Windows-Bug: Systemdateien schwellen auf 200 GB an – Update KB5095093 behebt es
Veröffentlicht: 03.07.2026 um 11:48 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Der Fehler betraf die Capability Access Manager (CAM)-Komponente, die für die Verwaltung von App-Berechtigungen zuständig ist. Eine Datenbankdatei namens „CapabilityAccessManager.db-wal" prüfte sich nicht ordnungsgemäß selbst und fraß so massiv Speicherplatz. Normalerweise bleibt diese sogenannte Write-Ahead-Log-Datei klein, da sie nur temporäre Datenbanktransaktionen abwickelt.
Betroffen waren vor allem Nutzer der Windows-11-Versionen 24H2 und 25H2. Während einige Anwender berichteten, dass die Datei zwischen 70 und 80 Gigabyte belegte, schwoll sie in anderen Fällen auf bis zu 200 Gigabyte an. Ein Albtraum für jeden, der mit knappem SSD-Speicher kämpft.
Das Update bringt mehr als nur Speicherplatz
Die Lösung kommt mit dem optionalen Update KB5095093, das Ende Juni 2026 veröffentlicht wurde. Microsoft nutzte den Patch jedoch für weitere Verbesserungen. Die Benutzeroberfläche profitiert von schnelleren Ladezeiten im Datei-Explorer, einer zuverlässigeren Adressleiste und neuen Schnellaktionen.
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Parallel dazu erschienen die Updates KB5102558 und KB5089573. Letzteres führt ein „Low Latency Profile" ein, das den Start von Anwendungen beschleunigen soll. Interne Tests zeigen: Die Startzeiten von Apps lassen sich um bis zu 40 Prozent reduzieren, die Reaktionsfähigkeit von System-Flyouts verbessert sich um 70 Prozent.
Sicherheitslücke bleibt offen
Doch nicht alles ist eitel Sonnenschein. Sicherheitsforscher haben eine kritische Schwachstelle namens „RoguePlanet" (CVE-2026-50656) entdeckt, die sowohl Windows 10 als auch Windows 11 betrifft. Der Fehler steckt im Microsoft Defender.
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Konkret handelt es sich um eine Race-Condition, die eine unbefugte Rechteausweitung auf dem Zielrechner ermöglicht. Microsoft hat die Berichte zwar bestätigt, einen offiziellen Patch gibt es Anfang Juli 2026 jedoch noch nicht. Sicherheitsexperten raten Administratoren, ungewöhnliche Berechtigungsänderungen genau im Auge zu behalten – bis das entscheidende Sicherheitsupdate kommt.
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