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Windows 11: Microsoft erhöht OEM-LizenzgebĂŒhren deutlich

Veröffentlicht am: 14.08.2026 um 11:08 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Microsoft verteuert Windows-11-Lizenzen fĂŒr PC-Hersteller, was Endkundenpreise steigen lĂ€sst. EU-Version erhĂ€lt mehr Freiheiten, wĂ€hrend Sicherheitsupdates 421 Fehler beheben.

Microsoft erhöht Windows-11-LizenzgebĂŒhren: Höhere PC-Preise erwartet
Ein moderner Schreibtisch mit einem Laptop und einem Desktop-PC in einer hellen, professionellen Arbeitsumgebung. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

In der Strategie von Microsoft zeichnet sich eine deutliche Kostensteigerung fĂŒr Hardware-Partner ab, die unmittelbare Auswirkungen auf den Endkundenmarkt haben wird.

Wie am 12. August 2026 bekannt wurde, erhöht der Softwarekonzern die OEM-LizenzgebĂŒhren fĂŒr Windows 11. Dieser Schritt fĂŒhrt zu steigenden Preisen fĂŒr neue PCs und schafft fĂŒr die bestehende Nutzerbasis von Windows 10 einen weiteren Anreiz, den Umstieg auf das aktuelle Betriebssystem hinauszuzögern.

Steigende Kosten belasten den Hardware-Markt

Die Anhebung der GebĂŒhren fĂŒr ErstausrĂŒster (Original Equipment Manufacturer, OEM) gilt als Hauptursache fĂŒr die erwartete Verteuerung von Windows-11-GerĂ€ten. Branchenbeobachter wiesen darauf hin, dass die Preiserhöhung den Migrationsdruck auf Nutzer Ă€lterer Systeme nicht verringere, sondern im Gegenteil die AttraktivitĂ€t eines Verbleibs bei Windows 10 steigere.

FĂŒr viele Anwender stelle die finanzielle HĂŒrde beim Neukauf eines PCs nun ein zusĂ€tzliches Hindernis dar, wĂ€hrend die UnterstĂŒtzung fĂŒr das VorgĂ€ngersystem allmĂ€hlich auslĂ€uft.

Parallel dazu treibt eine allgemeine Knappheit bei DRAM-Speichermodulen die Preise im PC-Sektor weiter nach oben. Im direkten Preisvergleich zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Plattformen: WĂ€hrend ein HP OmniBook 5 mit etwa 549,99 US-Dollar gelistet wird, erreicht ein MacBook Air M5 einen Preis von 1.299 US-Dollar.

Trotz der Preisvorteile bei der Anschaffung von Windows-Hardware gewinnen Apple-GerĂ€te durch eine ĂŒberlegene Akkulaufzeit von bis zu 20 Stunden und die Leistung des M5-Max-Chipsatzes an Boden.

Regionale Unterschiede durch EU-Regulierung

Ein wesentlicher Aspekt der aktuellen Windows-Strategie ist die Fragmentierung der FunktionsumfÀnge zwischen verschiedenen WirtschaftsrÀumen. Aufgrund der Anforderungen des Digital Markets Act (DMA) bietet Microsoft in der EuropÀischen Union eine Version von Windows 11 an, die deutlich mehr Nutzerfreiheiten gewÀhrt. Dazu gehört die Möglichkeit, vorinstallierte Microsoft-Apps vollstÀndig zu deinstallieren und den Standard-Browser systemweit festzulegen.

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Zudem wird in der EU-Version eine tiefergehende Integration von iPhones getestet, die unter anderem das gerĂ€teĂŒbergreifende Kopieren und EinfĂŒgen ermöglichen soll. Diese Tests sind bis zum Herbst 2027 angesetzt. Microsoft stellte jedoch klar, dass derzeit keine PlĂ€ne existieren, diese spezifischen EU-Funktionen auch auf dem US-Markt einzufĂŒhren.

Sicherheits-Updates und technische Anpassungen

Neben der Preisgestaltung stehen technische Korrekturen im Fokus. Mit dem Patch-Tuesday-Update vom 12. August 2026 (KB5121003 fĂŒr die Versionen 24H2 und 25H2) adressierte Microsoft insgesamt 421 Probleme. Davon entfallen etwa 400 Korrekturen auf SicherheitslĂŒcken, wobei 42 Schwachstellen als kritisch eingestuft wurden.

Besonders hervorzuheben ist die LĂŒcke CVE-2026-68820 im Bereich Winsock, die laut Unternehmensangaben bereits aktiv fĂŒr Privilegieneskalationen ausgenutzt wird. Weitere kritische Fixes betreffen Remote-Code-Execution-Risiken im Windows DNS Server und im Exchange-Umfeld.

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Der Umstieg auf ein neues System bringt oft technische Unsicherheiten mit sich, besonders wenn die Hardware offiziell als nicht kompatibel eingestuft wird. Ein legaler Weg ermöglicht die Installation jedoch ohne Neukauf – eine kostenlose Anleitung erklĂ€rt den einfachen Ablauf fĂŒr Nutzer Ă€lterer PCs. Windows 11 ohne teure neue Hardware installieren

Da im Jahr 2026 zudem zahlreiche Secure-Boot-Zertifikate auslaufen, warnte Microsoft davor, dass nach der installation des Updates mehrere Systemneustarts erforderlich sein könnten. Administratoren wurde empfohlen, die Installation nicht lĂ€nger als drei Tage hinauszuzögern. Der nĂ€chste regulĂ€re Patch-Termin ist fĂŒr den 8. September 2026 terminiert.

Herausforderungen bei Outlook und Sicherheitsstatistiken

In der Anwendungsebene kĂ€mpft Microsoft weiterhin mit der Akzeptanz des „neuen Outlook“. Um den Umstieg fĂŒr Nutzer der klassischen Anwendung weniger aufdringlich zu gestalten, wurde ein Eingriff in die Registrierungsdatenbank bekannt. Durch das Setzen des DWORD-Werts „HideNewOutlookToggle“ auf 1 unter einem spezifischen Pfad in den Office-Optionen lĂ€sst sich der Schalter zur neuen Outlook-Version dauerhaft ausblenden.

Abschließend werfen aktuelle Studien ein neues Licht auf die Sicherheit der Betriebssysteme. Laut einer Untersuchung von Kaspersky aus dem Jahr 2026 meldeten 12 Prozent der macOS-Nutzer Malware-Infektionen, wĂ€hrend dieser Wert bei Windows-Nutzern bei 9 Prozent lag.

Die Studie fĂŒhrt dies unter anderem darauf zurĂŒck, dass macOS-Anwender seltener Sicherheitssoftware installieren und hĂ€ufiger auf verdĂ€chtige Links klicken. Dennoch bleibt die Sicherheit ein kritisches Thema fĂŒr alle Plattformen, wie eine kĂŒrzlich geschlossene AuthentifizierungslĂŒcke in Apples Screen-Sharing-Funktion unterstreicht.

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