Windows, Juli-Update

Windows 11 Juli-Update: Point-in-Time Restore bis 72 Stunden

Veröffentlicht: 16.07.2026 um 09:54 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Microsofts Juli-Update für Windows 11 bringt eine 72-Stunden-Systemwiederherstellung sowie zahlreiche Sicherheitskorrekturen und Bedienverbesserungen.

Windows 11: Neues Point-in-Time Restore Feature im Juli-Update
Leuchtendes digitales Zifferblatt auf einem Computerbildschirm mit Zeitleiste, das Datenwiederherstellung und System-Rollback in Windows 11 darstellt. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Microsoft hat im Rahmen des Juli-Updates 2026 eine neue Funktion namens „Point-in-Time Restore“ für Windows 11 veröffentlicht. Das Tool erlaubt es Nutzern, das gesamte Betriebssystem inklusive Anwendungen, Einstellungen und lokaler Dateien auf einen früheren Zustand zurückzusetzen – und das bis zu 72 Stunden rückwirkend.

Automatische System-Snapshots und Voraussetzungen

Die Funktion arbeitet mit automatischen System-Snapshots, die alle 24 Stunden erstellt werden. Diese Aufzeichnungen bleiben für ein rollierendes Drei-Tage-Fenster erhalten, sodass Nutzer innerhalb von 72 Stunden größere Systemänderungen rückgängig machen oder sich von Softwareproblemen erholen können. Für die Snapshots reserviert Windows maximal zwei Prozent des gesamten Speicherplatzes.

Um das Tool zu nutzen, müssen Anwender in die Windows-Wiederherstellungsumgebung (WinRE) wechseln. Voraussetzung ist zudem eine Betriebssystempartition von mindestens 200 Gigabyte. Wichtig: Die Wiederherstellung umfasst zwar lokale Dateien, aber alle Daten, die nach dem gewählten Snapshot-Zeitpunkt erstellt oder geändert wurden, gehen bei der Wiederherstellung verloren.

Standardmäßig aktiviert – mit Ausnahmen

Für Privatanwender und nicht verwaltete Windows-11-Pro-Geräte ist die Funktion standardmäßig aktiviert. Anders sieht es in Unternehmen aus: Für Enterprise-, Education- und verwaltete Pro-Geräte bleibt Point-in-Time Restore zunächst deaktiviert – bis zum Update 26H2.

Laut Branchenberichten plant Microsoft, die Fernverwaltung dieser Funktion künftig über Intune zu ermöglichen. Der Rollout kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Windows laut Marktforschungsdaten vom Juni 2026 weltweit einen Marktanteil von 72 Prozent hält.

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Verbesserungen am Nutzererlebnis

Neben dem Wiederherstellungs-Tool bringt das Juli-Update mehrere Verfeinerungen für Windows 11. Eine wesentliche Änderung betrifft das Widgets-Board: Es öffnet sich nicht mehr automatisch, wenn der Nutzer mit der Maus über das Taskbar-Symbol fährt. Auch der „Discover“-Feed wurde hinter einen gezielten Klick verschoben – das soll Ablenkungen reduzieren.

Die Update-Verwaltung wurde ebenfalls überarbeitet: Nutzer können Updates nun für bis zu 35 Tage pausieren und das Enddatum über eine Kalenderoberfläche festlegen. Nach Ablauf der Frist ist eine Verlängerung möglich.

Weitere Neuerungen umfassen ein verbessertes Speichermanagement für KI-Modelle auf Systemen mit mehr als 32 Gigabyte RAM, neue Spracheingabe-Unterstützung für Französisch, Deutsch und Spanisch sowie verschiedene Fehlerbehebungen für den Datei-Explorer und Bluetooth-Verbindungen.

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Rekord-Sicherheitsupdate und Hardware-Sperren

Das Update KB5101650 ist auch sicherheitstechnisch bemerkenswert: Microsoft hat mehr als 570 Schwachstellen geschlossen – ein Rekordwert. Darunter befinden sich kritische Korrekturen für zwei aktiv ausgenutzte Sicherheitslücken: eine Schwachstelle in SharePoint Server sowie ein Problem mit Rechteausweitung in Active Directory Federation Services (AD FS). Zudem wurde eine als hochriskant eingestufte Hyper-V-Escape-Lücke behoben.

Trotz des breiten Rollouts hat Microsoft das Update vorübergehend für bestimmte Dell-Systeme mit Intel-Prozessoren blockiert. Grund sind Berichte über mögliche Überhitzungsrisiken und unerwartete Systemabstürze auf spezifischen Hardware-Konfigurationen.

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