Windows-Updates: Microsoft warnt vor WLAN- und VPN-Problemen in Firmen
Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 06:12 Uhr | Redaktion boerse-global.deAktuelle Windows-Aktualisierungen aus dem Oktober 2026 können interne Netzwerkverbindungen in Unternehmensumgebungen beeinträchtigen. Wie Microsoft am 3. November 2026 mitteilte, drohen bei betroffenen Systemen Störungen beim Zugriff auf interne Drahtlosnetzwerke sowie bei Verbindungen über virtuelle private Netzwerke (VPN).
Standardmäßige Blockierung von NTLMv1 als Ursache
Der Hintergrund der Verbindungsprobleme liegt in einer verschärften Sicherheitsrichtlinie, die mit dem Sicherheitsupdate vom 13. Oktober 2026 eingeführt wurde. Microsoft blockiert seither standardmäßig die Übertragung von NTLMv1-Anmeldeinformationen im Rahmen von Single-Sign-On-Prozessen (SSO).
Von dieser Maßnahme sind Systeme unter Windows 11 in den Versionen 26H2, 25H2 und 24H2 sowie Windows Server 2025 betroffen, sofern auf den Geräten die Sicherheitsfunktion Credential Guard deaktiviert ist.
Besonders anfällig für Verbindungsabbrüche sind Netzwerkarchitekturen, die noch auf das ältere Authentifizierungsprotokoll MS-CHAPv2 setzen. Um den regulären Betrieb wiederherzustellen, empfiehlt Microsoft Administratoren den zügigen Wechsel auf eine zertifikatsbasierte Authentifizierung.
Zwar existiert über den Registrierungsschlüssel BlockNtlmv1SSO mit dem Wert null ein Workaround, dieser wird von dem Softwarekonzern jedoch ausdrücklich nur als temporäre Übergangslösung eingestuft.
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Bereinigung schwacher Zertifikate und auslaufende Fristen
Parallel dazu setzt Microsoft weitere Sicherheitskorrekturen um. Im Zusammenhang mit der Zertifizierungsstelle eMudhra-CA wurden acht schwache Intermediate-CA-Schlüssel identifiziert, woraufhin das Unternehmen sieben betroffene Zertifikate aus den Vertrauensspeichern von Windows und dem Edge-Browser entfernte.
Zudem stehen IT-Abteilungen vor weiteren Aufgaben bezüglich der Infrastrukturzertifikate: Reguläre Windows-Update-Zertifikate laufen am 17. Mai 2027 sowie am 19. Juni 2027 ab. Während der Großteil der Endgeräte die notwendigen Zertifikatserneuerungen automatisch über monatliche Systemupdates bezieht, erfordern einzelne Systeme manuelle Eingriffe durch Administratoren.
Unterstützung im Gerätemanagement und Support-Enden
Für das Gerätemanagement via Intune kündigte der Konzern funktionale und organisatorische Änderungen an. Das Endpoint Privilege Management erlaubt es Standardnutzern künftig, Einstellungen für IPv4, IPv6 sowie DNS eigenständig über das Company Portal zu modifizieren.
Diese Freigabe kann optional an eine Bestätigung oder eine Windows-Authentifizierung gekoppelt werden. Gleichzeitig beendet Microsoft die CNAME-basierte automatische Erkennung bei Registrierungen, die ausschließlich über die mobile Geräteverwaltung (MDM) laufen, zum 15. Januar 2027.
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Zusätzlich mahnt das Unternehmen zur Beachtung anstehender Lebenszyklus-Fristen für ältere Betriebssystemversionen: Die Unterstützung mit regulären Updates für Windows 11 Version 23H2 in den Editionen Enterprise und Education endet am 10. November 2026. Für Windows Server 2016 sowie Windows 10 Enterprise LTSC 2021 endet der Support am 12. Januar 2027, wobei für berechtigte Editionen kostenpflichtige erweiterte Sicherheitsupdates (ESU) bereitstehen.
