Windows, Marktanteil

Windows unter 60%: Marktanteil fällt auf 56,55 Prozent

Veröffentlicht: 10.07.2026 um 00:12 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Microsofts Desktop-Betriebssystem verliert Marktanteile an Linux und macOS, während Windows 11 die Milliarden-Marke knackt.

Windows-Marktanteil fällt unter 60 Prozent: Konkurrenz im Aufwind
Windows - Holografische Projektion von Marktdaten und Cloud-Symbolen über moderner Computeroberfläche, symbolisiert Windows 11 und Cloud-Funktionen. 10.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der weltweite Marktanteil von Microsofts Desktop-Betriebssystem Windows ist erstmals seit Jahren unter die 60-Prozent-Schwelle gefallen. Laut aktuellen Marktdaten für Juni 2026 liegt der Anteil nun bei nur noch 56,55 Prozent – ein deutlicher Rückgang, der die veränderte Wettbewerbssituation auf dem Desktop-Markt widerspiegelt.

Konkurrenz holt auf – unbekannte Systeme legen massiv zu

Besonders auffällig ist der Anstieg der Kategorie „unbekannte Betriebssysteme", die im Juni 2026 auf 21,45 Prozent hochschnellte – ein enormer Sprung von 8,16 Prozent im Mai 2025. Was sich hinter dieser Rubrik verbirgt, bleibt unklar. Klar ist dagegen, dass Linux mit 4,39 Prozent und macOS mit über 16 Prozent weiter zulegen konnten.

In einigen Regionen ist das Bild noch drastischer: In den Vereinigten Arabischen Emiraten etwa liegt Windows bei nur 38,17 Prozent, während macOS auf 28,13 Prozent kommt. Einzig im Gaming-Sektor bleibt Microsoft unangefochten: Laut internen Daten der Spieleplattform Steam läuft Windows dort auf über 90 Prozent aller Systeme. Immerhin: Linux erreichte in diesem Segment mit 5,3 Prozent einen Rekordwert.

Windows 11 knackt Milliarden-Marke – trotz schwächelndem PC-Markt

Paradoxerweise feiert Microsoft gleichzeitig einen Erfolg: Windows 11 hat im Juli 2026 die Marke von einer Milliarde monatlich aktiver Geräte geknackt. Das gelang schneller als beim Vorgänger Windows 10, der für denselben Meilenstein fünf Jahre brauchte. Insgesamt sind über alle Windows-Versionen hinweg mehr als 1,6 Milliarden Geräte monatlich aktiv.

Doch die Hardware-Hersteller leiden. Die weltweiten PC-Auslieferungen gingen im zweiten Quartal 2026 um 3,6 Prozent auf 65,67 Millionen Einheiten zurück. Grund sind steigende Speicherkosten, die die Durchschnittspreise um 20 bis 40 Prozent nach oben trieben. Während Lenovo, HP und Dell Einbußen hinnehmen mussten, trotzte Apple dem Trend mit einem Plus von 15,9 Prozent bei den Auslieferungen.

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Cloud-Recovery: Microsoft testet neue Rettungsfunktion

Microsoft arbeitet an einer grundlegend neuen Wiederherstellungsoption. Die „Cloud Rebuild"-Funktion in der aktuellen Windows-11-Insider-Vorschau (Build 26300.8772) erlaubt es, ein frisches Betriebssystem-Image samt Treibern direkt von Microsofts Servern zu laden – ganz ohne USB-Stick oder andere Installationsmedien.

Der Clou: Das Feature funktioniert selbst dann, wenn das bestehende System nicht mehr bootfähig ist. Allerdings werden dabei alle persönlichen Dateien, Anwendungen und Einstellungen gelöscht. Die Funktion soll noch vor Ende 2026 im stabilen Windows 11 erscheinen – möglicherweise mit dem 26H2-Update im Herbst.

Bereits jetzt allgemein verfügbar ist die „Point-in-Time-Restore"-Funktion. Sie erstellt Snapshots von Systemdateien, Registrierung und installierten Programmen. Administratoren können damit Rechner auf einen funktionierenden Zustand zurücksetzen – etwa nach Treiberkonflikten oder fehlgeschlagenen Updates. Persönliche Dateien bleiben dabei erhalten. Die Funktion ist Teil einer umfassenderen Resilienz-Initiative, die Microsoft nach den großen Branchenausfällen im Juli 2024 gestartet hat.

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KI als Wachstumstreiber

Microsoft setzt weiter stark auf Künstliche Intelligenz. Der Konzern erzielt inzwischen einen jährlichen KI-Umsatz von rund 34 Milliarden Euro. Der 365 Copilot zählt über 20 Millionen zahlende Unternehmenssitze – Stand erstes Quartal 2026. Künftige Windows-11-Updates sollen die KI-Integration weiter vertiefen und gleichzeitig lang ersehnte Funktionen wie eine verschiebbare Taskleiste und einen kleineren Taskleisten-Modus zurückbringen.

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