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Windows 11: Microsoft erlaubt Deinstallation von KI-Komponenten

Veröffentlicht: 08.07.2026 um 13:05 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Microsoft testet Deinstallationsmöglichkeit für KI-Komponenten und behebt ein Speicherleck, das auf über 500 Gigabyte anwachsen konnte.

Windows 11: Neue Option zum Entfernen von KI-Modellen entdeckt
Stilisierte neuronale Netzstruktur auf transparentem Bildschirm mit Ordnern und Speichergrafiken, symbolisiert KI-Modell-Deinstallation in Windows 11. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Microsoft testet in einer experimentellen Windows-11-Vorschau eine Funktion, mit der sich integrierte KI-Komponenten deinstallieren lassen. Der Fund kommt nicht zufällig – das Unternehmen kämpft gleichzeitig mit einem massiven Speicherproblem.

KI-Komponenten auf dem Prüfstand

In der experimentellen Windows-11-Version Build 26300.8553 haben Tester eine versteckte Deinstallationsoption für KI-Modelle entdeckt. Sie ermöglicht das Entfernen von Komponenten wie Phi Silica, das über 2,59 Gigabyte Speicherplatz belegt. Die Funktion tauchte nicht in den offiziellen Update-Protokollen auf, richtet sich aber offenbar an leistungsstärkere Hardware wie Copilot+-PCs.

Der Schritt folgt auf eine breitere Diskussion über automatisch ausgelieferte KI-Assets. Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass auch Google Chrome das KI-Modell Gemini Nano ohne explizite Nutzerzustimmung auf Geräte lädt – mit einem Speicherbedarf von rund vier Gigabyte.

Das 500-GB-Speicherleck

Parallel zur KI-Verwaltung hat Microsoft einen kritischen Bug in den Windows-11-Versionen 24H2 und 25H2 behoben. Eine Datei namens CapabilityAccessManager.db-wal, die mit Anwendungsberechtigungen zusammenhängt, konnte unkontrolliert wachsen – in Einzelfällen auf über 500 Gigabyte.

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Das optionale Update KB5095093 vom Juni 2026 stoppt das unbegrenzte Wachstum der Datenbankdatei. Der Fix lässt sich manuell über die Systemeinstellungen installieren und wird voraussichtlich im Juli-Patch-Tuesday gebündelt ausgeliefert. Experten warnen davor, die aufgeblähte Datei eigenhändig zu löschen – der offizielle Update-Pfad sei der einzig sichere Weg.

Neue Rettungsanker: Cloud-Recovery und mehr

Der experimentelle Build 26300.8772 bringt zudem ein neues Wiederherstellungstool: „Cloud Rebuild“ erlaubt die Neuinstallation des Betriebssystems und benötigter Treiber direkt von Microsofts Servern – ohne externen USB-Stick.

Das cloudbasierte System lädt Treiber über Windows Update nach. Voraussetzung sind ein Trusted Platform Module (TPM) und ein funktionierender Netzwerktreiber in der Wiederherstellungsumgebung. Die Änderungen gehen einher mit überarbeiteten Kontoverwaltungen und angepassten Backup-Richtlinien, die die Systemwiederherstellung insgesamt benutzerfreundlicher machen sollen.

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Die neuen Recovery-Optionen zeigen, dass Microsoft den Fokus verstärkt auf die Ausfallsicherheit legt, während das System durch immer komplexere KI-Funktionen wächst.

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