Windows 11: Low Latency Profile macht Menüs 70% schneller
28.05.2026 - 12:13:47 | boerse-global.deMicrosoft hat ein umfangreiches Vorschau-Update für Windows 11 veröffentlicht, das die Systeme grundlegend beschleunigen soll. Der Patch KB5089573 steht für die Versionen 24H2 und 25H2 bereit und markiert den Startschuss für die neue „Windows K2"-Initiative des Konzerns.
Die Aktualisierung umfasst die Builds 26100.8524 und 26200.8524 – jeweils für x64- und ARM64-Architekturen. Die Paketgrößen liegen bei rund 5,3 Gigabyte beziehungsweise 4,8 Gigabyte.
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Bis zu 70 Prozent mehr Reaktionsfähigkeit
Herzstück des Updates ist das sogenannte Low Latency Profile (LLP). Diese Funktion erlaubt es der CPU, bei bestimmten Benutzerinteraktionen für ein bis drei Sekunden auf die maximale Taktfrequenz hochzufahren. Das Ergebnis: spürbar flüssigere Bedienung.
Laut technischen Analysen lassen sich dadurch App-Starts um bis zu 40 Prozent beschleunigen – insbesondere bei Programmen wie Edge und Outlook. Noch deutlicher fällt der Gewinn bei den sogenannten Shell-Erfahrungen aus: Startmenü, Suchfunktionen und Kontextmenüs reagieren bis zu 70 Prozent schneller. Microsoft rollt die Funktion schrittweise aus. Enthusiasten können LLP bereits manuell über Drittanbieter-Tools aktivieren – allerdings auf Kosten von Akkulaufzeit und Stromverbrauch.
Task-Manager überwacht jetzt KI-Chips
Der Windows Task-Manager erhält ein bedeutendes Upgrade: Erstmals lassen sich Neurale Prozessoreinheiten (NPUs) überwachen. Neue Spalten zeigen die NPU-Auslastung, den verwendeten NPU-Engine sowie den belegten dedizierten und gemeinsamen NPU-Speicher an. Parallel dazu liefert Microsoft aktualisierte KI-Komponenten (Version 1.2605.856.0), die Bildersuche, Inhaltsanalyse und semantische Auswertungen unterstützen.
Auch bei Konnektivität und Multimedia tut sich einiges: Bluetooth LE Audio Sharing ermöglicht die gleichzeitige Audio-Übertragung an mehrere Geräte. Die Multi-App-Kameraunterstützung erlaubt mehreren Programmen den parallelen Zugriff auf die Webcam. Weitere Verbesserungen betreffen die Zuverlässigkeit von USB4-Displays, Touch-Gesten und dem Datei-Explorer.
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Sicherheits-Update: Alte Zertifikate laufen aus
Ein kritischer Punkt betrifft die Secure-Boot-Infrastruktur. Microsoft ersetzt die seit 2011 verwendeten Secure-Boot-Zertifikate, die Ende Juni 2026 auslaufen. Die neuen Zertifikate von 2023 sind bis 2038 gültig. Systeme, die nicht rechtzeitig aktualisieren, riskieren Probleme bei boot-kritischen Updates und künftigen Funktionsinstallationen.
Bekannte Installationshürde
Trotz der Fortschritte warnt Microsoft vor einem spezifischen Problem: Fehlercode 0x800f0922 kann den Installationsprozess stoppen. Der Fehler tritt auf, wenn die EFI-Systempartition weniger als 10 Megabyte freien Speicher hat. In diesem Fall bricht die Installation bei etwa 35 Prozent ab.
Der Rollout erfolgt in mehreren Phasen. Microsoft setzt sowohl auf eine schrittweise als auch auf eine normale Verteilungsstrategie, um die Stabilität auf der vielfältigen Windows-11-Hardwarelandschaft zu gewährleisten.
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