Windows, Cloud-Wiederherstellung

Windows 11: Cloud-Wiederherstellung ohne USB-Stick ab 26H2

Veröffentlicht am: 14.09.2026 um 12:51 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Microsoft erprobt für Windows 11 eine cloudbasierte Neuinstallation, flexiblere Bedienhilfen und schnellere Menüs in mehreren Insider-Versionen.

Microsoft testet Windows 11 mit Cloud-Recovery und neuem Design
Ein moderner Serverraum mit symmetrisch angeordneten Server-Racks in einem hellen, minimalistischen Raum ohne Text. Illustration mit AI erstellt.

Der Softwarekonzern Microsoft hat eine Reihe neuer Testversionen für das Betriebssystem Windows 11 veröffentlicht. Die aktuellen Insider-Builds, darunter die Beta-Version 26620.9343 sowie die experimentelle Fassung 26340.9354 auf Basis von Version 26H2, enthalten weitreichende Neuerungen in den Bereichen Systemwiederherstellung, Barrierefreiheit und Benutzeroberfläche. Ein Schwerpunkt der Aktualisierungen liegt auf der Vereinfachung von Wartungsprozessen und einer verbesserten Performance des Betriebssystems.

Cloud-Wiederherstellung ohne externe Speichermedien

Eine wesentliche technische Neuerung betrifft die Systemwiederherstellung. Im Insider Beta Build 26220.9343 führt Microsoft eine Funktion zur Cloud-Neuinstallation ein.

Dieses Verfahren ermöglicht es sowohl Endnutzern als auch IT-Administratoren, die ursprüngliche Werkskonfiguration eines Geräts direkt von den Microsoft-Servern zu laden. Ein physisches Installationsmedium, etwa ein USB-Stick oder ein Image-Datenträger, ist für diesen Prozess nicht mehr erforderlich.

Die Wiederherstellung erfolgt dabei ausschließlich über eine Netzwerkverbindung per Ethernet oder Wi-Fi. Nutzer können auf diesen Dienst entweder über die Windows-Wiederherstellungsumgebung nach Startfehlern oder direkt über die Systemeinstellungen unter dem Punkt Wiederherstellung zugreifen. Das benötigte Windows-Image sowie die erforderlichen Treiber werden laut Berichten über Windows Update bereitgestellt.

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Ergänzend dazu besteht nun die Möglichkeit, das aktive Wi-Fi-Profil aus der laufenden Windows-Sitzung in der Wiederherstellungsumgebung zu speichern, um die Netzwerkverbindung während des Reparaturvorgangs zu sichern.

Verbesserungen bei Barrierefreiheit und Systemsteuerung

Im Bereich der Bedienhilfen wurden die Funktionen der Sprachausgabe (Narrator) und der Bildschirmlupe (Magnifier) erweitert. Die Sprachausgabe ist nun in der Lage, mathematische Gleichungen in den Anwendungen Word und PowerPoint vorzulesen. Diese Funktion lässt sich über eine spezifische Tastenkombination auslösen.

Die Bildschirmlupe unterstützt in den neuen Testversionen zudem individuelle Zoomstufen für verschiedene Monitore. In Multi-Monitor-Setups kann so beispielsweise auf einem Bildschirm eine Vergrößerung von 300 % eingestellt werden, während ein zweiter Monitor mit 150 % betrieben wird.

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In den Systemeinstellungen und der Benutzeroberfläche wurden ebenfalls Anpassungen vorgenommen. Die sogenannte „Resume-Hovercard“ bietet Nutzern nun proaktiv die Installation eines Browsers oder die Auswahl eines Standardbrowsers an. Demgegenüber wurde die Druckverwaltung (Print Management) vorübergehend aus den Insider-Builds entfernt.

Optimierung der Benutzeroberfläche und Performance

Für die experimentelle Preview-Version 26340.9212 hat Microsoft das Kontextmenü grundlegend überarbeitet, um die Arbeitsgeschwindigkeit zu erhöhen. Häufig genutzte Befehle wie Ausschneiden, Kopieren und Umbenennen sind als Schaltflächen am oberen Rand platziert. Die Optionen „Öffnen“ und „Öffnen mit“ rücken an den Anfang der Liste, was der Struktur von Windows 10 entspricht.

Seltener benötigte Funktionen werden in ein Untermenü für App-Erweiterungen ausgelagert, um die Ladezeit des Menüs zu verkürzen. Diese Änderungen sollen mit der Version Windows 11 26H2 allgemein verfügbar werden, wobei eine Rückkehr zum klassischen Stil weiterhin möglich bleibe.

Zusätzlich zeigen Vorabversionen Anzeichen für ein neues Design des Mauszeigers. Dieser ist laut Beobachtungen breiter und symmetrischer gestaltet, mit einem weicheren Rand und ohne den bisherigen dünnen Pfeilschwanz. Das Design orientiert sich an den Fluent-UI-System-Icons in einer Größe von 32 Pixeln. Eine offizielle Ankündigung für einen dauerhaften Wechsel des Standard-Cursors liegt jedoch noch nicht vor.

Die Suche im Datei-Explorer für den Bereich „Dieser PC“ nutzt in der Experimental-Version nun den System-Indexer. Dies soll die Suchgeschwindigkeit deutlich steigern. Nutzer erhalten beim ersten Aufruf einen entsprechenden Hinweis und können die Funktion bei Bedarf deaktivieren.

Microsoft verteilte die aktuellen Previews über verschiedene Kanäle, wobei neben den genannten Versionen auch Builds für die Zweige 25H2 and 26H1, wie etwa die Release Preview 28000.3079, berücksichtigt wurden.

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