Windows 11 Wetter-App: 1,6 GB RAM-Verbrauch bremst Systeme
Veröffentlicht am: 10.08.2026 um 11:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die native Wetter-App von Windows 11 sorgt für Kritik: Sie beansprucht bis zu 1,6 GB RAM und kann damit selbst leistungsfähige Systeme ausbremsen. Das Problem betrifft vor allem Nutzer mit Einstiegs-Hardware.
Ressourcenhunger durch Chromium-Architektur
Technische Analysen zeigen: Die Anwendung basiert auf dem WebView2-Framework und setzt auf eine Chromium-Architektur. Dadurch laufen bis zu neun separate Teilprozesse parallel, um Inhalte darzustellen. Bereits im Ruhezustand belegt die App zwischen 500 und 600 MB Arbeitsspeicher. Bei aktiver Nutzung oder beim Anzeigen von Webinhalten und Werbung steigt der Verbrauch auf 1,2 bis 1,6 GB.
Ein Vergleich mit der Konkurrenz macht das Ausmaß deutlich: Die native Wetter-App von macOS benötigt für vergleichbare Funktionen weniger als 250 MB – konkret gemessen wurden rund 246,7 MB. Windows 11 verbraucht damit etwa fünfmal so viel Speicher wie der direkte Marktkonkurrent.
Besonders problematisch für Einsteiger-PCs
Auf einem Rechner mit 8 GB RAM kann die Wetter-App allein fast 20 Prozent des gesamten Arbeitsspeichers belegen. Das ist bemerkenswert für eine Anwendung, die eigentlich nur Hintergrundinformationen oder einfache Vorhersagen liefern soll.
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Microsoft scheint das Problem erkannt zu haben. Branchenbeobachter berichten von Plänen, die App künftig auf das effizientere WinUI-Framework umzustellen. Bis dahin empfehlen Experten betroffenen Nutzern, die Hintergrundaktivität der Anwendung einzuschränken.
Debatte um Systemanforderungen
Der Vorfall fällt in eine Zeit intensiver Diskussionen über die Hardware-Anforderungen von Windows 11. Während Microsoft das System weiterhin für Geräte mit 8 oder 16 GB RAM optimiert, mehren sich Spekulationen, dass 8 GB künftig das neue funktionale Minimum sein könnten. Systeme mit nur 4 GB RAM würden dann abgehängt. Bereits im Juni 2026 zeigte sich in verwandten Microsoft-Ökosystemen ein Trend: Autonome Software-Agenten werden zunehmend verbreiteter und treiben die Nachfrage nach robuster Hardware und effizientem Ressourcenmanagement weiter an.
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