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Windows 11: Microsoft testet offiziellen Schalter für Bing-Suche

24.06.2026 - 05:38:01 | boerse-global.de

Microsoft reagiert auf Nutzerkritik und testet in einem Insider-Build einen offiziellen Schalter zur Deaktivierung der Bing-Websuche in Windows 11.

Windows 11: Microsoft testet offiziellen Schalter für Bing-Suche
Windows - Abstract digital circuit board with glowing lines, symbolizing Windows 11 registry hacks and system customization. 24.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Bing-Suche abschalten: Registry-Hack und offizielle Lösung

Ein zentrales Ärgernis vieler Windows-11-Nutzer bleibt die Vermischung von lokaler und Websuche. Wer nach einer Datei sucht, bekommt oft Bing-Ergebnisse eingemischt – das kostet Zeit und nervt. Abhilfe schafft seit jeher ein Registry-Eingriff: Der Eintrag „DisableSearchBoxSuggestions" als DWORD-Wert entfernt die Webvorschläge aus der Startmenü-Suche. Das beschleunigt die lokale Suche spürbar.

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Doch Microsoft selbst zieht nach. Im Insider-Build 26300.8697 – erstmals in Fachforen am 23. Juni 2026 gesichtet – findet sich ein neuer Schalter. Unter „Datenschutz und Sicherheit" können Tester die Option Websuchen deaktivieren. Dann zeigt Windows nur noch lokal indexierte Dateien an. Ein zusätzlicher Regler für Microsoft-Store-Ergebnisse deutet auf eine grundsätzliche Abkehr von der Zwangseinbindung hin – ein Schritt, den sich Profis seit Langem wünschen.

Klassisches Kontextmenü zurückholen

Auch das rechteckige Kontextmenü von Windows 11 stößt auf wenig Gegenliebe. Viele vermissen die gewohnte, vollständige Ansicht aus Windows 10. Registry-Anpassungen, die in aktuellen Anleitungen vom 23. Juni 2026 empfohlen werden, stellen das klassische Menü wieder her – ohne Umwege über die zweite Ebene.

Wer sich nicht manuell durch die Registrierungsdatenbank arbeiten möchte, greift zu bewährten Drittanbieter-Tools:

  • Windhawk: Open-Source-Werkzeug für Anpassungen wie das Verschieben des Start-Buttons oder die Wiederherstellung alter Menüstrukturen.
  • ExplorerPatcher: Das Tool erhielt am 23. Juni 2026 ein großes Update (Version 26100.8457.70.3). Es behebt Abstürze in Beta-Builds und verbessert die Kompatibilität mit ARM64-Systemen.
  • Winaero Tweaker: Ermöglicht das Deaktivieren von Werbung im System und die Kontrolle über automatische Treiber-Updates.

Offizielle Alternativen: Systemwiederherstellung und neue Funktionen

Neben den Registry-Hacks liefert Microsoft selbst nach. Seit dem 23. Juni 2026 ist die „Point-in-Time-Wiederherstellung" für Windows 11 Version 24H2 und höher allgemein verfügbar. Das Feature erstellt automatisch alle 24 Stunden einen Systemwiederherstellungspunkt und bewahrt ihn für 72 Stunden auf. Dafür werden maximal zwei Prozent des Speicherplatzes genutzt. Bei Home- und Pro-Nutzern mit Festplatten über 200 Gigabyte ist die Funktion standardmäßig aktiv.

Weitere Neuerungen aus dem Juni-Update 2026:

  • Ein „Ruhemodus"-Schalter für Widgets reduziert visuelle Ablenkungen.
  • Ein statisches Taskleistensymbol ersetzt die bisherige Live-Animation.
  • Ein integrierter Netzwerk-Geschwindigkeitstest in der Taskleiste – bisher nur für Insider verfügbar.
  • Verbesserte Unterstützung für .webp-Hintergrundbilder direkt im System.

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Sicherheitsfrist: Secure-Boot-Zertifikate im Blick

Microsoft erinnert zudem an eine wichtige Sicherheitsmaßnahme: Bis zum 24. Juni 2026 sollten Nutzer die aktuellen Updates installieren, die den Wechsel der Secure-Boot-Zertifikate betreffen. Zwar ist der Stichtag keine harte Grenze – die Systeme laufen vorerst weiter. Doch ab Oktober 2026 drohen Sicherheitslücken, wenn die neuen Zertifikate fehlen. Ein Update ist also dringend empfohlen.

Die Release-Preview-Version KB5077241, die am 23. Juni veröffentlicht wurde, bringt zudem den Netzwerk-Test und die .webp-Unterstützung. Damit schließt Microsoft die Lücke zu Drittanbieter-Tools, die viele Nutzer bislang für solche Funktionen benötigten.

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