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Windows 11: Microsoft behebt 500-GB-Speicherfresser mit Juli-Update

Veröffentlicht am: 29.07.2026 um 15:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Microsofts optionale Vorschau-Updates für Windows 11 beheben einen massiven Speicherfehler und bringen Leistungsverbesserungen sowie neue Funktionen für die Benutzeroberfläche.

Windows 11 Juli-Updates: Tempo, Speicher-Bug und neue Features
Moderner Laptop-Bildschirm mit Windows-11-Oberfläche in einem professionellen Büro. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Microsoft hat Ende Juli 2026 optionale Vorschau-Updates für Windows 11 veröffentlicht. Die Patches KB5101684 und KB5101681 zielen auf Leistungsengpässe, Speicherfehler und Verbesserungen der Benutzeroberfläche ab.

KB5101684: Mehr Tempo und neue Funktionen

Am 29. Juli 2026 brachte Microsoft das Update KB5101684 für Windows 11 Versionen 24H2 und 25H2 an den Start. Die neuen Builds 26100.8973 und 26200.8973 sollen die Reaktionsfähigkeit zentraler Systemkomponenten deutlich verbessern. Der Datei-Explorer zeigt Dateigrößen nun standardmäßig in KB, MB und GB an. Ein weiteres praktisches Feature: Ordner lassen sich per Mausklick auf das Mausrad in neuen Tabs öffnen.

Die Voice Isolation für die Sprachsteuerung Voice Access wurde um drei verschiedene Modi erweitert. Das soll die Audioqualität bei der Befehlseingabe verbessern. Besitzer von Copilot+-PCs erhalten zudem die Möglichkeit, KI-Komponenten zu entfernen.

Weitere Neuerungen: Windows Search verarbeitet Tippfehler besser, Widgets zeigen jetzt Akzentfarben an, und die Energiesparschwellen in den Systemeinstellungen wurden wiederhergestellt. Auch die Sicherheit profitiert: Windows Hello Enhanced Sign-in Security unterstützt nun externe Fingerabdruckscanner.

Speicherfresser gestoppt: 500-GB-Problem gelöst

Ein besonders ärgerlicher Bug hatte im Sommer für Frust gesorgt. Die Datenbankdatei CapabilityAccessManager.db-wal konnte auf bis zu 500 Gigabyte anwachsen – obwohl sie normalerweise nur wenige Megabyte groß ist. Ursache war ein Protokollierungsfehler bei wiederholten Zugriffsanfragen. Microsoft hatte bereits im Juni eine erste Lösung bereitgestellt, die nun in den Juli-Updates integriert ist.

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Ebenfalls behoben: Ein Problem mit der Mobilgeräteverwaltung (MDM) . Nach einem Sicherheitsupdate am 14. Juli 2026 wurden einige Geräte fälschlicherweise als nicht konform eingestuft. Die neuen Vorschau-Builds korrigieren diesen Fehler.

KB5101681: Update-Pause und neue Sprachoptionen

Für Nutzer des 26H1-Zweigs veröffentlichte Microsoft am 28. und 29. Juli 2026 das Update KB5101681. Es führt eine datumsbasierte Update-Pause ein: Über eine Kalenderoberfläche lassen sich Updates für bis zu 35 Tage verschieben. Hinzu kommen ein Bildschirm-Überlagerungsfilter und erweiterte Sprachoptionen für die Sprachsteuerung – darunter Französisch, Deutsch und Spanisch.

Stabilität nach Ausfällen

Die Vorschau-Updates folgen auf eine Service-Störung am 23. Juli 2026, die Azure und Microsoft 365 betraf und auch Windows Update blockierte. Microsoft testet nun Verbesserungen am Windows Update Orchestrator und Arbiter. Diese Änderungen, derzeit in Insider-Builds in der Erprobung, sollen die Berechnung des Update-Fortschritts präzisieren und die Systembereinigung nach der Installation optimieren. Ziel ist es, künftige Ausfälle bei der Update-Auslieferung zu verhindern.

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Speicher richtig verwalten

Microsoft hat Ende Juli zudem Empfehlungen zur Festplattenverwaltung herausgegeben. Nutzer sollten die integrierten Tools wie Storage Sense und den Bereich „Temporäre Dateien" in den Systemeinstellungen verwenden – statt Dateien manuell aus dem WinSxS-Ordner zu löschen. Für Systemadministratoren bleibt das Windows Update Cleanup Tool die sicherste Methode, um überflüssige Systemdateien zu entfernen. Zwar lassen sich mit erweiterten Befehlen wie DISM die Komponentenspeicher verkleinern, doch Microsoft warnt: Das endgültige Festlegen von Updates über bestimmte Reset-Befehle sollte nur die letzte Option sein – es verhindert die Deinstallation früherer Updates.

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