Windows, Kritischer

Windows 11: Kritischer Bug füllt Festplatte mit 500 GB Protokolldatei

Veröffentlicht: 08.07.2026 um 13:05 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Ein Programmierfehler in Windows 11 lässt die CapabilityAccessManager.db-wal auf bis zu 500 Gigabyte anwachsen. Microsoft liefert nun einen Patch.

Windows 11 Bug: Protokolldatei frisst bis zu 500 GB Speicherplatz
Nahaufnahme einer teilweise zerlegten Computerfestplatte mit sichtbaren Innenkomponenten unter kühlem Licht. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Ein schwerwiegender Fehler in Windows 11 kann die Festplatte mit einer überbordenden Protokolldatei füllen. Microsoft hat nun einen Patch veröffentlicht.

Das Problem betrifft die Datei CapabilityAccessManager.db-wal, die eigentlich nur wenige Megabyte groß sein sollte. Sie protokolliert, welche Apps auf Hardware wie Mikrofon oder Kamera zugreifen. Doch ein Programmierfehler verhindert, dass sich diese Protokolldatei komprimiert – mit verheerenden Folgen.

Speicherfresser im Verborgenen

Betroffene Nutzer berichten von Dateigrößen zwischen 70 und 200 Gigabyte. In Extremfällen wuchs die Logdatei sogar auf über 500 Gigabyte an. Das Problem ist tückisch: Die Datei liegt in einem versteckten Systemverzeichnis und bleibt daher oft unbemerkt.

Microsoft rät, die Speichernutzung in den Windows-Einstellungen zu prüfen. Zeigt der Bereich „System & reserviert" mehr als 65 Gigabyte an, könnte der Bug zuschlagen.

Update schafft Abhilfe

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Bereits am 23. Juni 2026 veröffentlichte Microsoft das optionale Update KB5095093. Es behebt das Problem für die Windows-11-Builds 26200.8737 und 26100.8737. Wer das optionale Update nicht manuell installiert, bekommt den Fix automatisch am 14. Juli 2026 mit dem regulären Patch-Day.

Wichtig: Die Datei nicht einfach löschen. Das kann zu Systemabstürzen oder dem Verlust der WLAN-Verbindung führen. Wer den Patch nicht abwarten kann, sollte die Datei in der Windows-Wiederherstellungsumgebung oder im abgesicherten Modus umbenennen.

BitLocker-Probleme auf Business-Geräten

Ein zweites Problem sorgt derzeit für Kopfzerbrechen in Unternehmen. Das Juni-Update KB5094126 löst auf einigen High-End-Notebooks BitLocker-Wiederherstellungsschleifen und Startfehler aus.

Betroffen sind unter anderem HP EliteBook 840 G10, ProBook 460 G11 und die ZBook-Serie sowie das Dell Precision 7530. Ursache sind zu kleine EFI-Partitionen, die neue Secure-Boot-Zertifikate nicht aufnehmen können.

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Einige Nutzer halfen sich, indem sie Secure Boot im BIOS vorübergehend deaktivierten. Microsoft hat den Konflikt bislang nicht offiziell bestätigt. Experten raten betroffenen Unternehmen, Updates bis zum Juli-Patch-Day zurückzustellen.

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