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Windows 11: Update bringt 70% schnellere Menüs und KI-Assistent

27.05.2026 - 23:23:10 | boerse-global.de

Microsoft treibt die KI-Integration in Windows 11 voran. Ein neues Update bringt Leistungssprünge, während Sicherheitszertifikate im Juni auslaufen.

Windows 11: Update bringt 70% schnellere Menüs und KI-Assistent - Foto: über boerse-global.de
Windows 11: Update bringt 70% schnellere Menüs und KI-Assistent - Foto: über boerse-global.de

Das Betriebssystem soll bis Mitte 2026 zur „intelligenten Leinwand“ werden – mit Künstlicher Intelligenz im Kern und drastisch gesteigerter Leistung.

Ein 14-seitiges Strategiepapier positioniert Windows 11 als KI-natives System. Herkömmliche Arbeitsabläufe sollen durch autonome Agenten ersetzt werden. Erster Vorbote ist das optionale Vorschau-Update KB5089573 vom 26. Mai 2026, das signifikante Leistungsverbesserungen für die Versionen 24H2 und 25H2 bringt.

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Microsoft verschärft die Hardware-Anforderungen für das neue KI-Betriebssystem massiv, doch viele Nutzer müssen deshalb nicht zwingend neue Hardware kaufen. Ein legaler Weg ermöglicht die Installation auch auf offiziell inkompatiblen Systemen, ohne dass dabei wichtige Daten verloren gehen. Upgrade-Anleitung für inkompatible PCs kostenlos herunterladen

70 Prozent schnellere Menüs – dank Low Latency Profile

Das Update führt ein aggressives CPU-Frequenz-Management ein: das Low Latency Profile. Erste Analysen zeigen: System-Menüs erscheinen bis zu 70 Prozent schneller. Applikationen starten laut Berichten bis zu 40 Prozent flotter.

Besonders Gamer profitieren. Die Funktion Advanced Shader Delivery (ASD) reduziert Ladezeiten massiv. In technischen Demos zu „Forza Horizon 6“ sank die Ladezeit von 48 auf zwei Sekunden. Bei „The Outer Worlds 2“ schrumpfte die Wartezeit unter einer Radeon RX 9070 XT von drei Minuten auf neun Sekunden.

Das Update bringt auch funktionale Erweiterungen: Shared Audio über Bluetooth LE erlaubt zwei Nutzern, gleich denselben Audiostream zu hören. Der Task-Manager überwacht jetzt explizit die Auslastung von Neural Processing Units (NPUs) – ein klares Zeichen für die wachsende Bedeutung spezialisierter KI-Hardware.

Ask Copilot ersetzt die klassische Windows-Suche

Ab Mitte 2026 wird die Suchfunktion in der Taskleiste durch Ask Copilot abgelöst. Der KI-Assistent bleibt direkt in der Taskleiste verankert und geht weit über die Dateisuche hinaus. KI-Agenten wie ein Researcher-Modul erledigen Aufgaben autonom im Hintergrund. Die klassische Suche bleibt als Alternative erhalten.

Mit Click to Do lassen sich Daten aus PDFs oder Bildern direkt in Excel-Tabellen überführen – mittels lokaler KI-Modelle, optimiert für Copilot+ PCs. Microsoft Research veröffentlichte zudem Details zu Webwright, einem KI-Tool auf Basis von GPT-5.4. Beim Odysseys-Benchmark erreichte es eine Erfolgsquote von 60,1 Prozent bei komplexen Web-Aufgaben.

Der Copilot selbst ist als native WinUI-App konzipiert und verbraucht weniger als 100 Megabyte Arbeitsspeicher. Seit dem 13. Mai 2026 sind Computer-Use-Agenten in Copilot Studio allgemein verfügbar. Entwickler können damit KI-Assistenten erstellen, die eigenständig Aktionen in der Betriebssystemoberfläche ausführen.

Sicherheits-Zertifikate laufen Ende Juni aus

Am 27. Juni 2026 laufen die Secure-Boot-Zertifikate aus dem Jahr 2011 ab. Betroffen sind Windows 10, Windows 11 und verschiedene Server-Versionen. Ohne Update drohen Startprobleme oder ausbleibende Sicherheitsupdates für den Boot-Prozess.

Für Desktop-Nutzer läuft der Übergang weitgehend automatisch über Windows-Updates und UEFI-Firmware-Upgrades. Microsoft stellt das Update KB5089549 bereit. Administratoren in Unternehmen müssen bei Windows Server teilweise manuell eingreifen. Bei Hardware von Herstellern, die nicht mehr existieren, kann ein kompletter Austausch nötig sein – fehlende Firmware-Updates machen es unmöglich.

Ein bekannter Fehler (Code 0x800f0922) tritt auf, wenn die EFI-Systempartition weniger als 10 Megabyte freien Speicherplatz hat.

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Während Windows 11 immer komplexer wird, steigen auch die technischen Hürden und Fehlermeldungen bei Updates oder der Hardware-Konfiguration. Mit den richtigen Experten-Tipps lassen sich typische Systemfehler jedoch in wenigen Minuten selbst beheben, ohne teure IT-Unterstützung in Anspruch nehmen zu müssen. Kostenlosen Erste-Hilfe-Report für Windows 11 sichern

Parallel dazu startete Microsoft am 26. Mai 2026 die Preview der Automatic Device Isolation im Defender for Endpoint. Rund 85 Prozent aller Cyberangriffe nutzen das Remote Desktop Protocol für seitliche Bewegungen in Netzwerken. Die Funktion isoliert infizierte Rechner automatisch: Die Verbindung zum Firmennetz wird getrennt, die Kommunikation zum Sicherheitsdienst bleibt bestehen.

Vom Verwaltungstool zur aktiven Plattform

Microsoft verschiebt den Fokus weg von einem rein verwaltenden Betriebssystem. Lokale KI-Modelle wie Phi Silica (Version 1.2604.515.0) übernehmen Textaufgaben wie Zusammenfassungen – optimiert für Qualcomm-basierte Systeme. Die lokale Ausführung verringert Latenzen und reduziert die Abhängigkeit von Cloud-Infrastrukturen.

Gleichzeitig verschärft Microsoft die Hardware-Anforderungen. Die NPU-Überwachung im Task-Manager und exklusive Funktionen für Copilot+ PCs zwingen zur Modernisierung. Das hat seinen Preis: Ab dem 1. Juli 2026 steigen die Preise für Microsoft 365 Abonnements. Business Basic kostet dann rund 7 Euro (plus 16 Prozent), Business Standard rund 14 Euro (plus 12 Prozent).

Auch die Support-Zyklen werden kürzer. Die Unterstützung für Version 23H2 endete bereits im November 2025. Version 24H2 folgt im Oktober 2026. Das zwingt Kunden in einen schnelleren Update-Rhythmus.

Ausblick: Version 26H1 in der Testphase

Die Entwicklung von Windows 11 schreitet zügig voran. In aktuellen Test-Builds experimentiert Microsoft mit einer frei positionierbaren Taskleiste und einem kompakten Modus für mobile Geräte. Die Barrierefreiheit wird durch Bildschirmtönung und erweiterten Support für Braille-Displays verbessert.

Das Ziel bleibt die vollständige Transformation: KI-Agenten übernehmen Routineaufgaben autonom. Mit dem Patch-Day am 9. Juni 2026 werden viele der aktuell optionalen Performance-Features für alle Nutzer obligatorisch.

Unternehmen sollten jetzt ihre Systempartitionen prüfen und die UEFI-Firmware aktualisieren. Ende Juni laufen die Sicherheitszertifikate aus – und die Ära des KI-nativen Betriebssystems hat faktisch begonnen.

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