Windows 11: Zertifikat-Update bis 24. Juni erforderlich
10.06.2026 - 04:53:22 | boerse-global.de
Windows-Nutzer müssen bis zum 24. Juni handeln – sonst drohen Sicherheitslücken beim Systemstart.
Microsoft hat am Dienstag ein umfangreiches Update-Paket für Windows 11 veröffentlicht. Der Grund: Die seit 2011 verwendeten Secure-Boot-Zertifikate laufen noch in diesem Monat ab. Ohne das Update verlieren Millionen Rechner ihren Schutz gegen Bootkit-Angriffe.
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Neue Zertifikate für die nächsten 27 Jahre
Die bisherigen Zertifikate – darunter das „Microsoft UEFI CA 2011" – verlieren am 24. Juni 2026 ihre Gültigkeit. Microsoft ersetzt sie durch die Windows UEFI CA 2023-Zertifikate, die bis 2053 gültig sind. Betroffene Systeme starten zwar auch nach dem Stichtag noch, erhalten dann aber keine neuen Boot-Sicherheitsupdates mehr.
Besitzer älterer Geräte sollten vorsichtig sein: Sie benötigen möglicherweise zusätzliche Firmware-Updates der Hersteller. Ein Blick in die Windows-Sicherheit oder ein PowerShell-Befehl verrät, ob das neue Zertifikat bereits installiert ist.
Zwei groĂźe Update-Pakete im Detail
Das Update-Rollout umfasst zwei zentrale Pakete:
- KB5094126: Ein Pflicht-Update für Windows 11 24H2 und 25H2 – rund 5,2 Gigabyte groß. Es bringt die Systeme auf die Builds 26200.8655 oder 26100.8655 und enthält das aktualisierte Malicious Software Removal Tool sowie .NET-Updates.
- KB5095185: Ein Safe-OS-Update speziell fĂĽr Version 26H1. Es aktualisiert die Windows-Wiederherstellungsumgebung auf Version 10.0.28000.2269.
IT-Abteilungen in Unternehmen sollten die Event-IDs 1801 und 1808 im Auge behalten – sie zeigen den Fortschritt der Zertifikatsmigration im Netzwerk an. Ein bekannter Installationsfehler (0x800f0922) wurde ebenfalls behoben: Er trat auf, wenn die EFI-Systempartition weniger als zehn Megabyte freien Speicherplatz hatte.
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Neue Funktionen fĂĽr den Alltag
Die Juni-Updates bringen aber nicht nur Sicherheitsverbesserungen. Microsoft hat auch einige praktische Neuerungen eingebaut:
- Mehr Tempo: Ein neues Low-Latency-Profil boostet die CPU-Leistung speziell für die Benutzeroberfläche.
- KI im Task-Manager: Neue Spalten zeigen die Auslastung von Neural Processing Units (NPUs) – ein Zeichen für die wachsende Bedeutung von KI-Hardware.
- Bessere Verbindungen: Shared Audio via Bluetooth LE und verbesserte USB4-Funktionen.
- Schnellere Suche: Windows Search liefert Ergebnisse bereits ab zwei eingegebenen Zeichen.
- Mehrere Kameras gleichzeitig: Ein neuer Multi-App-Kameramodus macht's möglich.
- Individuelle Installation: Nutzer können jetzt eigene Ordnernamen für Benutzerprofile während der Windows-Installation vergeben.
Zudem hat Microsoft diverse Stabilitätsprobleme behoben – darunter Fehler im Hypervisor und Kernel-Mode-Ausnahmen, die in früheren Builds aufgetreten waren.
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