Windows 12 fällt aus: Microsoft setzt voll auf Windows 11
Veröffentlicht: 09.07.2026 um 07:35 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Die Enterprise-G-Edition verzichtet auf zahlreiche Standardfunktionen und erfüllt damit lokale Regulierungsvorgaben.
Weniger Software, mehr Kontrolle
Die technischen Details von Windows 11 Enterprise G zeigen ein radikal entschlacktes System. Anders als die bekannten Versionen fehlen hier gleich mehrere Kernkomponenten: Der Windows Defender, der Microsoft Edge-Browser sowie sämtliche Universal-Windows-Plattform-Apps (UWP) sind nicht an Bord. Auch die Telemetrie-Funktionen wurden deaktiviert.
Das Ergebnis: ein spürbar leichteres System. Der Arbeitsspeicherverbrauch liegt zwischen 150 und 300 Megabyte unter dem normaler Windows-11-Editionen. Das Betriebssystem ist sowohl auf Chinesisch als auch auf Englisch verfügbar und wird vor allem über OEM-Kanäle vertrieben. Die aktuelle Version basiert auf dem ersten Build des aktuellen LTSC-Zweigs (Long-Term Servicing Channel) – konkret Version 10.0.26100.1 für x64- und arm64-Architekturen. Sicherheits- und Systemupdates lassen sich weiterhin über den gewohnten Windows-Update-Dienst installieren.
Huawei dominiert Beschaffung der Regierung
Die Enthüllungen rund um die Spezialedition fallen mit einem bemerkenswerten Wandel in der chinesischen Hardware-Beschaffung zusammen. Anfang Juli sicherte sich Huawei Qingyun den Spitzenplatz im öffentlichen Ausschreibungsverfahren für Notebooks zentraler Staatsorgane im Jahr 2026.
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Die Enterprise-Marke von Huawei erzielte dabei einen Anteil von knapp 39 Prozent am Auftragsvolumen – ein deutliches Signal für die wachsende Bedeutung einheimischer Technologie im Regierungssektor. Dieser Erfolg folgt auf die Einführung der HarmonyOS Commercial Office Solution 2.0 auf der HDC 2026. Die Lösung deckt mittlerweile 13 Branchen ab und bedient über 1.800 Kunden – mit Funktionen wie digitalem Dual-Space inklusive KI-Integration und professionellem Gerätemanagement.
Microsoft setzt voll auf Windows 11
Die Konzentration auf Spezialeditionen von Windows 11 ist Teil einer strategischen Neuausrichtung bei Microsoft. Der Konzern hatte kürzlich bestätigt, dass Windows 12 im Jahr 2026 nicht erscheinen wird. Stattdessen setzt Microsoft voll auf Windows 11 als primäre Plattform für die Integration künstlicher Intelligenz.
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Erst am gestrigen Mittwoch kündigte Microsoft offiziell Windows 11 26H2 an, das im Herbst ausgerollt werden soll. Es handelt sich um ein kleineres Update, das als Aktivierungspaket (Enablement Package) ausgeliefert wird. Die Hardware-Anforderungen bleiben unverändert: 4 Gigabyte RAM und ein 1-Gigahertz-Dual-Core-Prozessor sind weiterhin nötig. Home- und Pro-Editionen werden voraussichtlich bis Oktober 2028 unterstützt, während bestimmte Enterprise- und LTSC-Versionen sogar bis in die 2030er-Jahre Updates erhalten sollen.
Parallel dazu testet Microsoft in experimentellen Builds eine Cloud-Rebuild-Funktion. Sie ermöglicht eine saubere Neuinstallation des Betriebssystems direkt aus dem Internet über die Windows-Wiederherstellungsumgebung – ganz ohne physischen USB-Stick.
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