Windows-Update-Zertifikate, Microsoft

Windows-Update-Zertifikate: Microsoft setzt Fristen im Mai und Juni 2027

Veröffentlicht am: 21.10.2026 um 03:44 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Microsofts Zertifikatswechsel kann ältere Windows-Geräte vom Update-Dienst ausschließen; unterstützte Systeme benötigen je nach Version unterschiedliche Updates.
Ein minimalistischer, leerer Serverraum mit kühler Beleuchtung und metallischen Belüftungsgittern. Illustration mit AI erstellt.

Am 8. Oktober 2026 hat Microsoft die Rotation der digitalen Zertifikate für seine Windows-Update-Server angekündigt. Um den dauerhaften Zugang zu dem Aktualisierungsdienst sicherzustellen, müssen Nutzer rechtzeitig entsprechende Updates auf ihren Systemen installieren. Geräte ohne das neue Zertifikat verlieren den Zugang zu Windows Update und erhalten keine Sicherheitspatches mehr.

Wie morningoverview.com in einem Bericht vom 20. Oktober 2026 meldete, warnte das Unternehmen diesbezüglich vor den Konsequenzen für Altsysteme: Geräte auf nicht unterstützten Windows-Versionen verlieren nach der Zertifikatsrotation im Jahr 2027 den Bezug von Sicherheitsupdates.

Die bestehenden Zertifikate laufen nach Angaben von Microsoft in zwei Chargen ab. Der erste Teil verliert am 17. Mai 2027 seine Gültigkeit, der zweite Ablauftermin ist für den 19. Juni 2027 angesetzt. Geräte, die zu diesen Stichtagen nicht über die neuen Zertifikate verfügen, werden von den Windows-Update-Servern abgewiesen.

Unterschiedliche Fristen je nach Betriebssystem

Für die Umstellung gelten je nach Plattform differenzierte Vorgaben. Bis zum 17. Mai 2027 müssen Systeme mit Windows 10 Enterprise 2019 LTSC, Windows Server 2019 sowie Windows Server 2016 aktualisiert sein, um den Dienst ohne Unterbrechung weiternutzen zu können.

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Bei den neueren Plattformen gestaltet sich das Vorgehen unterschiedlich. Für Windows 11 25H2 und neuere Versionen ist keine Aktion erforderlich, da die benötigten Zertifikate in diesen Ausgaben bereits enthalten sind.

Für Systeme mit Windows 11 24H2 muss bis zum 19. Juni 2027 mindestens ein Sicherheitsupdate installiert sein, das von September 2025 oder später stammt. Andere weiterhin unterstützte Versionen von Windows 11 und Windows 10 verlangen bis zum 19. Juni 2027 die Installation eines Updates von Juli 2026 oder später.

Vorgehen bei Altversionen und Verteilungswegen

Für nicht mehr unterstützte Versionen hat die Rotation unmittelbare Folgen, da sie den Update-Zugang direkt verlieren. Microsoft empfiehlt in solchen Fällen ein Upgrade auf ein aktuelles System. Bei Installationen von Windows 10 Home und Pro ohne Erweiterte Sicherheitsupdates (ESU) besteht zudem das Problem, dass sie das erforderliche Kernupdate möglicherweise nicht erhalten.

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Eine Neuinstallation ist für den Wechsel jedoch nicht nötig. Die Patches lassen sich manuell über den Microsoft Update Catalog beziehen und auf den Systemen verteilen. Geräte, die über Windows Server Update Services (WSUS) verwaltet werden, sind von der Zertifikatsrotation nicht betroffen. Zudem stellte Microsoft klar, dass diese Zertifikatsrotation nicht identisch mit den Zertifikaten für Secure Boot ist.

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