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Windows 11: Microsoft überarbeitet Datei-Explorer radikal

Veröffentlicht am: 18.08.2026 um 06:06 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Microsoft präsentiert ein grundlegend überarbeitetes Windows-11-Kontextmenü mit schnelleren Ladezeiten und erweiterten Individualisierungsoptionen. Der Rollout startet zunächst für Insider.

Microsoft überarbeitet Windows-11-Kontextmenü: Schneller, schlanker, anpassbar
Moderner Laptop-Bildschirm mit einer übersichtlichen Benutzeroberfläche zur Dateiverwaltung in einem hellen Büro. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Microsoft hat ein grundlegend überarbeitetes Kontextmenü für den Datei-Explorer in Windows 11 angekündigt. Das neue Design soll schneller, einfacher und anpassbarer sein als bisher. Der Rollout beginnt zunächst für Windows Insider.

Weniger Einfrieren, mehr Tempo

Zu den zentralen Verbesserungen zählen laut Microsoft ein deutlich reduziertes Einfrieren des Menüs sowie schnellere Startzeiten. Dateigrößen werden künftig in KB, MB und GB angezeigt.

Ein Mittelklick öffnet Ordner direkt in einem neuen Tab, und die Adressleiste unterstützt nun Anführungszeichen sowie doppelte Backslashes. Microsoft bestätigte zudem, dass das überarbeitete Menü weniger Unordnung erzeugen und gleichzeitig mehr Anpassungsmöglichkeiten bieten soll.

Anpassbarkeit als Kernthema

Nutzer sollen einzelne Aktionen im Kontextmenü künftig gezielt aktivieren oder deaktivieren können. Auch Erweiterungen von Drittanbietern lassen sich ausblenden, und wer das gewohnte Layout aus Windows 10 bevorzugt, kann dieses wiederherstellen.

Ein neues Element namens "Customize" führt direkt in die entsprechenden Einstellungen, wo etwa Aktionen wie "Senden", "Drucken" oder "Verknüpfung erstellen" ein- und ausgeschaltet werden können.

Zusätzlich gibt es die Option, primäre Aktionen vertikal anzuzeigen, im Stil von Windows 10. Die meisten optionalen Aktionen sind dabei standardmäßig deaktiviert, um das Menü schlanker und schneller zu machen. Das klassische Kontextmenü bleibt weiterhin verfügbar, ist jedoch versteckt.

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Microsoft veröffentlichte im Zuge dessen fünf neue Insider-Builds, die ein umfangreiches Datei-Explorer-Update mit Verbesserungen bei Leistung und Zuverlässigkeit enthalten. In den Insider-Builds 26220.9202 (25H2) und 28020.2731 (26H1) startet die Datei-Explorer-Startseite zudem schneller; gleichzeitig entfernte Microsoft dort die Funktionen WMIC und Drag Tray.

Weitere Oberflächen-Überarbeitungen

Parallel zum Kontextmenü treibt Microsoft die Umstellung veralteter Windows-11-Oberflächen auf WinUI 3 voran. Betroffen sind unter anderem das AutoPlay-Popup und das Fenster für Dateieigenschaften. Das neue AutoPlay-Popup erscheint zentriert, mit dunklem Hintergrund und abgerundeten Ecken. Laut Berichten ist das dunkle Eigenschaften-Fenster dabei erst der Anfang einer breiteren Umgestaltung.

Die Drag-Tray-Funktion, die beim Ziehen von Dateien an den oberen Bildschirmrand erschien, entfernte Microsoft nach Nutzerfeedback wieder aus den Insider-Builds – viele Anwender empfanden sie als frustrierend. Microsoft prüft nach eigenen Angaben einen Ersatz, ohne eine Rückkehr der Funktion zu garantieren.

Laut windowscentral.com stehen Vorschau-Builds für Insider bereits zur Verfügung, die allgemeine Veröffentlichung des überarbeiteten Kontextmenüs wird für den Herbst erwartet.

Weitere Windows-11-Neuerungen

Im Release Preview Channel ist inzwischen zudem die verschiebbare Taskleiste angekommen, die eine Positionierung oben, links, rechts oder unten erlaubt. Ergänzend gibt es eine kompakte Taskleisten-Option mit kleineren Symbolen, eine Anpassung der Startmenü-Größe sowie eine Windows-Suche ohne Web-Vorschläge. Die Funktion Administrator Protection ist dabei standardmäßig deaktiviert, lässt sich jedoch über Intune oder Gruppenrichtlinien aktivieren.

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Bereits zuvor hatte Microsoft mit dem Update KB5121003 die Build-Versionen 26100.9168 (24H2) und 26200.9168 (25H2) veröffentlicht, die neben der Behebung einer aktiv ausgenutzten Zero-Day-Sicherheitslücke (CVE-2026-68820) ebenfalls die Anzeige von Dateigrößen in KB/MB/GB sowie Verbesserungen bei Suche, Sprachzugriff und Touchpad-Einstellungen brachten.

Auch außerhalb von Microsofts eigenem Explorer bewegt sich etwas: Der Drittanbieter-Dateimanager Files erhielt mit Version 4.2.7 für Windows 11 und Windows 10 ebenfalls ein schnelleres Kontextmenü sowie Verbesserungen bei der Speicherbereinigung und der Tab-Verwaltung.

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