Windows 11: Microsoft bringt Taskbar-Features zurück – aber Ordner-Pinnen fehlt weiter
20.05.2026 - 23:50:29 | boerse-global.de
Die Taskbar lässt sich wieder verschieben und verkleinern – doch eine native Funktion zum Anheften von Ordnern sucht man weiterhin vergeblich.
Bewegliche Taskbar und kompakter Modus kehren zurĂĽck
Am 15. Mai 2026 begann Microsoft mit der Auslieferung des Experimental Preview Builds 26300.8493 an Tester im Windows Insider Program. Zusammen mit dem Beta Build 26220.8474 kehrt eine Funktion zurück, die jahrzehntelang zum Windows-Standard gehörte: Die Taskbar lässt sich wieder an den oberen, linken oder rechten Bildschirmrand verschieben.
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Die neuen Optionen finden sich im Bereich „Taskbar-Verhalten“ der Personalisierungs-Einstellungen. Zusätzlich gibt es einen Schalter für eine „kleinere Taskbar“. Damit schrumpfen sowohl die Symbole als auch die Höhe der Leiste – ein Segen für Besitzer kleinerer Laptops oder hochauflösender Displays.
Diego Baca, Design-Direktor bei Microsoft, bestätigte Mitte Mai, dass die verschiebbare Taskbar zu den am häufigsten gewünschten Features der Community zählt. Das Unternehmen wolle nun Kernfunktionen liefern, ohne die Stabilität zu gefährden.
Doch ein Haken bleibt: Der Eintrag „An Taskbar anheften“ im Kontextmenü funktioniert weiterhin nur für ausführbare Programme. Ordner landen lediglich in der sekundären „Jump List“ des Datei-Explorers – ein Umweg, der viele Nutzer frustriert.
Der Explorer-Workaround bleibt unverzichtbar
Da die aktuellen Builds keine native „Ordner anpinnen“-Funktion bieten, greifen Power-User weiterhin auf einen bewährten Trick zurück. Die Methode täuscht der Taskbar vor, dass ein Ordnerpfad ein Programmstartbefehl sei.
Der Workaround läuft in drei Schritten ab:
- Desktop-VerknĂĽpfung fĂĽr den Zielordner erstellen
- In den Eigenschaften das Zielfeld um „explorer“ plus Leerzeichen vor dem Pfad ergänzen
- Die VerknĂĽpfung nun via KontextmenĂĽ an die Taskbar heften
Die Methode funktioniert nicht nur für Standardordner, sondern auch für ganze Laufwerke und bestimmte Systemsteuerungs-Applets. Mit einem eigenen Icon lässt sich die angeheftete Verknüpfung optisch vom Datei-Explorer unterscheiden.
Stabilitätsprobleme und die Altlasten des 24H2-Updates
Die Abhängigkeit von solchen Workarounds hat sich nach den Stabilitätsproblemen Anfang 2026 noch verstärkt. Im Januar berichteten zahlreiche Nutzer von einem bug in Windows 11 Version 26100.4061 (einem 24H2-Update), bei dem die „An Taskbar anheften“-Funktion zeitweise komplett ausfiel – selbst für Standardanwendungen.
Die Microsoft-Foren waren damals voller Beschwerden, dass die Optionen „An Start anheften“ und „An Taskbar anheften“ aus dem Rechtsklick-Menü verschwunden waren. Die Panne offenbarte die Fragilität des für Windows 11 neu geschriebenen Taskbar-Codes. Zwar haben Patches im späten Frühjahr die meisten Probleme behoben, doch Analysten sprechen im April 2026 von einem erheblichen „technischen Schuldenberg“ der Neugestaltung.
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Die langsame Wiedereinführung von Features – wie der vertikalen Taskbar oder der Möglichkeit, Taskbar-Labels zu trennen – zeigt, wie vorsichtig Microsoft vorgeht. Die Mai-Updates gelten als symbolisches Eingeständnis, dass das 2021 eingeführte, stark vereinfachte Desktop-Layout für professionelle Umgebungen zu restriktiv war.
Ausblick auf das 26H2-Herbst-Update
Während Microsoft die Taskbar-Verbesserungen weiter in den Experimental- und Beta-Kanälen testet, blickt die breite Nutzerbasis auf das erwartete 26H2-Feature-Update im Herbst 2026. Analysten sehen in der aktuellen Fokussierung auf „wiederhergestellte Proportionen“ des Desktops eine direkte Reaktion auf jahrelanges Nutzerfeedback.
Die Rückkehr einer verschiebbaren und skalierbaren Taskbar markiert eine deutliche Kurskorrektur. Doch das Fehlen einer nativen Ordner-Anheftung zeigt: Microsoft betrachtet die Taskbar weiterhin primär als App-Starter, nicht als Dateiverwaltungszentrale. Bis auf Weiteres bleibt der „explorer.exe“-Trick die einzige Möglichkeit für schnellen Ordnerzugriff.
Microsoft hat weitere Evaluierungen angedeutet – darunter unterschiedliche Taskbar-Positionen für einzelne Monitore und vollständige Drag-and-Drop-Unterstützung für alternative Positionen. Doch solange kein offizielles „Ordner anpinnen“ im Shell-Kontextmenü integriert ist, werden die Community-Workarounds für Power-User unverzichtbar bleiben.
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