Windows 11: Point-in-Time Restore sichert System per Knopfdruck
24.06.2026 - 15:10:42 | boerse-global.de
Microsoft hat am Dienstag ein optionales Vorschau-Update für Windows 11 veröffentlicht, das zahlreiche Verbesserungen im Alltag bringt. Das Update mit der Nummer KB5095093 steht für die Versionen 24H2 und 25H2 bereit – der verpflichtende Rollout folgt im Juli 2026.
Windows 11 macht Probleme? Diese 5 Fehler können Sie ab sofort selbst beheben. In diesem kostenlosen Report erfahren Sie, wie Sie Update-Fehler und Systemhänger ohne teuren Techniker in den Griff bekommen. Kostenlosen Windows-11-Notfallhilfe-Report sichern
Automatische System-Wiederherstellung per Knopfdruck
Die wichtigste Neuerung heißt Point-in-Time Restore. Das Feature erlaubt es, das gesamte System – inklusive Betriebssystem, Anwendungen, Einstellungen und persönlicher Dateien – auf einen früheren Zustand zurückzusetzen. Für Privatanwender und nicht verwaltete Pro-Geräte mit mindestens 200 Gigabyte Speicher ist die Funktion standardmäßig aktiviert.
Das System erstellt automatisch alle 24 Stunden einen Wiederherstellungspunkt. Diese Snapshots bleiben maximal 72 Stunden erhalten und belegen höchstens zwei Prozent des gesamten Speicherplatzes. Unternehmen und Bildungseinrichtungen können die Intervalle individuell auf vier, sechs, zwölf oder 16 Stunden einstellen. Allerdings bleibt Point-in-Time Restore für Enterprise- und Education-Editionen vorerst deaktiviert – frühestens mit Version 26H2 soll sich das ändern.
Der Zugriff auf die Wiederherstellung erfolgt über die Windows-Wiederherstellungsumgebung. Branchenbeobachter rechnen damit, dass Microsoft künftig auch eine Fernauslösung über die Verwaltungsplattform Intune integrieren wird.
Updates pausieren und Widgets zur Ruhe bringen
Microsoft hat auch die Update-Steuerung überarbeitet. Eine neue kalenderbasierte Pausenfunktion erlaubt es, Updates für bis zu 35 Tage auszusetzen – und das beliebig oft hintereinander. Wer also eine längere Ruhepause benötigt, kann die Funktion mehrfach aktivieren.
Viel kritisiert wurde bislang das Widgets-Panel, das sich beim bloßen Überfahren des Taskleistensymbols öffnete. Das ist nun Geschichte: Eine neue Einstellung namens „Ruhigere Widgets“ verhindert das ungewollte Aufpoppen. Auch Benachrichtigungen und Badges wurden reduziert, das Dashboard respektiert künftig den Fokus-Assistenten. Zusätzlich haben die Entwickler den Speicherverbrauch des Widgets-Prozesses gesenkt.
Barrierefreiheit und Bluetooth-Verbesserungen
Für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen bringt das Update den Bildschirmfarbfilter (Screen Tint). Er legt einen farbigen Vollbild-Overlay mit sechs Voreinstellungen und einem Intensitätsregler – gedacht für lichtempfindliche Nutzer oder als Blaulichtfilter. Die Bildschirmlupe (Magnifier) erlaubt jetzt die direkte Eingabe von Zoom-Prozenten sowie voreingestellte Schritte für präzisere Steuerung.
Bei der Konnektivität legt Microsoft nach: AirPods koppeln sich schneller, das Beats Studio Pro-Headset bekommt eine verbesserte Mikrofonzuverlässigkeit, und Bluetooth-Low-Energy-Audio läuft stabiler. Eine neue Stummschalt-Synchronisation sorgt dafür, dass der Mikrofonstatus auf allen verbundenen Geräten einheitlich bleibt.
Die Sprachsteuerung und Spracheingabe wurden um Französisch, Deutsch und Spanisch erweitert. Der Datei-Explorer profitiert von Leistungsverbesserungen und Schnellaktionen, das Emoji-Panel greift nun auf GIPHY zurück.
Ausblick auf Version 26H2
Microsoft bestätigte zudem, dass Windows 11 Version 26H2 für Herbst 2026 geplant ist. Geräte mit 24H2 oder 25H2 erhalten das Upgrade als schlankes 174-Kilobyte-Aktivierungspaket – ein Neustart genügt, der übliche Multi-Gigabyte-Download entfällt.
Trotz neuer Funktionen fragen sich viele Nutzer, was hinter dem mysteriösen Windows-11-Update-Fehler steckt, der Millionen nervt. Ein IT-Profi mit 30 Jahren Erfahrung verrät die einfache Lösung für typische PC-Probleme jetzt gratis zum Download. Hier kostenlose Experten-Hilfe für Windows 11 herunterladen
Die Hardware-Anforderungen bleiben unverändert: mindestens vier Gigabyte RAM und 64 Gigabyte Speicher. Wer noch auf Version 23H2 oder älter unterwegs ist, muss weiterhin mit einem vollständigen Installationspaket von rund 6,5 Gigabyte rechnen. Die 26H2-Build steht seit dem 19. Juni 2026 für Tester im Experimental-Kanal bereit.
Neben den neuen Funktionen schließt KB5095093 58 Sicherheitslücken, darunter vier als kritisch eingestufte Schwachstellen. Zudem wurde ein Bug behoben, bei dem der Papierkorb interne Dateinamen statt der benutzerfreundlichen Bezeichnungen anzeigte.
