Windows 11: Neue KI-Funktion PC Insights verbraucht bis 1 GB RAM
Veröffentlicht: 14.07.2026 um 14:33 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Windows 11 bekommt eine neue KI-Funktion: „PC Insights" soll Nutzern helfen, Probleme am Computer zu erkennen. Doch der Helfer hat einen Haken – er verbraucht selbst überraschend viel Arbeitsspeicher.
Microsoft hat im Juli 2026 begonnen, eine experimentelle Diagnosefunktion für seinen KI-Assistenten Copilot zu testen. Das Tool namens „PC Insights" erlaubt es Nutzern, in natürlicher Sprache Fragen zur Leistung ihres Computers zu stellen. Die Funktion wird derzeit nur einer begrenzten Zahl von Anwendern in den USA zur Verfügung gestellt.
Wie die KI-gestützte Hardware-Überwachung funktioniert
PC Insights greift auf verschiedene Windows-Schnittstellen zu, um Informationen über CPU, RAM, Grafikkarte, Speicher und Akkuzustand abzurufen. Auch BIOS-Versionen und angeschlossene Geräte wie USB-, Bluetooth- oder WLAN-Komponenten kann das Tool analysieren. Die Antworten liefert der Copilot in verständlichem Deutsch.
Die Funktion ist als Opt-in-Dienst konzipiert. Nutzer müssen der KI ausdrücklich erlauben, auf Systemdaten zuzugreifen. Microsoft betont, dass das Tool nur lesend auf die Daten zugreift – es kann zwar potenzielle Probleme wie Leistungsbremsen identifizieren, aber keine automatischen Reparaturen durchführen oder Systemeinstellungen ändern. Persönliche Dateien würden nicht für das KI-Training genutzt, lediglich die Chat-Verläufe könnten zur Verbesserung des Modells verwendet werden.
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Wenn der Helfer selbst zum Problem wird
Die Ironie der neuen Funktion: Ausgerechnet der Copilot, der bei der Fehlersuche helfen soll, verbraucht selbst erhebliche Systemressourcen. Messungen aus der aktuellen Testphase zeigen, dass die Copilot-Anwendung im Leerlauf zwischen 500 MB und 1 GB Arbeitsspeicher belegt.
Diese hohe Speichernutzung liegt an der Architektur der App: Sie läuft als eingebettete Web-Anwendung mit einer eigenen Kopie des Microsoft-Edge-Browsers. In einigen Fällen wurde ein Leerlauf-Verbrauch von knapp 792 MB gemessen. Microsoft hat das Problem erkannt und verspricht, den Ressourcenverbrauch der KI-Komponenten in künftigen Updates zu reduzieren. Wer die Funktion vorerst nicht nutzen möchte, kann Copilot über die Gruppenrichtlinien oder andere Systemeinstellungen deaktivieren.
Clever aufräumen, aber richtig
Mit den neuen KI-Tools hat Microsoft auch aktualisierte Richtlinien zur Systemoptimierung veröffentlicht. Wer Speicherplatz freigeben und die Leistung verbessern möchte, sollte auf bewährte Methoden setzen: die integrierten Bereinigungsempfehlungen nutzen und unnötige Autostart-Programme über den Task-Manager deaktivieren.
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Die Experten warnen jedoch vor übereifrigem „Debloating". Während sich einige Werbe-Apps entfernen oder unwichtige Oberflächenelemente ausblenden lassen, sollten bestimmte Kernkomponenten auf keinen Fall gelöscht werden:
- Microsoft Store und Windows Terminal
- Windows Defender und Windows Update-Komponenten
- Systemtreiber und WebView2
- Wichtige Frameworks wie .NET und Visual C++
Vor dem Entfernen von Software über die Kommandozeile empfehlen Technik-Analysten, einen Systemwiederherstellungspunkt anzulegen. Auch bei Tools wie OneDrive oder herstellerspezifischen Dienstprogrammen ist Vorsicht geboten – ihre Deinstallation kann unerwartete Probleme bei der Dateisynchronisation oder Hardware-Verwaltung auslösen.
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