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Windows Server 2025: Speicherfehler führen zu SQL-Abstürzen

Veröffentlicht am: 08.09.2026 um 17:24 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Microsoft bestätigt Abstürze durch die neue Speicherverwaltung von Windows Server 2025 und stellt bis zum Update eine vorläufige Lösung bereit.

Windows Server 2025: Speicheränderungen lösen App-Abstürze aus
Leere Server-Racks in einem minimalistisch beleuchteten, industriellen IT-Infrastrukturraum. Illustration mit AI erstellt.

In der IT-Infrastruktur zahlreicher Unternehmen sorgt die jüngste Veröffentlichung von Windows Server 2025 für technische Komplikationen. Wie aktuelle Berichte und technische Analysen belegen, führen Änderungen an der Speicherverwaltung des neuen Betriebssystems zu schwerwiegenden Anwendungsabstürzen.

Besonders betroffen sind Programme, die auf die Address Windowing Extensions (AWE) angewiesen sind – eine Technologie, die häufig bei speicherintensiven Anwendungen wie dem Microsoft SQL Server zum Einsatz kommt.

Ursachen in der Speicherarchitektur

Die Ursache für die Systeminstabilitäten liegt offenbar in einer tiefgreifenden Anpassung der Art und Weise, wie Windows Server 2025 Arbeitsspeicher adressiert und verwaltet. Im Fokus stehen dabei Anwendungen, die Address Windowing Extensions nutzen, um auf mehr physischen Speicher zuzugreifen, als der lineare virtuelle Adressraum normalerweise zulässt.

Ein prominentes Beispiel für diese Problematik ist der Betrieb von SQL-Server-Instanzen, bei denen die Funktion „Lock Pages in Memory“ (LPIM) aktiviert ist. Diese Funktion wird in professionellen Umgebungen genutzt, um zu verhindern, dass das Betriebssystem den vom SQL Server genutzten Arbeitsspeicher in die Auslagerungsdatei auf der Festplatte verschiebt.

Die nun identifizierten Änderungen in der Speicherverwaltung von Windows Server 2025 kollidieren jedoch mit dieser bewährten Methode, was in der Folge zu systemkritischen Fehlern führt.

Symptome und Fehlermeldungen im Betrieb

Systemadministratoren berichten von einer Reihe spezifischer Fehlersymptome, die unmittelbar mit der neuen Speicherverwaltung verknüpft sind. Zu den häufigsten Anzeichen gehören allgemeine Speicherfehler und sogenannte Zugriffsverletzungen, die in den Systemprotokollen oft unter dem Fehlercode 0xC0000005 registriert werden.

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Darüber hinaus kommt es bei Datenbankprüfungen vermehrt zu Fehlermeldungen im Rahmen von DBCC-CHECKDB-Operationen. Diese Befehle, die eigentlich die logische und physische Integrität einer Datenbank sicherstellen sollen, schlagen aufgrund der instabilen Speicheradressierung fehl.

Die resultierenden Crash-Dumps erschweren zudem die herkömmliche Fehlerdiagnose, da sie auf Inkonsistenzen hindeuten, die primär durch die Betriebssystemebene und nicht durch die Anwendungslogik selbst verursacht werden.

Vorläufige Abhilfe und geplante Fehlerbehebung

Microsoft hat die Problematik inzwischen bestätigt und arbeitet an einer dauerhaften Lösung. Bis zur Veröffentlichung eines entsprechenden Software-Updates wurde ein Workaround für betroffene Unternehmen kommuniziert. Als primäre Sofortmaßnahme wird empfohlen, die Funktion „Lock Pages in Memory“ (LPIM) für die betroffenen Anwendungen vorübergehend zu deaktivieren.

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Obwohl dieser Schritt die Stabilität der Anwendungen unter Windows Server 2025 kurzfristig wiederherstellen kann, weisen Experten darauf hin, dass die Deaktivierung von LPIM die Performance von Datenbankanwendungen beeinträchtigen kann, da das Betriebssystem nun wieder befugt ist, Speicherbereiche auszulagern.

Ein definitiver Fix für die Speicherverwaltungsprobleme wurde von Microsoft bereits für ein zukünftiges Update angekündigt. Ein konkreter Termin für die Bereitstellung dieser Aktualisierung steht jedoch noch aus.

Unternehmen, die den Umstieg auf Windows Server 2025 planen oder bereits vollzogen haben, wird geraten, die Systemstabilität engmaschig zu überwachen und die angekündigten Patches zeitnah zu implementieren.

Mehr zum Thema bei BleepingComputer: „Microsoft: Windows Server 2025 changes causing app crashes“

Teile dieses Beitrags beruhen auf Recherchen von BleepingComputer.

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