Windows 11: Microsoft testet Taskleiste an allen vier Bildschirmrändern
Veröffentlicht am: 03.10.2026 um 09:45 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Microsoft erprobt seit dem 2. Oktober 2026 neue Optionen zur Anpassung der Taskleiste für Teilnehmer des Windows-Insider-Programms. Das Bedienelement lässt sich in den Testversionen flexibel am oberen, unteren, linken oder rechten Bildschirmrand platzieren.
Flankierend dazu stellte der Softwarekonzern fünf aktualisierte Vorabversionen für unterschiedliche Testkanäle bereit, die neben Schnittstellenkorrekturen auch funktionale Erweiterungen für die Systemverwaltung und Eingabehilfen umfassen.
Flexible Platzierung der Taskleiste und Startmenü-Anpassungen
Die erweiterte Taskleiste erlaubt es Anwendern, die Ausrichtung der Start-Schaltfläche anzupassen und die angezeigten Symbole ohne einen Systemneustart zu verkleinern. Bislang werden Funktionen wie das automatische Ausblenden sowie die für Tablet-Geräte optimierte Leiste an den alternativen Bildschirmpositionen jedoch noch nicht unterstützt.
Erste Arbeiten an diesen Möglichkeiten begannen im Mai 2026 mit der Aussicht auf eine schrittweise Verteilung. Ergänzend bereitet Microsoft Anpassungsoptionen für das Startmenü vor, mit denen sich bestimmte Bereiche ausblenden oder Ansichten zwischen kleinen und großen Darstellungen umschalten lassen.
Neuerungen bei Barrierefreiheit und Schriftzeichen
Die parallele Veröffentlichung der Vorabversionen verteilt sich auf mehrere Entwicklungszweige: Neben Beta-Build 26220.9587 und dem experimentellen Build 26340.9596 erschienen die 26H1-Versionen Beta 28020.3142 und Experimental 28120.3151 sowie Build 29680.1000 für künftige Plattformen.
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In den Builds 28020.3142 und 28120.3151 überarbeitete Microsoft das Vergrößerungswerkzeug. Die Bildschirmlupe ermöglicht nun die direkte Eingabe konkreter Prozentwerte und bietet vordefinierte Zoomstufen von 5 %, 10 %, 25 %, 50 %, 100 %, 150 %, 200 % sowie 400 %.
Im Beta-Build 26220.9587 wurde zudem die Textdarstellung nach dem Standard Unicode 17.0 integriert, was 4.803 neue Zeichen sowie die vier Schriften Beria Erfe, Sidetic, Tai Yo und Tolong Siki umfasst. Parallel dazu verringerten die Entwickler die Ladezeit der Startseite innerhalb der Systemeinstellungen.
Wiederherstellung per Cloud und Neuerungen im Datei-Explorer
Für administrative Aufgaben und Systemreparaturen baut Microsoft die Funktion Cloud Rebuild aus. Das Werkzeug erlaubt eine Neuinstallation des Betriebssystems einschließlich der Gerätetreiber über Windows Update – selbst wenn das System nicht mehr ordnungsgemäß startet. Der Aufruf erfolgt über die Windows-Wiederherstellungsumgebung oder über das Menü unter Einstellungen > System > Wiederherstellung.
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Im Build 28120.3151 stehen Optionen zur einfachen Entfernung von Dateien oder zur unwiderruflichen Bereinigung über hardwarebasierte Löschverfahren bereit. Systemadministratoren können den Vorgang mittels des Recovery CSP für bestimmte oder aktuelle Betriebssystemversionen aus der Ferne anstoßen.
Im Datei-Explorer adressiert Microsoft bisherige Darstellungs- und Pfadprobleme. Die Anwendung sichert Ordneransichten, Sortierungen und Symbolgrößen über Verzeichnisse hinweg zuverlässiger ab und unterstützt Pfadeingaben mit doppelten Backslashes oder Anführungszeichen. Im Build 29680.1000 lassen sich zudem Anwendungen direkt im Teilen-Fenster von Windows anheften, während PDF-Dokumente automatisch in der Vorschau angezeigt werden.
Bekannte Fehler und anstehende Termine
Die aktuellen Testfassungen weisen noch technische Einschränkungen auf. Microsoft verzeichnet unter anderem den Installationsfehler 0x80073712 im experimentellen 25H2-Zweig, temporäre Leistungsabfälle bei längerer Systemnutzung sowie Abstürze mit grünem Bildschirm in VMware-Umgebungen. Weitere Produktankündigungen stehen bevor: Ein spezifisches Windows- und Surface-Ereignis hat Microsoft für den 7. Oktober 2026 um 10 Uhr Pacific angesetzt.
