die als CVE-2026-50656 bekannte Schwachstelle mit dem Codenamen „RoguePlanet" betrifft eine Race Condition in Microsoft Defender. Angreifer hätten damit auf Windows-10- und Windows-11-Systemen erweiterte Systemrechte erlangen können.

Sicherheitsforscher hatten die Lücke bereits Anfang des Jahres entdeckt. Der Fix ist in Version 1.1.26060.3008 der Engine enthalten. Nutzer sollten sicherstellen, dass ihre Sicherheitssoftware auf dem neuesten Stand ist, um das Risiko einer Ausnutzung zu minimieren.

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