Windows 11: Statcounter beziffert den weltweiten Marktanteil auf 71,5 Prozent
Veröffentlicht am: 05.10.2026 um 16:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das Betriebssystem Windows 11 hat weltweit einen Marktanteil von 71,5 Prozent unter den Windows-Versionen erreicht. Dies geht aus Daten des Web-Analyse-Dienstes Statcounter hervor. Das Vorgängersystem Windows 10 kommt demnach noch auf einen Anteil von 27,77 Prozent. Da Microsoft selbst keine offiziellen Nutzungszahlen veröffentlicht, basieren die Werte auf Schätzungen, die über Tracking-Code auf mehr als einer Million Websites ermittelt wurden.
Frühere Windows-Generationen spielen auf weltweiten Desktop-Rechnern laut Statcounter kaum noch eine Rolle: Windows 7 liegt bei 0,95 Prozent, Windows XP bei 0,14 Prozent, Windows 8.1 bei 0,11 Prozent und Windows 8 bei 0,03 Prozent.
Abweichende Daten und regionale Unterschiede
Regional zeigten sich im August 2026 teils deutliche Unterschiede bei der Verbreitung von Windows 10: In den Niederlanden betrug der Anteil am PC-Markt 26,13 Prozent, in Belgien 20,8 Prozent, in Europa insgesamt 27,21 Prozent und weltweit 30,15 Prozent.
Für September 2026 weist Statcounter für den Desktop-Traffic in Kenia einen Anteil von 79,1 Prozent für Windows 11 und 20,7 Prozent für Windows 10 aus; die weltweiten Vergleichswerte lagen in diesem Monat bei 71,44 Prozent für Windows 11 und 27,83 Prozent für Windows 10. Unter ukrainischen Nutzern erreichte Windows 11 im September 2026 einen Wert von 61,42 Prozent, während Windows 10 bei 36,99 Prozent und Windows 7 bei 1,3 Prozent lagen.
Eine abweichende Erhebung meldete die Gaming-Plattform Steam für September 2026: Unter den dort erfassten Windows-Nutzern verzeichnete Windows 11 einen Anteil von 75,08 Prozent, was einem Rückgang um 0,45 Prozentpunkte entsprach. Windows 10 legte im selben Zeitraum um 0,48 Prozentpunkte auf 24,85 Prozent zu.
Konditionen für erweiterte Sicherheitsupdates
Parallel zur Verschiebung der Marktanteile gelten feste Vorgaben für die erweiterten Sicherheitsupdates (Extended Security Updates, ESU) für Windows 10. Das kommerzielle ESU-Programm läuft laut Microsoft bis zu drei Jahre lang bis zum 10. Oktober 2028. Unternehmen, die erst im zweiten Jahr in das Programm einsteigen, müssen laut Berichten auch die Kosten für das erste Jahr nachzahlen.
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Für Kunden mit Intune oder Windows Autopatch wird ein Rabatt von 25 Prozent gewährt, womit sich der Preis im ersten Jahr auf 45 US-Dollar pro Nutzer für bis zu fünf Geräte beläuft. Nutzer von Windows 365 erhalten ESU ohne Zusatzkosten, während Schulen gestaffelt 1, 2 und 4 US-Dollar pro Gerät über die drei Jahre zahlen.
Für Privatkunden hatte Microsoft das Verbraucher-ESU-Programm im Juni 2026 bis zum 12. Oktober 2027 verlängert. Verbraucher können unter bestimmten Voraussetzungen kostenlose ESU erhalten; Verbraucher im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) erhalten den Zugang ohne Bedingungen.
Der Bezug ist über die Windows-Sicherung beziehungsweise Cloud-Synchronisierung oder über 1.000 Microsoft-Rewards-Punkte möglich, alternativ über eine Einmalzahlung von 30 US-Dollar zuzüglich etwaiger Steuern. Eine solche Verbraucherlizenz kann mit demselben Microsoft-Konto auf bis zu zehn PCs genutzt werden, sofern das angemeldete Konto Administratorrechte besitzt.
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Berechtigt sind die Editionen Home, Pro, Pro Education und Pro for Workstations von Windows 10 Version 22H2. Ausgeschlossen sind Enterprise- und Education-Editionen sowie domänen-, Entra-ID-, Intune- oder MDM-verwaltete Geräte, Kiosk-PCs und Rechner mit bereits bestehender ESU-Lizenz.
Die ESU-Updates umfassen ausschließlich kritische und wichtige Sicherheitsaktualisierungen, bieten jedoch weder neue Funktionen noch allgemeinen technischen Support. Der IT-Dienstleister Lansweeper erwartet im Zuge der ESU-Regelungen zwar noch einen kleinen Migrationsanstieg, geht jedoch davon aus, dass der steilste Teil des Umstiegs auf Windows 11 bereits abgeschlossen ist.
