Windows 11: Microsoft erlaubt Copilot-Taste umzubelegen
Veröffentlicht am: 21.07.2026 um 07:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ende der Zwangs-KI auf der Tastatur
Die spezielle Copilot-Taste auf Windows-11-Geräten war von Anfang an umstritten. Viele Nutzer störten sich daran, dass der physische Knopf fest der Microsoft-KI zugeordnet war – und das oft auf Kosten gewohnter Tasten wie der rechten Strg-Taste oder der Kontextmenü-Taste. Nun lenkt der Konzern ein: Ein für 2026 geplantes Update wird es ermöglichen, die Copilot-Taste nach eigenen Wünschen zu belegen.
Die Einstellung findet sich dann im Tastatur-Menü der Windows-Einstellungen. Nutzer können zwischen der ursprünglichen Copilot-Funktion, der rechten Strg-Taste und der Kontextmenü-Taste wählen. Ein kleiner, aber wichtiger Schritt für alle, die ihre Tastatur lieber selbst im Griff haben.
Insider-Build mit neuen Optionen
Bereits am 20. Juli 2026 hat Microsoft einen neuen Insider-Build veröffentlicht. Die Versionen 26100.8942 und 26200.8942 bringen eine wichtige Neuerung für Besitzer von Copilot+-PCs: Sie können die Bildgenerierungs-KI entfernen. Das dürfte vor allem Nutzer freuen, die die Funktion nie nutzen und lieber Speicherplatz sparen wollen.
Zusätzlich enthält der Build Verbesserungen bei der Sprachsteuerung, erweiterte Sprachunterstützung und verfeinerte Touchpad-Gesten. Microsoft scheint ernst zu machen mit dem Ziel, Windows wieder stärker an den Bedürfnissen der Anwender auszurichten.
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KI-Komponenten gezielt entfernen
Der Trend zur Entschlackung geht noch weiter. Am selben Tag erschien ein neues PowerShell-Skript namens "RemoveWindowsAI". Es ermöglicht eine gründliche Entfernung von KI-Komponenten wie Copilot und Recall. Das Skript deaktiviert bestimmte Registry-Schlüssel und ersetzt moderne App-Komponenten durch klassische Versionen.
Parallel dazu testet Microsoft eine Überarbeitung der Windows-Suche. Im Rahmen des Projekts "Windows K2" sollen Werbeinhalte wie Store-Vorschläge und Bing-Trends verschwinden. Stattdessen stehen lokale Dateien und Anwendungen im Vordergrund. Die Suche wird zudem durch automatische Rechtschreibkorrektur und bessere Erkennung lokaler Inhalte verbessert.
Sicherheit und neue Abrechnungsmodelle
Während Microsoft bei der Hardware nachgibt, baut es die KI-Funktionen in der Software weiter aus. Bis Ende 2026 soll die Copilot-Funktion zum Verfassen von E-Mails in allen Outlook-Versionen standardmäßig aktiviert sein – inklusive Outlook Classic. Nutzer können die Funktion allerdings deaktivieren.
Das große Windows-11-Update 26H2 Mitte Juli 2026 schloss beeindruckende 570 Sicherheitslücken. Dabei half ein KI-gestütztes Tool namens MDASH, das 16 kritische Schwachstellen für Remote-Code-Ausführung identifizierte. Weitere Wartungsarbeiten im Juli umfassten Korrekturen für Treiberkonflikte auf bestimmten Dell-Modellen sowie die Einführung automatischer täglicher Wiederherstellungspunkte für Systeme mit großen Speicherpartitionen.
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Bereits Mitte Juni 2026 stellte Microsoft den Copilot-Cowork-Agenten auf ein verbrauchsabhängiges Abrechnungsmodell um. Der Dienst, der mehrere Tools gleichzeitig steuern kann, wird nun über ein Kreditpunkte-System verwaltet. Administratoren können die Nutzung überwachen und Budgetgrenzen festlegen.
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