Windows 11: Microsoft behebt Monster-Bug mit 200 GB Speicherverlust
Veröffentlicht: 03.07.2026 um 02:53 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Jetzt liefert Microsoft die Lösung.
Der Fehler steckte im Capability Access Manager (CAM) – einer Funktion, die eigentlich die Zugriffsrechte von Apps verwaltet. Eine Datenbankdatei namens CapabilityAccessManager.db-wal wuchs dort unkontrolliert an. Betroffene Nutzer berichteten von Speicherverlusten zwischen 70 und 200 Gigabyte. Besonders problematisch war das für Geräte mit kleinen SSDs von 128 oder 256 GB – hier konnte der Bug das System praktisch lahmlegen.
Das Update bringt die Rettung
Der Fix steckt im optionalen Vorschau-Update KB5095093 für Windows 11 Version 24H2 und 25H2. Neben der Speicherbereinigung bringt das Update kleinere Neuerungen: Das Emoji-Panel tauscht Tenor gegen GIPHY aus, und der Datei-Explorer reagiert beim Einbinden von Datenträgern jetzt spürbar flotter.
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Doch damit nicht genug. Am 2. Juli 2025 veröffentlichte Microsoft gleich mehrere optionale Updates (KB5095186, KB5095615, KB5102558), die die Windows-Wiederherstellungsumgebung (WinRE) und die Setup-Programme verbessern – auch für Systeme mit Snapdragon-X2-Chips.
Mehr Tempo, weniger Abstürze
Das Juli-Update KB5089573 führt ein neues Low-Latency-Profil ein. Die internen Messwerte versprechen bis zu 40 Prozent schnellere App-Starts und eine um 70 Prozent höhere Geschwindigkeit bei System-Flyouts. Zudem können Nutzer jetzt Bluetooth mit zwei Geräten gleichzeitig teilen. Auch der Task-Manager erhielt mehrere Verbesserungen.
Um die berüchtigten Blue Screens of Death einzudämmen, startete Microsoft auf der WinHEC 2025 die Driver Quality Initiative (DQI) . Das Programm setzt strengere Zuverlässigkeitsstandards und fördert den Einsatz von Microsoft-eigenen Klassen- und Benutzermodustreibern.
Die Hardware-Hersteller ziehen mit: Intel veröffentlichte am 30. Juni aktualisierte Bluetooth- und WLAN-Treiber (Version 24.50.0), die den DQI-Anforderungen entsprechen. Auch AMD hat sich der Initiative angeschlossen.
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Rückblick auf ein turbulentes Jahr
Der Stabilitätsfokus kommt nicht von ungefähr. Im Januar 2025 musste Microsoft zwei Notfall-Updates veröffentlichen, nachdem ein reguläres Patch-Tuesday-Update schwere Probleme verursacht hatte. Cloud-Anwendungen froren ein, die Remotedesktop-Funktion und der Ruhemodus waren gestört.
Zeitplan für den Umstieg
Für IT-Abteilungen wird es jetzt eng: Der Support für Windows 11 Version 24H2 endet für Privatanwender am 13. Oktober 2025, für Unternehmen am 12. Oktober 2026. Die meisten Systeme wechseln bereits auf Version 25H2, die auf der Germanium-Plattform basiert.
Seit Juli 2025 sind zudem Vorschau-Builds für Version 26H2 verfügbar. Sie bringen verstellbare Taskleisten-Größen, einen überarbeiteten Bereich für Datenschutz und Sicherheit mit integrierten Passkeys sowie neue Bildschirmtönungen zur Reduzierung von Augenbelastung.
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